17. April 2007 · Quelle: Opferperspektive Brandenburg

Versuchter Brandanschlag auf Jugendclub

Pressemitteilung

Am Mittwoch, den 18. April 2007 wird das Urteil im Prozess gegen elf Recht­sex­trem­is­ten verkün­det, die am 4. Juni 2005 den alter­na­tiv­en Jugend­club »Pre­Ju« in Prem­nitz mit Molo­tov­cock­tails angreifen woll­ten. Die Ver­hand­lung begin­nt um 9.00 Uhr am Landgericht Potsdam.

Die Angeklagten müssen sich wegen des Vor­wurfs der „Verabre­dung zu einem Ver­brechen“ ver­ant­worten. Ein Zeuge hat­te am Abend des 4. Juni 2005 die Polizei ver­ständigt, weil sich min­destens 16 Rechte in der Nähe des als alter­na­tiv gel­tenden Jugend­clubs »Pre­Ju« ver­sam­melt hat­ten. Gemein­sam planten sie einen Bran­dan­schlag auf den in der recht­en Szene als „Zeck­en­club“ bekan­nten Jugendtr­e­ff. Angesichts der daraufhin ein­tr­e­f­fend­en Polizei hat­ten die Angeklagten jedoch von ihrem Vorhaben Abstand genom­men. Die Polizei stellte zwei Brand­sätze, Ben­zinkanis­ter und Base­ballschläger sich­er. Bei der anschließen­den Durch­suchung von 18 Woh­nun­gen wur­den außer­dem rech­tex­tremes Pro­pa­gan­da­ma­te­r­i­al, Ski­masken und Wollmützen mit Sehschlitzen sichergestellt. 

Die elf Angeklagten im Alter von 18 und 19 Jahren sind Mit­glieder der recht­sex­tremen Kam­er­ad­schaftsszene aus Prem­nitz und Umge­bung. Die Mehrzahl ist bere­its durch Kör­per­ver­let­zun­gen und recht­sex­treme Pro­pa­gan­dade­lik­te in Erschei­n­ung getreten. Ein­er der Angeklagten wurde erst Ende März 2007 vom Jugend­schöf­fen­gericht Rathenow wegen eines Über­falls auf Linke zu einein­halb Jahren ohne Bewährung verurteilt. Andere Angeklagte gehörten, wenige Monate nach dem geplanten Bran­dan­schlag, zu den Grün­dungsmit­gliedern der “Anti Antifa Rathenow” und der Gruppe “Nationale Sozial­is­ten Premnitz”.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Der Bun­desver­band der VVN-BdA hat die Entschei­dung des Bran­den­burg­er Lan­des­denkmalamts zur Ken­nt­nis genom­men, das nachge­baute Glock­en­spiel der ehe­ma­li­gen Pots­damer Gar­nisonkirche in die Denkmalliste aufzunehmen. Das Argu­ment, dieses Glock­en­spiel sei ein „eigen­ständi­ges Denkmal der jün­geren Zeit­geschichte“, kön­nen wir nur bed­ingt nachvollziehen.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot