15. November 2003 · Quelle: MAZ

Verdacht des illegalen Aufenthaltes

Eine erneute Über­prü­fung des Bere­ich­es Kartof­fel­lager Blum­berg noch am 12.11. hat­te zur Fest­stel­lung und Fes­t­nahme ein­er weit­eren, sich ille­gal in
Deutsch­land aufhal­tenden Frau geführt. Ein Iden­titäts­fest­stel­lungsver­fahren bei allen fest­gestell­ten Per­so­n­en ergab fol­gen­des: Drei Män­ner im Alter von
35, 26 und 19 Jahren sowie vier Frauen im Alter von 47, 39, 33 und 24 Jahren mit ukrainis­ch­er Staatsbürgerschaft
wur­den über Polen ille­gal nach Deutsch­land geschleust. Gegen die sieben wur­den Ver­fahren wegen ille­galen Aufenthaltes/ ille­galer Einreise
ein­geleit­et. Gegen den 19-jähri­gen wird zusät­zlich ein Ver­fahren wegen
Wider­standes gegen Voll­streck­ungs­beamte geführt, da er sich der vorläufigen
Fes­t­nahme unter erhe­blich­er Gewal­tan­wen­dung wider­set­zt hat­te und letztlich
nur unter Anwen­dung von mas­sivem polizeilichen Zwang festgenom­men werden
kon­nte. Dabei wur­den u.a. ein Beamter leicht ver­let­zt sowie per­sön­liche und
dien­stliche Gegen­stände des Beamten (Brille, Uhr, Taschen­lampe und
Hand­fes­sel) gin­gen ver­loren bzw. wur­den beschädigt. Nach entsprechenden
Beschuldigten­vernehmungen in eigen­er Sache sowie Zeu­gen­vernehmungen im
Ver­fahren gegen den mut­maßlichen Schleuser wur­den die sieben Per­so­n­en am
gestri­gen Tage über den Gren­züber­gang Küstrin- Kietz wieder nach Polen
abgeschoben. Der 38- jährige Fahrer des Mer­cedes- Benz, in den die Illegalen
im Kartof­fel­lager in Blum­berg eingestiegen waren, erwies sich als ein
öster­re­ichis­ch­er Staats­bürg­er, der dauer­haft in Fürsten­walde wohn­haft ist.
Gegen ihn wurde durch das Amts­gericht Bernau auf Antrag der
Staat­san­waltschaft Haft­be­fehl wegen des drin­gen­den Tatver­dachts der
Schleusertätigkeit erlassen.

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