24. November 2005 · Quelle: Anlaufstelle für Opfer rechtsextremer Gewalt Guben

Unbekannte Täter drangen in Wohnung ein.

Guben — Am Sam­stag, den 19.11.2005 um ca. 05:00 Uhr mor­gens drangen ca. 5 noch unbekan­nte Täter in die Woh­nung eines 20-jähri­gen Mannes ein. Die Täter klin­gel­ten zuerst mehrmals direkt oben an der Woh­nungstür wobei sie den Spi­on verdeckt hiel­ten in der Hoff­nung ihnen würde so die Tür geöffnet wer­den. Weil dies nicht der Fall war, began­nen die Täter die Tür einzutreten und das Opfer kon­nte sich bevor die Täter in der Woh­nung waren in sein Badez­im­mer flücht­en, schloss ab und wählte den Notruf. Dieser hielt die gefährliche Sit­u­a­tion für einen schlecht­en Scherz und belehrte das Opfer zuerst über eine Kos­ten­tra­gungspflicht bei Fehlein­sätzen und weit­ere rechtliche Kon­se­quen­zen statt einen Streifen­wa­gen zu alarmieren. Erst nach­dem das Opfer mehrmals die missliche Lage geschildert hat­te, sah sich die Notrufzen­trale bere­it, eine Streife zu informieren. Während­dessen waren die Täter schon in die Woh­nung einge­drun­gen und haben diese nach dem Opfer durch­sucht. Als diese vor der ver­schlosse­nen Badtür standen, bemerk­ten sie, dass das Opfer tele­foniert und ergrif­f­en die Flucht. Die alarmierte Polizei traf gegen 05:45 Uhr am Tatort ein. Sie ver­ständigte die Krim­i­nalpolizei, die im Anschluss die Spuren sicherte und die Ermit­tlun­gen auf­nahm. Die Täter ris­sen einen Aufk­le­ber mit antifaschis­tis­chen Inhalt an der Tür des Opfers ab, beschädigten die Woh­nung­sein­rich­tung nicht. Auch das Opfer das der Punkszene ange­hört, ist unver­let­zt mit einem Schreck­en davon gekom­men.

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