19. November 2006 · Quelle: RSB Potsdam

Stopp den Morden bei Coca Cola Kolumbien!

Ver­anstal­tung mit einem kolumbian­is­chen Gew­erkschafter über die Morde und die inter­na­tionale Kampagne

Zeit: Don­ner­stag, 23.November 2006, 19:00 Uhr

Ort: Buch­laden Sput­nik (Char­lot­ten­straße 28)

Im Jahr 1996 erschossen Paramil­itärs den Gew­erkschafts­führer Isidro Segundo
Gil auf dem Werks­gelände des Coca-Cola Abfüllers in dem kolumbianischen
Städtchen Carepa. Kurz darauf bran­nten sie den Sitz der örtlichen
Gew­erkschaft nieder und zwan­gen die Belegschaft zum Aus­tritt aus der
Gew­erkschaft Sinal­trainal. Sei­ther hat es weit­ere acht Morde an
Gew­erkschaf­terIn­nen, die bei Coca-Cola beschäftigten sind gegeben.

Im Kon­text der mörderischen Gewalt senk­te Coca-Cola die Löhne auf ein
Drit­tel, die wenig­sten Beschäftigten besitzen noch feste Arbeitsverträge.
Dies wäre gegen starke kämpferische Gew­erkschaften nicht möglich gewesen.
Forderun­gen nach Aufk­lärung der Morde, nach öffentlich­er Verurteilung der
Paramil­itärs, nach Widere­in­stel­lung geflo­hen­er Arbei­t­erIn­nen und nach
Entschädi­gung der Opfer wer­den seit Jahren abgeschmettert. Stattdessen wurde
Sinal­trainal mit Ver­leum­dungskla­gen und Ter­ror­is­musvor­wür­fen überzogen.

Vor ein paar Jahren startete Sinal­trainal eine weltweite Boykottkampagne
gegen Coca-Cola. In den let­zten Monat­en legten in den USA, Kanada,
Großbri­tan­nien und Irland über 20 Uni­ver­sitäten auf­grund der Vor­würfe ihre
Verträge mit Coca-Cola auf Eis. In Ital­ien schloss sich der Gemein­der­at von
Turin, Stan­dort der von Coca-Cola gespon­serten Olymp­is­chen Win­ter­spiele, dem
Boykott an. Auch in Deutsch­land haben die Studieren­par­la­mente der Uni Köln
und der Uni­ver­sität der Kün­ste Berlin einen Boykott von Coca-Cola Getränken
in Mensen und Cafe­te­rien beschlossen. Die Gew­erkschaft Ver.di hat­te sich
bere­its 2003 dem Boykott angeschlossen.

Wir haben einen Vertreter der kolumbian­is­chen Gew­erkschaft Sinaltrainal
ein­ge­laden, um über den aktuellen Stand der inter­na­tionalen Kam­pagne und
über die Sit­u­a­tion in Kolumbi­en zu informieren. Gemein­sam mit dem
Gew­erkschafter wer­den wir über Möglichkeit­en disku­tieren, die Kam­pagne in
Deutsch­land weit­er zu stärken.

Organ­isiert von Killer­Coke Kam­pagne Pots­dam, unter­stützt vom AStA Uni Potsdam.

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