20. April 2005 · Quelle: Berliner Zeitung

Werbeaktion für Garnisonkirche

POTSDAM. Die Förderge­sellschaft für den Wieder­auf­bau der Pots­damer
Gar­nisonkirche will auf dem Evan­ge­lis­chen Kirchen­tag im Mai in Han­nover
bun­desweit für das Bau­vorhaben wer­ben. An einem Infor­ma­tion­s­stand sollen vom
25. bis 29. Mai auf dem Protes­tanten­tr­e­f­fen auch Sou­venirs ange­boten und
Spon­soren gewon­nen wer­den, teilte Andreas Kitschke vom Vor­stand der
Förderge­sellschaft am Dien­stag in Pots­dam mit. Der 65 Mil­lio­nen Euro teure
Nach­bau der Barock­kirche soll bis 2017 fer­tig gestellt wer­den, der
Grund­stein wurde in der ver­gan­genen Woche gelegt.

Nach dem Vor­stand habe auch die Mit­gliederver­samm­lung der Förderge­sellschaft
das kirch­liche Nutzungskonzept für die Gar­nisonkirche gebil­ligt, so
Kitschke. Damit ste­he der Nutzung als inter­na­tionales Ver­söh­nungszen­trum und
Stadtkirche ohne eigene Gemeinde nichts mehr im Weg.

Tags zuvor hat­te nach dem evan­ge­lis­chen Kirchenkreis Pots­dam auch die
Berlin-bran­den­bur­gis­che Kirchen­leitung das Nutzungskonzept für den geplanten
Nach­bau der Gar­nisonkirche befür­wortet. Das Konzept biete “angemessene und
weg­weisende” Inter­pre­ta­tio­nen, heißt es in dem Beschluss. Leit­spruch der
Kirche soll nach dem Willen der Leitung der Evan­ge­lis­chen Kirche
Berlin-Bran­den­burg-schle­sis­che Ober­lausitz der Vers “Er wird Frieden
gebi­eten den Völk­ern” aus dem Buch des Propheten Sachar­ja sein.

Die 1732 eingewei­hte Gar­nisonkirche war beim alli­ierten Luftan­griff auf
Pots­dam am 14. April 1945 schw­er beschädigt wor­den. Die weit­er­hin als Kirche
genutzte Ruine wurde auf Geheiß der DDR-Führung im Juni 1968 gesprengt.

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