19. Oktober 2016 · Quelle: antifaschistische recherchegruppe frankfurt (oder)

Übersicht der Teilnehmer*innen des rassistischen Aufmarsches vom 03.09.2016 in Frankfurt (Oder)

Mit ein wenig Ver­spä­tung möcht­en wir noch ein­mal kurz auf die jüng­ste ras­sis­tis­che Demon­stra­tion in Frank­furt (Oder) einge­hen. Zum zweit­en Mal in diesem Jahr ver­sam­melten sich am 3. Sep­tem­ber knapp 100 Neon­azis in der Oder­stadt. Der angekündigte Schul­ter­schluss deutsch­er Neon­azis und pol­nis­ch­er Ultranationalist*innen blieb wie zu erwarten aus. Dem Aufruf fol­gten wenige Frankfurter*innen, dafür Nazis und Wutbürger*innen aus Chem­nitz und Licht­e­nau, sowie aus dem Umfeld von Bärgi­da. Die Grup­pierung „Protest Licht­e­nau“ hat den recht­en Auf­marsch als Ent­täuschung gew­ertet: zu viele Linke, zu „bunt“ und zu wenige Teilnehmer*innen bei den Recht­en. Die Face­book-Gruppe „Frankfurt/Oder wehrt sich“ teilte diesen Beitrag auf der eige­nen Seite. Sie waren wohl auch mit ihrem Auf­marsch unzufrieden. Nichts­destotrotz ist eine weit­ere Radikalisierung der Frank­furter Neon­aziszene zu beobacht­en.
Ohne den Man­tel der Bürg­er­lichkeit treten sie jet­zt offen neon­azis­tisch auf. So war bei der Demon­stra­tion am 03.09. die Partei „Der III. Weg“ fed­er­führend. Eine aus­führlichere Zusam­men­fas­sung der Ereignisse am 03. Sep­tem­ber ist auf infori­ot erschienen.
Wir werten die geringe Anzahl lokaler Nazis unter den Teil­nehmenden als Erfolg antifaschis­tis­ch­er Inter­ven­tio­nen in Frank­furt (Oder). Regelmäßige und kon­se­quente Berichter­stat­tung, sowie die Kon­fronta­tion von Arbeitgeber*innen mit den neon­azis­tis­chen Aktiv­itäten ihrer Mitarbeiter*innen haben unter anderem dafür gesorgt, dass viele poten­zielle Teilnehmer*innen Angst vor per­sön­lichen Kon­se­quen­zen haben und den Auftritt bei ein­er öffentlichen Ver­samm­lung mei­den. Par­al­lel beobacht­en wir jedoch eine Radikalisierung vor allen Din­gen junger Neon­azis. Ras­sis­tisch und Neon­azis­tisch motivierte Über­griffe, ein­schüchtern­des Ver­hal­ten und All­t­agsras­sis­mus gehören zum trau­ri­gen All­t­ag all der­er, die nicht in das beschränk­te Welt­bild viel­er Frankfurter*innen passen.
Mit fol­gen­der Über­sicht wollen wir erneut einen Überblick über die Teilnehmer*innen des Auf­marsches geben. Infor­ma­tio­nen zu entsprechen­den Per­so­n­en kön­nen ver­traulich und ver­schlüs­selt an recherche_ffo@riseup.net gesendet wer­den.

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