23. November 2007 · Quelle: SJ - Die Falken Brandenburg

take the power back!

Jugend­kon­ferenz gegen Recht­sex­trem­is­mus

Am 15.12.2007 von 10–18 Uhr

im T‑Werk, Schiff­bauer­gasse 4e in Pots­dam


Pre­sent­ed by:

SJD-Die Falken, Lan­desver­band Bran­den­burg

Hein­rich-Böll-Stiftung Bran­den­burg

Rechte Jugendliche tra­gen meis­tens Bomber­jack­en, Glatze und
Springer­stiefel? Ganz so ein­fach ist die Welt nicht mehr. Nazis haben
sich verän­dert, sowohl im Auftritt als auch in ihren inhaltlichen
Schw­er­punk­ten. Auf der Jugend­kon­ferenz wollen wir uns mit der aktuellen
Entwick­lung des Recht­sex­trem­is­mus, seinen Grund­la­gen, recht­sex­tremen
Ein­stel­lun­gen und den Ursachen befassen. Darüber hin­aus wollen wir die
Gele­gen­heit nutzen, Gegen­strate­gien zu besprechen und bieten den in
Bran­den­burg ver­streuten aktiv­en Jugendlichen gegen Neon­azis Aus­tausch-
und Vorstel­lungsmöglichkeit­en.

PROGRAMM

10 Uhr: Eröff­nung der Kon­ferenz

11–13 Uhr


Podi­um: Recht­sex­trem­istis­che Ein­stel­lungsmuster und Organ­isierung
in Bran­den­burg

mit O. Deck­er (Autor der Studie „Vom Rand zur Mitte“), C. Kop­ke (Hg.: „Recht­sex­trem­is­mus in Bran­den­burg“) und T. Wei­dlich (Mobile Beratung)

14–16 Uhr

Arbeits­grup­pen: Recht­sex­trem­is­mus: Ursachen, Opfer, Gegen­strate­gien

AG1: Vom Rand zur Mitte

Im Work­shop geht es um die gesellschaftlichen und psy­chol­o­gis­chen
Ein­flussfak­toren, die zur Aus­bil­dung ein­er recht­sex­tremen und
anti­demokratis­chen Ein­stel­lung führen.

Mit: Oliv­er Deck­er

AG2: Was tun nach einem recht­en Angriff?

Dieser Work­shop beschäftigt sich damit, was ihr tun kön­nt, wenn ihr
selb­st von Recht­en ange­grif­f­en wor­den seid oder andere Per­so­n­en
unter­stützen wollt, die Opfer eines recht­en Angriffs gewor­den sind. Je
nach­dem was euch inter­essiert kann es dabei um all­ge­meine For­men der
Unter­stützung, rechtliche Hin­weise oder auch Öffentlichkeit­sar­beit

gehen. Mit: Johan­na Kretschmann, Opfer­per­spek­tive e.V.

AG3: Gegen­strate­gien im kom­mu­nalen Raum

Mit: Thomas Wei­dlich, Mobiles Beratung­steam

AG4: „Opa war kein Nazi!“

Der Nation­al­sozial­is­mus im Fam­i­liengedächt­nis und
Geschicht­sre­vi­sion­is­mus in Deutsch­land
In der Schule ler­nen wir, dass im Nation­al­sozial­is­mus 6 Mil­lio­nen
Jüdin­nen und Juden von den Deutschen ermordet wor­den sind. Dies kon­nte
nur geschehen, weil die aller­meis­ten Deutschen das
nation­al­sozial­is­tis­che Sys­tem unter­stützt haben und aktiv an sein­er
Umset­zung beteiligt waren. Trotz­dem glauben die wenig­sten Jugendlichen
in Deutsch­land, dass ihre Großel­tern Nazis waren. Vielmehr sehen viele
junge Men­schen ihre Großel­tern als Lei­d­tra­gende oder Alltagsheld_innen
des Zweit­en Weltkrieges. Das Gedenken an die eigentlichen Opfer des
Nation­al­sozial­is­mus rückt so in den Hin­ter­grund.
Aber wie kommt es dazu? Welche sozialpsy­chol­o­gis­chen Prozesse kön­nen die
Ursache dafür sein? Und welche Fol­gen hat dies für das Gedenken an den
Holo­caust in Deutsch­land? Bezug nehmend auf die Studie „Opa war kein
Nazi!“ von Har­rald Welz­er wollen wir uns mit diesen Fra­gen auseinan­der
set­zen.

Mit: Jungdemokrat_innen/Junge Linke

AG5: Frauen und recht­sex­treme Organ­isierung

Es wird immer offen­sichtlich­er, dass sich mehr Mäd­chen und Frauen in der
recht­sex­trem­istis­chen Szene engagieren. Warum ist das so? In welchen
Struk­turen bewe­gen sie sich, gibt es Unter­schiede zu den rein männlich
dominierten Grup­pen? Auch die Frage inwieweit sie sich gewalt­tätig an
den Aktio­nen der Nazis beteili­gen wird Gegen­stand dieser AG sein.

Mit: Frauke Pos­tel, Mobiles Beratung­steam

AG6: Die extreme Rechte im Land Bran­den­burg

Die AG bietet Reflex­io­nen darüber, wo Recht­sex­trem­is­mus anfängt, wie er
sich in Bran­den­burg äußert und Fak­ten über den Grad recht­sex­tremer
Organ­i­sa­tion und der Ver­bre­itung rechter Ideen in der Bevölkerung. Ein
Schw­er­punkt ist die Vorstel­lung rechter Strate­gien anhand jew­eils
aktueller Beispiele aus der Kam­er­ad­schaftsszene.

Mit: apabiz berlin

AG7: Ras­sis­tis­che Diskurse – Der Staat ist mit dabei

Ras­sis­mus entste­ht nicht ein­fach so. Gerne wird er auch von staatlichen
Akteuren mit­gestal­tet. Am Beispiel der Pogrome von Ros­tock-Licht­en­hagen,
die sich in diesem Jahr zum fün­fzehn­tem Mal jährten, wird dargestellt
wie Staat, ras­sis­tis­ch­er Straßen­mob und die schein­bar nor­male
Bevölkerung Hand in Hand arbeit­en, wenn es gegen Flüchtlinge und
Migran­tInnen geht.

Mit: Sozial­is­tis­che Jugend-Die Falken

16.30–18 h Vorstellen der AG-Ergeb­nisse, Region­al­foren, gemein­samer Abschluss


Anmel­dung & kosten­lose Essen­re­servierung:
hier.

Die Ver­anstal­tung find­et statt in Koop­er­a­tion mit:

Opfer­per­spek­tive

Jungdemokrat_innen/Junge Linke Bran­den­burg

Mobiles Beratung­steam

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