21. Mai 2008 · Quelle: Recherchegruppe FF/O

Verhandlung gegen Neonazis

Am 22. Mai 2008 wird gegen fünf ein­schlägig bekan­nte Neon­azis vor dem Amts­gericht Frank­furt (Oder) wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung ver­han­delt. Die Angeklagten Andreas Bres­sel (31), Mario Lenz (28), Jon­ny Schmidt (28), Mario Schreiber (25) und Tobias Wein­berg (25) hat­ten sich am 1. April 2006 an einem Angriff auf vier AntifaschistIn­nen beteiligt, bei dem zwei Per­so­n­en ver­let­zt wur­den.

In den Vor­mit­tagsstun­den des 1. April 2006 führte der Kreisver­band Oder­land der NPD an den Frank­furter Lenné-Pas­sagen einen Info­s­tand durch. Etwa 20 Mit­glieder waren hierzu aus der Umge­bung von Fürsten­walde angereist. Erhe­bliche Unter­stützung erhielt die NPD-Riege damals durch die Ultras des FFC Vik­to­ria. Ihnen fiel offen­bar die Auf­gabe zu, sich über mehrere Stun­den um den Schutz des Info­s­tandes zu küm­mern und unlieb­same Gäste abzuhal­ten. Posi­tion­iert an strate­gisch wichti­gen Punk­ten beließen sie es jedoch nicht dabei. Etwa ein Dutzend Neon­azis, unter ihnen die Angeklagten, grif­f­en am Oder­turm zwei Frauen und zwei Män­ner an. Die Neon­azis umstell­ten die AntifaschistIn­nen und attack­ierten die Män­ner mit Fußtrit­ten und Faustschlä­gen, die Frauen wur­den belei­digt und bespuckt. Als sich ein Antifaschist vor den Angrif­f­en in die Aldi-Fil­iale in den Lenné-Pas­sagen zu ret­ten suchte, wurde er von der Gruppe der Neon­azis ver­fol­gt, dort zu Boden gebracht und mit Reiz­gas besprüht. Die Polizei nahm später vier Neon­azis in Gewahrsam.

Die Ver­hand­lung find­et am 22. Mai 2008 um 9:00 Uhr im Saal 003 des Amts­gerichts Frankfurt/Oder statt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Am Don­ner­stag tagte erst­mals seit Beginn der Coro­na-Pan­demie wieder die Stadtverord­neten­ver­samm­lung. Dort erk­lärte der AfD-Land­tagsab­ge­ord­nete Wilko Möller im Namen der AfD Frank­furt (Oder), dass der 8. Mai für ihn kein Tag der Befreiung ist.
Wie sollte der Utopia e.V. — ein ehre­namtlich­er, von jun­gen Men­schen getra­gen­er, klein­er Vere­in — anlässlich der 75-jähri­gen Befreiung von der Vorherrschaft der Nationalsozialist*innen in Frank­furt (Oder) diese Pressemit­teilung begin­nen? Als erstes mit einem kurzen „Danke!
Frank­furt – Antifaschist*innen in Frankfurt/O. gehen von ein­er neuen neon­azis­tis­chen Grup­pierung aus. Recherchen zufolge tauchen seit Anfang 2019 “NR”-Schriftzüge und Sym­bo­l­iken wie Ham­mer und Schw­ert, die als Platzhal­ter für Hak­enkreuze dienen, auf.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot