23. Mai 2008 · Quelle: VVN-BdA Brandenburg

Vorlesungsreihe mit Erika Steinbach absagen!

Die Uni­ver­sität Pots­dam hat Eri­ka Stein­bach, die Vor­sitzende des “Bun­des der
Ver­triebe­nen” zu ein­er Vor­lesungsrei­he ein­ge­laden, die sich der Geschichte der
Deutschen in Ostmittel€pa wid­met. Dass diese Vor­lesungsrei­he kein
wis­senschaftlich­es, son­dern ein rein pro­pa­gan­dis­tis­ches Unternehmen wird, dafür
bürgt die die Per­son der Vor­tra­gen­den.

Eri­ka Stein­bach ist die Vor­sitzende eines nach dem Zweit­en Weltkrieg von
hochrangi­gen Nation­al­sozial­is­ten gegrün­de­ten Ver­ban­des. Dessen Mit­glieder erken­nen
zum großen Teil bis heute nicht die deutschen Ost­gren­zen an. Das Welt- und
Geschichts­bild des BdV wird an der Per­son sein­er Vor­sitzen­den deut­lich: Eri­ka
Stein­bachs Vater war als Offizier der nation­al­sozial­is­tis­chen Wehrma­cht. Ihre Eltern
zogen nach Polen, als der Vater dort sta­tion­iert wurde und mussten es logis­cher­weise
im Zuge der Befreiung von der deutschen Besatzung ver­lassen. Wenn dies den Polen
heute als men­schen­rechtswidriger Akt der Vertrei­bung vorge­wor­fen wird, dann wird
klar, dass der BdV unter dem Recht auf Heimat das Recht deutsch­er Her­ren­men­schen
auf Aus­beu­tung, Ver­sklavung und Aus­rot­tung ander­er Völk­er ver­ste­ht.

Mit dieser Vor­lesungsrei­he bezieht die Uni­ver­sität Pots­dam deut­lich Stel­lung gegen
ein gut­nach­bar­lich­es Ver­hält­nis zur Repub­lik Polen, dem unmit­tel­baren Nach­barn des
Lan­des Bran­den­burg. Sie posi­tion­iert sich gegen die im “Pots­damer Abkom­men” von den
Alli­ierten fest­gelegte antifaschis­tis­che Neuord­nung Europas. Diese bein­hal­tete
näm­lich die Aussied­lung der das nation­al­sozial­is­tis­che Regime unter­stützen­den
deutschen Min­der­heit­en aus den Län­dern Ost€pas. Sie unter­stützt die Etablierung
recht­sex­tremer und geschichtsver­fälschen­der Posi­tio­nen im akademis­chen Milieu.

Die “Vere­ini­gung der Ver­fol­gten des Naziregimes — Bund der AntifaschistIn­nen”
Lan­desver­band Bran­den­burg fordert aus diesen Grün­den die Uni­ver­sität­sleitung hier­mit
auf, diese Ver­anstal­tung abzusagen.

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