30. Mai 2005 · Quelle: MOZ

Vietnamesische Familie aus Altlandsberg darf bleiben

Pots­dam (ddp) Die in Alt­lands­berg lebende viet­name­sis­che Fam­i­lie Nguyen darf in Deutsch­land bleiben. Innen­min­is­ter Jörg Schön­bohm (CDU) habe auf Ersuchen der neu gebilde­ten Härte­fal­lkom­mis­sion ange­ord­net, der vierköp­fi­gen Fam­i­lie eine Aufen­thalt­ser­laub­nis zu erteilen, sagte ein Sprech­er der Kom­mis­sion am Fre­itag auf Anfrage. Aussprechen müsse die Aufen­thalt­ser­laub­nis der Lan­drat von Märkisch-Oder­land, der an die Anord­nung des Min­is­ters gebun­den sei. Beim Land­kreis war bis Fre­itag­mit­tag noch kein entsprechen­des Schreiben eingegangen. 

Die Fam­i­lie hat damit allerd­ings noch kein dauer­haftes Bleiberecht. Das Zuwan­derungs­ge­setz sehe lediglich die Erteilung ein­er Aufen­thalt­ser­laub­nis vor, die immer befris­tet sei, erläuterte der Sprech­er. Über die Dauer der Erlaub­nis habe der Land­kreis zu entschei­den. Allerd­ings gebe es die Möglichkeit, dass die Aufen­thalt­ser­laub­nis durch “Titelver­fes­ti­gung” später in ein unbe­fris­tetes Bleiberecht umge­wan­delt wird. 

Die seit 1990 in Deutsch­land lebende und in Alt­lands­berg voll inte­gri­erte Fam­i­lie war seit Ablehnung ihres Asy­lantrags 1995 nur noch geduldet wor­den. Für Auf­se­hen hat­ten die Nguyens gesorgt, als der heute 37 Jahre alte Vater und der 12-jährige Sohn im Jahr 2000 für mehrere Monate ins Kirchenasyl gin­gen, um eine Tren­nung der Fam­i­lie zu ver­hin­dern. Die Ehe­frau war damals schwanger. 

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