18. September 2016 · Quelle: EAP - Emanzipatorische Antifa Potsdam

Werder: Da brat mir doch einer ’nen Storch – Kein Raum für Rassismus und AfD!

IMG_74116196.pngWir alle lesen oder hören vom ange­blich unbrems­baren Auf­stieg der AfD. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern holte die halb­faschis­tis­che Partei bere­its über 20% der Stim­men. Davon anges­tachelt, ver­sucht die ultra­n­tion­al­is­tis­che Partei in Bran­den­burg an diese Erfolge anzuknüpfen. Ein gewiss­es undurch­sichtiges Poten­zial aus soge­nan­nten Wut­bürg­ern, Rassist_innen gibt es in Bran­den­burg bekan­nter­maßen. Nicht umson­st war es das erste Bun­des­land mit der AfD im Lan­despar­la­ment. Hier kon­nte die AfD erste Erfahrun­gen sam­meln und erst­ma­lig ler­nen wie die par­la­men­tarische Arbeit zu Gun­sten von pop­ulis­tis­chen Gesten liegen gelassen wer­den kann. Trotz­dem fließt die Staatskohle und trotz­dem glauben Men­schen, diese Partei sei ein guter Kan­di­dat, um den alltäglichen Frust über die bun­des­deutsche Poli­tik zu äußern.
Wir waren sehr, sehr erfol­gre­ich in den let­zten Monat­en. Wir haben gemein­sam gegen Pogi­da ges­tanden, gehan­delt und gebrüllt. Früher kämpften wir gegen die NPD, die DVU und die diversen, den Fokus der Öffentlichkeit fürch­t­en­den, Mini-Neon­azi­grup­pierun­gen. Dabei benen­nt unser Antifaschis­mus nicht nur Neon­azis und ihre jew­eil­gen Arbeit­ge­ber (beispiel­sweise: Tony Schmidt bei SNT für o2), son­dern auch die Bere­iche, in denen dunkel­braun und kon­ser­v­a­tiv-bürg­er­lich ineinan­der überge­hen. Wir kön­nen in diesem kurzen Aktion­saufruf keine aus­giebige Analyse des Auf­stiegs der AfD liefern, nur soviel sei gesagt: Die bürg­er­lich-demokratis­chen Kräfte haben ihr Möglich­stes getan, um diesen Auf­stieg nicht zu ver­hin­dern. Das Parteipro­gramm der AfD und der NPD unter­schei­den sich inhaltlich nur um Nuan­cen, das der CSU ist in Migra­tions­fra­gen auf der­sel­ben Lin­ie; ein durch und durch ras­sis­tis­ch­er Sar­razin, der nach wie vor Mit­glied der SPD sein kann und bspw. Lokalzeitun­gen, die noch nicht ein­mal in der Lage sind, die Neon­azis von Pogi­da eben genau so zu benen­nen, son­dern ver­druckst von “Protesten der Islam­feinde” schreiben.
Der Kampf gegen die AfD darf nicht halt machen bei der AfD, einem ras­sis­tis­chen und ultra­na­tion­al­is­tis­chen Gauland oder bei ein­er von Storch, die ihre Knet­birne mit dem braunen Gehirn­schlamm ihrer blaublüti­gen UrU­rUr­großel­tern gefüllt hat. Die Erfolge der AfD sind Aus­druck eines grundle­gen­den gesellschaftlichen Prob­lems und deshalb muss die Antwort darauf auch gesamt­ge­sellschaftlich gegeben wer­den. Doch an diesem Punkt sind wir lei­der noch nicht.
Den ersten kleinen Schritt sind wir aber schon gemein­sam gegan­gen. Wir haben nicht nur Anti-Pogi­da-Proteste zusam­men durchge­zo­gen, son­dern auch der AfD schon mehrfach in die Suppe gespuckt. Mit diesen Protesten kön­nen wir ein­er bish­er rel­a­tiv igno­ran­ten bre­it­en Öffentlichkeit aufzwin­gen, sich dieses The­mas anzunehmen. Und zwar nicht nur in Pots­dam, son­dern auch im Umland. Wir haben keinen Bock auf die biedere Fas­sade der lokalen AfD-Fatzkes, hin­ter der sie ihre men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie ver­steck­en.
Unser Zorn, unser Ein­fall­sre­ich­tum und unser Aktion­is­mus stoppt nicht bei der AfD, aber irgend­wo muss men­sch ja anfa­gen. Also: auf ins Umland!
Kundge­bung 21. Sep­tem­ber 2016

  • ab 18 Uhr: Ufer­weg 2/3 „Gemein­sam gegen den Ras­sis­mus und den Chau­vin­is­mus der AfD – unsere Alter­na­tive heißt Sol­i­dar­ität“
  • ab 19 Uhr: “Bürg­er­stuben” Werder, Ufer­weg 10: AfD-Ras­sist_in­nen die Show stehlen!

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