18. Mai 2006 · Quelle: RBB online

Weiter Wirbel um Heyes Reisewarnung

Die War­nung des früheren Regierungssprech­ers Uwe-Karsten Heye an dunkel­häutige WM-Besuch­er vor bestimmten
Gegen­den in Ost­deutsch­land hat eine heftige Kon­tro­verse aus­gelöst. Bran­den­burg aktuell hörte sich in Rheins­berg und Cot­tbus um und sprach mit der Aus­län­der­beauf­tragten des Lan­des Bran­den­burg, Almuth Berger. 

Rheins­berg, ein Ort, der vor Wochen wegen Anschlä­gen auf vier aus­ländis­che Geschäfte in die Schlagzeilen kam. Rheins­berg, eine touris­tis­che Per­le mit fast ein­er hal­ben Mil­lion Über­nach­tun­gen im let­zten Jahr. Ist das eine Stadt, die Heye meint? 

Der Bürg­er­meis­ter Man­fred Richter ist über der­ar­tige pauschale Urteile entset­zt. Viele Leute wis­sen, dass es Prob­leme mit recht­sex­trem­istis­chen Jugendlichen gibt. Gle­ichzeit­ig, so betont man, wen­det sich die Mehrheit der Rheins­berg­er öffentlich gegen solche Radikale. Zudem wur­den in der touris­tisch attrak­tiv­en Stadt mehrere Ini­tia­tiv­en für Tol­er­anz und Aus­län­der­fre­undlichkeit gegrün­det. Auch an der Uni­ver­sität Cot­tbus wird disku­tiert. Das Prob­lem ist nicht neu, das ken­nt jed­er Ausländer. 

Tat­säch­lich sind frem­den­feindliche Straftat­en in Bran­den­burg rück­läu­fig. Waren es 2001 noch 319, ist ihre Zahl im ver­gan­genen Jahr auf 138 gesunken. Die Aus­län­der­beauf­tragte des Lan­des, Almuth Berg­er, erk­lärt das mit zunehmend härterem Durch­greifen der Polizei und mehr zivilge­sellschaftlichem Engagement. 

Der Vere­in Opfer­per­spek­tive doku­men­tiert auf sein­er Inter­net­seite seit Jahren recht­sex­treme Über­griffe. In diesem Jahr sind bere­its 40 Über­griffe aufge­lis­tet. Jed­er dritte davon auf Men­schen aus­ländis­ch­er Herkunft. 

Die Liste ist lang, in der Öffentlichkeit aber wer­den solche Über­griffe wenig beachtet. Der let­zte Ein­trag ist vom 5. Mai. “Tatort Pots­dam”: Ein 26-jähriger Stu­dent aus Tansa­nia wurde am Haupt­bahn­hof ras­sis­tisch beschimpft und angegriffen.

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