24. Juli 2005 · Quelle: Soziales Zentrum Potsdam

Workcamp zum Aufbau einer internationalen Geschichtswerkstatt

Der Vere­in zur Förderung inno­v­a­tiv­er Wohn- und Lebens­for­men e.V. möchte in seinem Sozialen Zen­trum dieses Jahr seine erste Inter­na­tionale Begeg­nung (bzw. Work­camp mit the­ma­tis­chen Schw­er­punkt) durch­führen. Teil­nehmerIn­nen aus Polen, Frankre­ich, Rus­s­land und Deutsch­land sollen anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges gemein­sam eine Geschichtswerk­statt im Haus ein­richt­en und Recherchen vor Ort zu diesem The­ma durchführen. 

Titel:

„Inter­na­tionale Geschichtswerkstatt“

Zeitraum:

06.- 25.08.2005

Ort:

Soziales Zen­trum „Pfef­fer­kuchen­haus“ in Pots­dam- Babelsberg

Zielgruppe:

Jugendliche über 16 Jahre aus Deutsch­land, Polen, Frankreich

Ergebnis:

Auf­bau ein­er Geschichtswerk­statt, Beschäf­ti­gung mit der lokalen Geschichte anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges 

Was ist eine Geschichtswerkstatt?

Geschichtswerk­stät­ten wur­den in Deutsch­land und anderen Län­dern in den sechziger und siebziger Jahren entwick­elt. Sie basieren darauf, Men­schen lokale geschichtliche Ereignisse und Zusam­men­hänge sehr prak­tisch nahe zu brin­gen und sie zu motivieren, selb­st aktiv zu wer­den. Ein wichtiges Merk­mal von Geschichtswerk­stät­ten ist das Ziel, Schlussfol­gerun­gen aus der Geschichte zu ziehen und sich bewusst und aktiv in aktuelle poli­tis­che Debat­ten einzu­mis­chen. Men­schen sind mitver­ant­wortlich für die his­torische Sit­u­a­tion, in der sie leben. 

Sehr aktuell ist der 60. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges. Über­all in Europa wird über Ver­ant­wor­tun­gen, Ver­brechen, Schlussfol­gerun­gen und aktuelle Bew­er­tun­gen disku­tiert. Einige wichtige Kon­flik­te sind Teil €päis­ch­er Poli­tik und gle­ichzeit­ig lokal spür­bar. Wir denken, dass es sehr span­nend sein wird, an diesem The­ma gemein­sam mit rus­sis­chen, pol­nis­chen, franzö­sis­chen und deutschen Teil­nehmerIn­nen zu arbeiten. 

Was wollen wir mit dem Work­camp erreichen?

Wir wollen in unserem „Sozialen Zen­trum“ in Pots­dam Räume, Arbeitsstruk­turen und Mate­ri­alien für eine „Geschichtswerk­statt“ ins­ge­samt schaf­fen. Diese sollen inter­na­tion­al nutzbar sein! 

Wir wollen in den 18 Tagen des geplanten Pro­jek­tes mit Hil­fe des Pro­gramm­schw­er­punk­tes „60. Jahrestag des Endes des 2. Weltkrieges“ des Deutsch-Franzö­sis­chen Jugendw­erkes einen Anfang machen, ein wichtiges his­torisches Ereig­nis aufzuar­beit­en, zu recher­chieren und in die Geschichtswerk­statt zu integrieren.
Außer­dem ist es uns wichtig, uns in der Bran­den­burg­er Lan­deshaupt­stadt in die öffentliche Diskus­sion zum The­ma einzubrin­gen. Zu diesem Zweck sollen die Rechercheergeb­nisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 

The­ma­tisch wollen wir drei spezielle his­torische Fra­gen in den Vorder­grund stellen:
Die Erforschung der Sit­u­a­tion von Zwangsar­bei­t­erIn­nen, die in Pots­dam während des 2. Weltkrieges arbeit­en und leben mussten.
Wir wollen über Zeitzeu­gen­be­fra­gun­gen die Sicht der­jeni­gen erforschen, die das Kriegsende und die Pots­damer Kon­ferenz hier erlebt haben. Dabei ist uns vor allem wichtig, zu erfassen und zu doku­men­tieren, welchen Blick die Men­schen heute auf ihre eigene per­sön­liche Ver­ant­wor­tung zu dieser Zeit hatten.
Und natür­lich ist es sehr inter­es­sant nach Men­schen franzö­sis­ch­er und pol­nis­ch­er Herkun­ft zu forschen, die den Krieg und / oder die Pots­damer Kon­ferenz hier in der Stadt beziehungsweise der Region erlebt haben. 

Organ­isatorisches

Die Arbeit

Für die 18 Tage gemein­samen Arbeit­ens am Auf­bau der Geschichtswerk­statt ist es wichtig, an alle drei Ziele des Pro­jek­tes zu denken. Also wer­den wir gemein­sam bauen, um die Räume instand zu set­zen, die lokalen his­torischen Ereignisse im Bezug auf den Schw­er­punkt 2. Weltkrieg recher­chieren und die öffentliche Präsen­ta­tion vorbereiten.
Als Teil­nehmerIn benötigst Du keine speziellen Vorken­nt­nisse: Die Arbeit ist so gewählt, dass sie mit ein­fach­er Arbeit­sklei­dung sowie mit viel Engage­ment, Inter­esse, Lust und Laune zu schaf­fen ist. 

Die Gruppe und der Campalltag

Die Gruppe wird sich aus jew­eils 5 Teil­nehmerIn­nen aus Frankre­ich, Polen und Deutsch­land sowie 4 jun­gen Men­schen aus Rus­s­land und zwei Team­erIn­nen zusam­menset­zen. Die Team­erIn­nen ver­ste­hen sich als Teil der Gruppe, die dieser für bes­timmte Auf­gaben wie viele for­male Dinge, das Ingang­brin­gen eines selb­stor­gan­isierten Grup­pen­lebens etc. zur Seite zu stehen.
Selb­stor­gan­i­sa­tion wird bei uns großgeschrieben. Wir verzicht­en bewusst auf einen lück­en­los dur­chor­gan­isierten Cam­pall­t­ag und erwarten vielmehr von allen Teil­nehmerIn­nen die Bere­itschaft zur aktiv­en Mit­gestal­tung und Mitbes­tim­mung des Gruppenlebens.
Selb­stver­ständlich gehören zum Camp auch gemein­same Freizeitak­tiv­itäten, für welche in der Region Berlin/ Pots­dam beson­ders viele Möglichkeit­en bestehen. 

Kosten

Das Deutsch- Franzö­sis­che Jugendw­erk fördert dieses Work­camp. Dadurch wer­den wir einen großen Teil der Unkosten für Verpfle­gung, Unterkun­ft, Freizeit etc. abdeck­en kön­nen. So bleibt für die Teil­nehmerIn­nen ein Unkosten­beitrag von 100,- ?/ gegebe­nen­falls gestaffelt für sozial Schwächere für die drei Wochen. Fahrtkosten­zuschüsse kön­nen gewährleis­tet werden. 

Kon­takt

Vere­in zur Förderung inno­v­a­tiv­er Wohn- und Lebens­for­men e.V.

Post­fach 60 12 26 

14412 Potsdam

Germany

Tel.: 0049- (0)172- 3942147

Fax: 0049 – (0)331 – 70 48 284

Inter­net: www.foerderverein-inwole.de

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