20. Oktober 2008 · Quelle: Uhland24

U‑24: Solidarität ist unsere Waffe!

Liebe Unter­stützerIn­nen und Interessierte,
nach­dem wir zahlre­iche Vorträge gehal­ten und Infor­ma­tio­nen nach Außen
getra­gen haben, wollen wir auch Euch mit diesem Rund­brief erreichen
und somit einen kleinen Ein­blick in das Wohn- und Kulturprojekt
Uhland­strasse 24 geben. Wir sprechen von Sol­i­dar­ität als Waffe, weil
eine Ver­wirk­lichung der Pro­jek­t­sicherung nur durch die Gemeinschaft
möglich ist. Dieser Rund­brief ist somit nicht nur eine Information
über uns und den aktuellen Stand, son­dern soll euch die Möglichkeiten
zeigen wie Ihr uns dabei unter­stützen kön­nt dieses Objekt in
Kollek­tiveigen­tum zu überführen.
Der Grund­stein für unser Haus­pro­jekt wurde bere­its im Jahre 1994
gelegt. Damals bot die Stadt nach der Räu­mung zweier Häuser in der
Guten­bergstraße den dama­li­gen Beset­zerIn­nen die Uhland­strasse 24 als
Auswe­ich­pro­jekt an. Es wur­den Nutzungsverträge mit den Jugendlichen
geschlossen und in Anwe­sen­heit von Lan­drat­spräsi­dent Knoblich und der
Presse die Uhland­strasse 24 als Vorzeige­pro­jekt für die „Befriedung
des Haus­be­set­zer­prob­lems“ gefeiert. Lei­der blieb die versprochene
dauer­hafte Unter­stützung seit­ens der Stadt aus.
Ende der 90er Jahre wurde das Gebäude an eine Erbengemeinschaft
rück­über­tra­gen, mit der die Bewohner­In­nen der U‑24 seit­dem in einem
Rechtsstre­it ste­hen. Vor weni­gen Wochen kam es inner­halb dieses
Rechtsstre­ites zu ein­er Gerichtsver­hand­lung, auf der uns jegliches
ver­traglich gesichertes Recht zum Wohnen in unserem Haus abgesprochen
wurde. Sollte es nicht zu ein­er Eini­gung kom­men, rechnen
wir für die Zeit nach der fol­gen­den Urteilsverkün­dung am 27. Mai
damit, dass die Erben ver­suchen wer­den uns aus dem Haus räu­men zu
lassen. Die einzige Möglichkeit, die wir ger­ade sehen das Pro­jekt zu
ret­ten, ist der gemein­schaftliche Erwerb mit dem Mietshäusersyndikat,
um es so vom Immo­bilien­markt zu nehmen und dauer­haft zu sichern.
Dabei wird dem Hauser­werb die Grün­dung ein­er GmbH voraus­ge­hen, welche
als Anteil­seign­er das Syn­dikat und den Hausvere­in hat. 

Somit dient das
Syn­dikat durch seinen Stim­menan­teil als Garant für den
Gemein­schafts­be­sitz des Objek­tes. Für diese Haus-GmbH Grün­dung wird
ein Eigenan­teil von 12,500? aufzubrin­gen sein.
Als Kred­it­ge­ber haben wir uns für die GLS-Bank entsch­ieden, die Wert
auf sozialere und nach­haltigere For­men des Investierens legt. Wichtige
Ele­mente dabei sind die Leih- und Schenkge­mein­schaften sowie
Bürgschaften. Sie sollen es ermöglichen, die Last sowie das Risiko des
Kred­ites auf viele Schul­tern zu verteilen.
Und genau an dieser Stelle sind unsere Unter­stützerIn­nen gefragt:
Für jeden Kred­it ver­langt die Bank einen gewis­sen Eigenan­teil. Dieser
kann zwis­chen 20% und 30% betra­gen. Da wir für Hauskauf und Sanierung
etwa 300.000? — 350.000? benöti­gen, wird dieser irgend­wo zwischen
60.000? und 100.000? liegen.
Leih- und Schenkgemeinschaft
Einen Teil dieser Summe müssen wir über eine Art Fördermitgliedschaft,
das so genan­nte Leihen&Schenken auf­brin­gen. Dabei „schenkt“ ihr uns
einen Betrag über z.B. 500? oder 1000?, der durch monatliche Beträge
von 8? — 30? über 3 — 5 Jahre an die GLS Bank zurück­zahlt wird.

Dem Pro­jekt kommt die gesamte Summe gle­ich zu Beginn des Kred­ites als
Eigenan­teil zu Gute. So kön­nen beispiel­sweise 40 Men­schen die ein
För­der­mit­glied­schaft von 500? oder 1000? übernehmen, etwa 40.000? des
Eigenan­teils abdeck­en und so dazu Beitra­gen den Kred­it über­haupt erst
möglich zu machen.
Bürgschaften
Eine weit­ere Möglichkeit ist die Unter­stützung durch Bürgschaften. Die
typ­is­chen GLS-Bürgschaften belaufen sich auf 500 — bis 3000?, ohne
Selb­stauskun­ft und Sicher­heit­en. Aus der Über­nahme von Bürgschaften
fall­en kein­er­lei Kosten an. Somit ist es auch Per­so­n­en mit schmalem
Geld­beu­tel möglich durch eine Bürgschaft die Kosten für den Kred­it zu
ver­ringern. Soll­ten zum Beispiel 50 Men­schen für ver­schiedene Beträge
bür­gen, kön­nten so etwa 60.000? abgedeckt werden.
Darlehen
Ein drittes Instru­ment zu Sicherung des Pro­jek­tes ist das
Direk­t­dar­lehen. Dieses ist unab­hängig von der GLS-Bank und wird nur
zwis­chen Dar­lehens­ge­ber und U‑24 abgeschlossen. Hier­bei können
Geld­be­träge, zu Zinssätzen zwis­chen 0%-2%, über einen festlegbaren
Zeitraum geliehen wer­den. Dieser Betrag kann eben­falls zum Eigenanteil
beitragen.
Spenden
Dies ist die direk­teste und unkom­plizierteste Möglichkeit uns bei der
Finanzierung zu unter­stützen. Jegliche Beträge kön­nen hil­fre­ich sein.
Liebe Unter­stützerIn­nen und Inter­essentIn­nen, bitte helft uns dieses
noch beste­hende Pro­jekt in Potsdam/Babelsberg gemein­sam zu erhalten.
Diese finanzielle Her­aus­forderung ist für die Bewohn­er der U24 alleine
nicht zu bewälti­gen und kann nur als Gemein­schaft­spro­jekt über die U24
hin­aus gelin­gen. Sol­i­dar­ität ist eine Waffe!!
FU24 e.V.

Kon­takt

Fre­un­deskreis Uhland­straße 24 e.V. FU 24 e.V
Uhland­straße 24
14482 Potsdam 


Kontoverbindung

KTN 350 301 17 30
BLZ 160 500 00
MBS Potsdam
Tele­fon (0331) 2908424
eMail fu24ev@gmx.de
www.myspace.com/uhland24

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