26. November 2002 · Quelle: AStA

Studierende gegen die NPD-Demo am Samstag

Der AStA der Uni­ver­sität Pots­dam ruft alle Studierende und Bürg­erIn­nen
Pots­dams auf, am Sam­stag ihrem Protest gegen die von der recht­sex­tremen
Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands geplante Demon­stra­tion “Gegen
US-Ter­ror — Kein Blut für Öl” laut­starken Aus­druck zu ver­lei­hen.

Schon am 14. Sep­tem­ber nah­men rund 70 Recht­sradikale an ein­er von der
Polizei her­metisch abgeriegel­ten Kundge­bung am Stad­trand Pots­dams teil.
Der
dama­lige Anmelder Mario Schulz, NPD-Kreisver­band­sleit­er in der Prig­nitz,
dro­hte mit ein­er Wieder­hol­ung der Demon­stra­tion in der Pots­damer
Innen­stadt.
Rund zwei Monate später scheint dieser Fall nun einzutreten.

Mit völ­ligem Unver­ständ­nis reagiert der AStA auf die ver­schieden­sten
Mit­teilun­gen in der Presse, die in dem Mot­to “Gegen US-Ter­ror — Kein Blut
für Öl” der Neon­azidemon­stra­tion weniger Ver­fänglich­es sehen als bei der
let­zten Demon­stra­tion wo es noch gegen die “Massenein­wan­derung rus­sis­ch­er
Juden” ging. Bei aller Kri­tik­würdigkeit der Poli­tik der Vere­inigten
Staat­en — recht­en Rat­ten­fängern sollte nie­mand ins Netz gehen.

Die NPD sieht genau wie viele ihrer ultra­recht­en Kam­er­aden die USA als
Sinnbild für das kap­i­tal­is­tis­che Weltju­den­tum. Israel ist der ange­bliche
Brück­enkopf im nahen Osten, die USA der Voll­streck­er und Beschützer, der
“von ein­er jüdis­chen Min­der­heit dominiert wird” (NPD-Home­page). Es ist
nicht
so offen­sichtlich wie im Sep­tem­ber, aber das Mot­to der Neon­azis ist
anti­semi­tisch motiviert.

Der AStA der Uni­ver­sität Pots­dam ver­anstal­tet am kom­menden Sam­stag von
9.00
bis 15.30 Uhr am Alten Markt eine Kundge­bung anlässlich der
Neon­azi-Demon­stra­tion. Unter dem Mot­to “Gegen Anti­amerikanis­mus und
Faschis­mus — Studierende gegen Rechts!” ist jede/r recht her­zlich
ein­ge­laden, alles zu unternehmen, was einen Auf­marsch der Braunen
ver­hin­dern
kann.

Wöchentlich wer­den in Pots­dam Studierende Opfer rechter Gewalt. Der AStA
und
die AG Antifaschis­mus im AStA wen­den sich mit aller Entsch­ieden­heit gegen Recht­sex­trem­is­mus und sol­i­darisiert sich mit den Opfern rechter Gewalt.
Zusam­men mit den ver­schieden­sten Ini­tia­tiv­en sind am Sam­stag die
ver­schieden­sten Protestver­anstal­tun­gen geplant.


AStA der Uni­ver­sität Pots­dam

Post­fach 60 15 53

14415 Pots­dam

(fon) 0331.977.1225

(fax) 0331.977.1795

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