18. Oktober 2005 · Quelle: kutlubleibt.de

Wenn Kutlus fliegen müssen — dann gehen wir mit”

(Bür­li auf Indy­media) Die Aktion­s­Gruppe Kut­lu bleibt! kämpft gegen die geplane Abschiebung der kur­dis­chen Fam­i­lie Kut­lu in die Türkei. Da Fam­i­lie Kut­lu nahezu keine Fam­i­lie noch Fre­unde ich der Türkei hat (sie leben seit 9 Jahren in Bran­den­burg), wäre es sin­n­frei und men­sche­nun­würdig, sie nun in dieses Land abzuschieben, wo sie poli­tis­che Ver­fol­gung und Iso­la­tion erwartet.

Genau­so sin­n­frei, als wenn irgend einE ander­eR Bürg­erIn abgeschoben wer­den würde! Dage­gen zu demon­stri­eren, also Öffentlichkeit zu erzeu­gen, war das ziel ein­er kleinen Gruppe Men­schen in Neu­rup­pin.

Am 13.10 erwartete früh am Mor­gen eine kleine Gruppe Men­schen mit gepack­ten Kof­fern die Mitar­bei­t­erIn­nen der Aus­län­der­be­hörde in der Hein­rich-Rau-Str. 3 in Neu­rup­pin. Presse, Polizei und Passen­ten ließen auch nicht lange auf sich warten. Doch was war passiert?

Mit­ten in der Nacht sam­melten sich einige Jugendliche und errichteten ein sym­bol­is­ches Abschiebe­lager im tat­säch­lichen Abschiebe­lager­land Deutsch­land. Nach §25 Abs. 4 Aufen­thG ist die Abschiebung auszuset­zen, wenn human­itäre oder per­sön­liche Gründe vor­liegen, wenn zB. Familen und Fre­und­schaften auseinan­derg­ereist wer­den, wenn Folter und Qual im Heimat­land erwartet wer­den kön­nen oder wenn großes öffentlich­es Inter­esse beste­ht. Bei der Fam­i­lie Kut­lu trifft dies alles zu. So war das Mot­to: Wenn Kut­lus fliegen müssen, dann gehen wir mit. Die Kof­fer sind gepackt! Tick­ets für alle und zwar umson­st!

Wenn Kut­lus in die Türkei abgeschoben wer­den, haben sie nie­mand und nichts mehr — ihr Zuhause und ihre Fre­unde sind hier! Wenn sie gehen müssen, dann kom­m­men wir mit.

Die Bürg­erIn­nen Neu­rup­pins, des Land­kreis­es OPR wür­den die Fam­i­lie Kut­lu abschieben, wenn nichts unter­nom­men wer­den würde, wenn wir taten­los zuschauen, wie kein­er sich wirk­lich traut, etwas gegen das offen­sichtlich Unrecht zu tun. Wenn nie­mand auf­muckt, gehen die Dinge ihren Lauf — also müssen wir Zivil­courage zeigen und helfen — und wenns anders nicht geht, dann mit anderen Mit­teln kämpfen! Wie es so schön heißt, we are the city, we can shut it down!

Unter­schrifte­nak­tion und weit­ere Ver­anstal­tun­gen sowie Aktio­nen unter www.kutlubleibt.de

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