11. September 2005 · Quelle: MAZ

Wegen “Gegen Nazis”-Aufnäher zusammengeschlagen

Ein 17-Jähriger lief Mittwochabend zu Fuß die Bran­den­bur­gis­che Straße in Schöne­iche ent­lang. Am Ein­gang des kleinen Spree­wald­parks bemerk­te er eine Gruppe Jugendlich­er. Ein Jugendlich­er aus der Gruppe war dem 17-Jähri­gen bekan­nt. Denn am ver­gan­genen Fre­itag ent­fer­nte der Jugendliche einen Aufnäher (“Gegen Nazis”) vom Ruck­sack des 17-Jähri­gen. Daraufhin meldete der 17-Jährige den Vor­fall, und der Jugendliche wurde aus dem Einkauf­s­markt, wo die Bei­den bish­er zusam­men arbeit­eten, ent­lassen.

Mittwochabend lief der Ent­lassene über die Straße direkt auf den 17-Jähri­gen zu, pack­te ihn an der Schul­ter und zog ihn zu den anderen in den Park. Dann redete er auf den 17-Jähri­gen ein, dass er wegen ihm die Arbeitsstelle ver­loren habe. Die Jugendlichen ver­langten von dem 17-Jähri­gen, einen weit­eren Aufnäher vom Ruck­sack zu ent­fer­nen. Als er sich weigerte, bekam er plöt­zlich einen Faustschlag ins Gesicht und ging zu Boden. Unten liegend bekam er dann von einem weit­eren Jugendlichen mehrere Fußtritte mit dem beschuht­en Fuß. Dann sagten sie zu dem Geschädigten, wenn er den Aufnäher abtrenne, ließen sie von ihm ab. Dazu gaben sie ihm ein But­ter­fly­mess­er, er tren­nte den Aufnäher ab und die Jugendlichen ließen ihn gehen. Der 17-Jährige erlitt Prel­lun­gen an der Lippe und Bauchdecke. Die Polizei ermit­telt nun wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung.

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