20. Juli 2006 · Quelle: Tagesspiegel

Überfall auf Hochzeitsfeier: 12 Verdächtige

(Frank Jansen) Pots­dam — Nach dem Über­fall auf eine Hochzeits­ge­sellschaft im Pots­damer Schloss Mar­quardt hat die Polizei zwölf Tatverdächtige ermit­telt. Es han­dele sich um neun Män­ner und drei Frauen, sagte gestern eine Sprecherin des Polizeiprä­sid­i­ums Pots­dam. Die Tatverdächti­gen im Alter zwis­chen 20 und 35 Jahren kämen aus den Pots­damer Ort­steilen Mar­quardt und Fahrland. Die neun Män­ner seien der Polizei bere­its wegen früher­er Ermit­tlun­gen zu Kör­per­ver­let­zun­gen und Sachbeschädi­gun­gen bekan­nt gewe­sen. Es habe aber in keinem Fall eine Verurteilung gegeben, sagte die Sprecherin. 

In der Nacht zum 2. Juli hat­ten, wie berichtet, zunächst vier Män­ner das Berlin­er Braut­paar und etwa ein Dutzend Gäste vor dem Schloss attack­iert. Die Angreifer zettel­ten eine Schlägerei an, bei der sie unter­la­gen. Die vier Män­ner zogen ab und kamen kurz darauf mit etwa 15 Kumpa­nen zurück. Die Feiern­den flüchteten ins Schloss und ver­riegel­ten die Türen. Draußen tobte sich der Mob am Par­ty­mo­bil­iar aus. Als die Polizei kam, waren die Ran­dalier­er wieder weg. 

Die Polizei sieht bis­lang kein recht­sex­tremes Motiv. Deshalb werde auf Anord­nung der Staat­san­waltschaft nicht mehr wegen des Ver­dachts auf Land­friedens­bruch ermit­telt, son­dern nur wegen Kör­per­ver­let­zung und Sachbeschädi­gung, sagte die Sprecherin des Polizeiprä­sid­i­ums. Orts­bürg­er­meis­ter Diet­rich Men­z­er hat­te allerd­ings einen „recht­sradikalen Hin­ter­grund“ angedeutet. Der Bräutigam berichtete, seine Frau und Gäste hät­ten gehört, wie die ersten vier Angreifer „Deutsch­land, Deutsch­land über alles“ gesun­gen hätten.

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