10. November 2003 · Quelle: Rote Hilfe Rathenow

Verspätete Post an die Antifa in Rathenow

Das die deutsche Post manch­mal nicht die Schnell­ste ist, ist ja all­ge­mein bekan­nt. Doch der Fall eines Briefes in Rathenow macht jedoch schon stutzig.

Let­zte Woche ging ein an die „Antifaschis­tis­chen Grup­pen
im West­havel­land“ adressiert­er Brief im örtlichen AJZ ein, der im Mai (!) 2003 von ein­er Antifa­gruppe aus Berlin abgeschickt wor­den war. Laut dem Stem­pel des Post­amtes wurde dieser aber bere­its am 15.Mai 2003
bear­beit­et. Doch wo war der Brief nun in der Zwis­chen­zeit von immer­hin sechs Monat­en? In einem Wurm­loch? In ein­er Matrix? Oder bei Staatss­chut­zor­ga­nen der BRD?

Nun, ver­spätete Post oder über­haupt nicht zugestellte Post sind im Land Bran­den­burg lei­der keine Sel­tenheit, wenn der Absender oder der Adres­sat von den staatlichen Orga­nen im linken Spek­trum ein­ge­ord­net wird. Beispiele aus der Ver­gan­gen­heit sind dazu hin­re­ichend aus Rathenow,
Pots­dam und ander­swo bekan­nt. So ver­schwan­den z.B. im Jahr 2000 mehrfach von Pots­damer Linken an das AJZ in Rathenow geschick­te Briefe spur­los.

In einem anderen Fall aus Pots­dam kam wiederum der Inhalt mehrerer Briefe um Wochen ver­spätet und zu dem in Plas­tik­tüten ver­packt zum Empfänger.

Von einem geziel­ten Ein­griff der entsprechen­den staatlichen Kreise in das Post­ge­heim­nis ist deshalb auch im vor­liegen­den Fall auszuge­hen – Linksalter­na­tive Poli­tik soll durch solche Repres­salien be– oder ver­hin­dert wer­den.

Deshalb soll­ten wichtige Infor­ma­tio­nen möglichst auf sicheren, also per­sön­lichen Wege zugestellt oder zumin­d­est vorher durch per­sön­lich­es Gespräch abges­timmt wer­den.

Keine Chance dem Schön­bohm­schen Polizei – und Repres­sion­sap­pa­rat!

Rathenow der Rote Hil­fe e.V.

Hin­weis: Ein­griffe in den Postverkehr wer­den sicher­lich, außer in Rathenow und Pots­dam, auch in anderen Städten und Gemein­den Bran­den­burgs vorgenom­men. Falls ihr Opfer eines solchen Ein­griffs werdet, meldet es
bitte an die Rote Hil­fe im Land Bran­den­burg.

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