4. November 2004 · Quelle: LR

Vetschauer Front gegen jegliche Gewalt

Über recht­sex­treme und andere Gewalt mit ihren Erschei­n­ungs­for­men und neuen
Ten­den­zen informierte das Mobile Beratung­steam Vetschauer Stadtverordnete
und Ortsbürgermeister. 

«Die Stadt beschäftigt sich schon sehr lange mit dieser Prob­lematik, hatte
auch eine Zeit sehr mit einem unan­genehmen Image zu kämpfen» , so Miriam
Schilling vom Beratung­steam in Cot­tbus. Sie freue sich sehr, dass sich die
Stadtverord­neten und auch Orts­bürg­er­meis­ter darüber informieren, was derzeit
in der Szene ablaufe und nicht abwarten. 

Wie Frank Schulz, seit rund fünf Jahren Koor­di­na­tor gegen Gewalt in
Vetschau, meinte, gebe es seit etwa sechs Jahren die besten Erfahrun­gen mit
dem Beratungsteam. 

Er erin­nere sich an die große Demo der Vetschauer auf dem Hos­pi­talplatz, die
gezeigt habe, dass es in Vetschau eine bre­ite Front gegen Gewalt,
Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit gebe. Man dürfe jedoch die
derzeit­i­gen Ten­den­zen nicht unter­schätzen, so Miri­am Schilling auch auf
jen­er Beratung. Erin­nert wurde in der Beratung an Burg, als es zwei
Vetschauer waren, die einen Drit­ten schw­er mis­shan­delt hatten. 

Es ist ger­ade so schön ruhig — davon dürfe sich nie­mand täuschen lassen.
Doch jedem Gewalt­bere­it­en müsse gezeigt wer­den, dass er mit heftigem
Gegen­wind zu rech­nen habe. «Und in Vetschau ist eine ganze Menge dagegen» ,
weiß Miri­am Schilling aus der langjähri­gen Zusam­me­nar­beit mit der
Spreewaldstadt. 

Hier haben sich Jugendliche selb­st in einem Pro­jekt mit Camino ausprobiert,
sich in ein­er Zukun­ftswerk­statt zusam­menge­tan und her­aus­ge­fun­den: Was kann
man machen, wie find­et man zum Anderen« Wie mache ich mich anderen
ver­ständlich» Filme wur­den gedreht, in denen sie ihr Leben in Vetschau auf
sehr ver­schiedene Weise darstell­ten. Die Inter­es­sen­ge­mein­schaft «Für Respekt
und gegen Gewalt» arbeit­ete weit­er und ini­ti­ierte in diesem Jahr ein
Sport­fest unter genau diesem Mot­to. Und es kamen viele. 

Und es müsse weit­erge­hen auf diesem Weg. Davon ist auch Frank Schulz
überzeugt. «Die Prob­leme in dieser Gesellschaft müssen immer und immer
wieder auf die Tage­sor­d­nung, weil es vor allem die Jugend ist, die damit
kon­fron­tiert ist und damit auch zurecht kom­men muss. Uns schwebt eine
Werte-Diskus­sion vor, die wir in Gang brin­gen wollen.» 

Fra­gen wie: Wo kön­nen Ansatzpunk­te gefun­den wer­den, um weit­er mit den
Jugendlichen im Gespräch zu bleiben? Sie standen auch im Raum bei der
jüng­sten Ver­anstal­tung mit dem Mobilen Beratung­steam aus Cot­tbus. Wer mehr
über dieses Team wis­sen möchte, erfährt es im Internet:
www.mobiles-beratungsteam.de.

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