31. Januar 2002 · Quelle: Umbruch Bildarchiv

Wertgutschein-Einkauf in Hennigsdorf

Eine Doku­men­ta­tion über den anti­ras­sis­tis­chen Einkauf in Hen­nigs­dorf im Dezmem­ber ver­gan­genen Jahres ist jet­zt beim Berlin­er Umbruch Bil­darchiv erschienen und auch online anzuse­hen:


Umbruch Bil­darchiv

Hier noch ein paar zusät­zliche Infos:

In Hen­nigs­dorf gibt es nicht viele Läden, in denen Flüchtlinge einkaufen dür­fen, und diese liegen weit ent­fer­nt voneinan­der. Der Grund für diese Einkaufs­be­gren­zung liegt in dem seit den 90er Jahren einge­führten Wertgutschein­sys­tem für Flüchtlinge.
Etwa 40 Men­schen beteiligten sich am 15. Dezem­ber 2001 bei Lidl in Hen­nigs­dorf an ein­er Protes­tak­tion gegen dieses Sys­tem. Aufgerufen hat­te die Asylin­i­ti­tia­tive und die Aktion­s­gruppe Hen­nigs­dorf, an der über­wiegend Flüchtlinge aus dem hiesi­gen Asyl­be­wer­ber­heim beteiligt sind.
Eine Sprecherin der Asylini­tia­tive wies darauf hin, daß die Durch­set­zung des Wertgutschein­sys­tems für die Bun­deslän­der nicht zwin­gend ist. In ganz Sach­sen-Anhalt und in Kom­munen in Nor­drhein-West­falen z.B. wird Bargeld an Flüchtlinge aus­gezahlt. Dieses kön­nte das Land Bran­den­burg the­o­retisch genau­so tun. “Es wäre ein wirkungsvoller Schritt gegen frem­den­feindliche Vorurteile und Ras­sis­mus, den wir auch an diesem Tag erlebt haben, weil damit diese diskri­m­inieren­den Einkauf­sproze­duren mit den Gutscheinen und Karten weg­fall­en wür­den. Es kön­nte von heute auf mor­gen Bargeld aus­gezahlt wer­den, wenn es poli­tisch gewollt würde.”

Der eben­falls in Hen­nigs­dorf gele­gene Aldi-Super­markt nimmt seit Anfang Jan­u­ar keine Wertgutscheine ent­ge­gen. Ob dies bere­its eine Reak­tion auf die Kri­tik ist, ist unbekan­nt.
Weit­ere Aktio­nen sollen fol­gen.

Im Rah­men der antifaschis­tis­chen Aktionswoche find­et am 2. Feb­ru­ar von 12–14 Uhr eine Chip­karte­nak­tion beim EXTRA-Markt in Berlin-Hohen­schön­hausen (Kon­rad-Wolf-Str.) statt. (Statt Wertgutscheinen erhal­ten in Berlin Flüchtlinge Chip­karten, mit denen sie bezahlen kön­nen) Ab 14 Uhr gibt es eine Demon­stra­tion zu den Haupt­prof­i­teuren des Chip­karten­sys­tems für Flüchtlinge in der BRD: Zur Fir­ma “Sodex­ho”) Beginn: 14.00 Uhr S-Bhf. Pren­zlauer Allee

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