15. September 2005 · Quelle: Antifas

Thor Steinar fault, Thor Steinar kotzt

Das Bran­den­bur­gis­che Ver­fas­sungs­gericht erk­lärt am 13.
Sep­tem­ber 2005 das alte Logo der recht­en
Klam­ot­ten­marke “Thor-Steinar” für unbe­den­klich und
stellt damit 200 Ver­fahren gegen Anhänger der recht­en
Szene ein. Das Logo war am 17. Novem­ber 2004 von der
Neu­rup­pin­er Staat­san­waltschaft als ver­fas­sungswidrig
ein­ge­ord­net wor­den.

Dezent gehal­ten, aber den­noch all­seits bekan­nt: das
Thor-Steinar-Logo der bran­den­bur­gis­chen Fir­ma Medi­a­tex
aus Zeesen (bei Königs Wuster­hausen), die von dem
Neon­azi Axel Kopelke betrieben wird. Die Marke
avancierte seit 2003 in der Neon­azi-Szene schnell zur
Lieblingsklam­otte, weil die zwei miteinan­der
ver­schränk­ten alt­ger­man­is­chen Runen sich bere­its im
Abze­ichen der Reichs­führerschulen des Drit­ten Reichs
fan­den. Deswe­gen beschloss im Novem­ber die Neu­rup­pin­er
Staat­san­waltschaft, das Logo zu ver­bi­eten. Kurze Zeit
später beschlagnahmten auch Berlin­er Polizeibeamte
kon­se­quent die Marke, sobald ein Rechter es wagte, die
nach einem nordis­chen Kriegs­gott benan­nte Tyr-Rune
öffentlich zur Schau zu stellen.

Medi­a­tex änderte daraufhin kurz­er­hand das Logo in ein
Kreuz mit zwei Punk­ten drauf und wurde weit­er­hin von
der recht­en Szene getra­gen. Läden wie “Door­break­er”,
die in jedem größeren Einkauf­s­cen­ter anzutr­e­f­fen sind,
führten die Marke weit­er­hin, schließlich war ja nur
das Logo ver­boten und die Marke an sich schein­bar
völ­lig unbe­den­klich.

Thor Steinar war und ist ein Marke von Neon­azis für
Neon­azis. Wer sie trägt oder sie verkauft ist nicht
Main­stream und kann sich mit­tler­weile auch nicht mehr
rausre­den wenn es dafür (inhaltliche) Kri­tik hagelt.

Die Entschei­dung des Bran­den­bur­gis­chen
Ver­fas­sungs­gerichts, das Runen-Logo wieder zu
erlauben, lässt nicht nur “Thor Steinar” als Sieger
dieser Kon­fronta­tion mit dem Staat her­vorge­hen son­dern
die ganze Neon­aziszene, die mit ihren
iden­titätss­tif­ten­den Sym­bol­en einen pos­i­tiv­en Bezug
zum Nation­al­sozial­is­mus propagieren.

Wer sich im Kampf gegen Neon­azis auf deutsche Gerichte
und Staat­san­wälte oder die öffentliche Mei­n­ung
ver­lässt, ver­spielt autonome Hand­lung­sop­tio­nen und die
Möglichkeit nicht nur aufk­lärend son­dern auch
inter­ve­nierend einzu­greifen.

Thor Steinar abdrän­gen! NS-Ver­her­rlichung stop­pen!

Kam­pagne gegen Thor Steinar

Press­espiegel zu Thor Steinar

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