23. Januar 2007 · Quelle: Aktionsbündnis

Transgener Mais in Brandenburg

Das „Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft in Berlin
und Bran­den­burg“ warnt vor der Aus­bre­itung der Gen­tech­nik in der
Land­wirtschaft

Wie jedes Jahr zur Grü­nen Woche geniesst die ein­heimis­che Land- und
Ernährungswirtschaft zur Zeit ein erhöht­es Inter­esse in der
Öffentlichkeit. Dabei geht es immer wieder um die Frage, welche
Entwick­lun­gen im ländlichen Raum stat­tfind­en und stat­tfind­en sollen, um
diesen „zukun­fts­fähig“ zu gestal­ten.

In Bran­den­burg stellt sich dabei unweiger­lich auch die Frage, ob und
wie sich der Anbau gen­tech­nisch verän­dert­er (gv) Pflanzen in der
Land­wirtschaft weit­er entwick­eln wird. Im ver­gan­genen Jahr war
Bran­den­burg mit gut 400 Hek­tar kom­merziell ange­bautem so genan­nten
Bt-Mais trau­riger Spitzen­re­it­er des Anbaus von GVO in Deutsch­land. Auch
für die Anbau­sai­son 2007 gibt es bere­its wieder Anmel­dun­gen im
öffentlichen Stan­dortreg­is­ter. Bish­er sind für 2007 ins­ge­samt 395
Hek­tar an 11 Stan­dorten in Bran­den­burg zu verze­ich­nen. Neben dem
genan­nten Bt-Mais, der mith­il­fe eines Bak­te­rien-Gens gegen den Fraß des
Maiszünslers unempfind­lich gemacht wurde, sollen nun auch ver­such­sweise
eine Mais­sorte mit ein­er Resistenz gegen Unkrautver­nich­tungsmit­tel und
im Stärkestof­fwech­sel verän­derte trans­gene Kartof­feln auf die Felder
gebracht wer­den. Das Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie
Land­wirtschaft in Berlin und Bran­den­burg (aglbb) stellt sich ein­deutig
gegen diese Entwick­lung. Christof Pot­thof vom Gen-ethis­chen Net­zw­erk:
“Der Anbau von gen­tech­nisch verän­derten Organ­is­men ist nach wie vor mit
unkalkulier­baren Risiken für Men­sch und Umwelt ver­bun­den. So kann das
Bak­te­ri­en­tox­in auch noch Monate nach dem Bt-Mais-Anbau in den
Acker­bö­den nachgewiesen wer­den.” Wiebke Deeken von Natur­land fügt
hinzu: “Ein nach­barschaftlich­es Nebeneinan­der Gen­tech­nik ein­set­zen­der
und gen­tech­nikfreier Land­wirtschaft ist nicht möglich, da
Verun­reini­gun­gen auf Dauer nicht zu ver­hin­dern sind. Die Freiset­zung
gen­tech­nisch verän­dert­er Ack­erkul­turen ist somit eine Bedro­hung für die
gesamte gen­tech­nikfreie Land- und Lebens­mit­tel­wirtschaft.”

Anlässlich ein­er Podi­ums­diskus­sion auf der Inter­na­tionalen Grü­nen Woche
in Berlin am ver­gan­genen Fre­itag beze­ich­nete Bran­den­burgs
Land­wirtschaftsmin­is­ter Diet­mar Woid­ke den bish­eri­gen Gen­mais-Anbau in
Bran­den­burg als “Stör­fak­tor für die Entwick­lung Bran­den­burgs”. Dem
kön­nen wir uns nur anschließen.

Das Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft in Berlin
und Bran­den­burg ruft alle BesitzerIn­nen land­wirtschaftlich­er Flächen
und inter­essierten Bürg­erIn­nen auf, sich vor Ort gegen den geplanten
Gen-Anbau im Jahr 2007 zu engagieren und bietet Hil­festel­lung dabei an.
Desweit­eren lädt das Bünd­nis alle Inter­essierten zur Jahre­ta­gung am
3.2.07 von 10–17.30 Uhr im Haus der Natur in Pots­dam ein.(etwa 370
Wörter)

Nähere Infor­ma­tio­nen unter: www.gentechnikfreis-brandenburg.de

Das Aktions­bünd­nis für eine gen­tech­nikfreie Land­wirtschaft in Berlin
und Bran­den­burg set­zt sich für den Erhalt der gen­tech­nikfreien
Land­wirtschaft ein. Im Aktions­bünd­nis haben sich über 40 Organ­i­sa­tio­nen
und Unternehmen zusam­mengeschlossen. Es unter­stützt Bäuerin­nen und
Bauern bei der Grün­dung gen­tech­nikfreier Regio­nen.

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