21. Mai 2008 · Quelle: ak_antifa potsdam

YouTube-Video zeigt Rassismus

Mit dem kür­zlich bekan­nt gewor­de­nen youtube-Video, dass den Vor­fall am 1. Mai vor
einem Pots­damer Döner­im­biss zeigt, ist die völ­lig unüber­sichtliche Sit­u­a­tion an
diesem Tag auch für Nicht-Anwe­sende erfahrbar gewor­den. Die Angreifer laufen wild
durcheinan­der, mal ziehen sie sich zurück, dann kommt wiederum ein Teil von ihnen
aus dem Imbiss her­aus geströmt. Da wer­den Angreifer von Pas­san­ten oder anderen
Per­so­n­en aus dem Umfeld der Täter zurück­ge­hal­ten, Ver­let­zte laufen vor und zurück
und greifen doch immer wieder an, ras­sis­tis­che Parolen fall­en. In dieser Situation
ist eine starke Selb­stvertei­di­gung eine reine Selb­stver­ständlichkeit. Und so ist in
mehreren Szenen gut sicht­bar, dass sich die Imbiss­mi­tar­beit­er teil­weise mit Stühlen
und Stuhlbeinen bewaffnet haben und damit auf die Angreifer ein­schla­gen. Aufgrund
des bru­tal­en Über­falls und des Hin-und Hers von Seit­en der Angreifer, ist es nicht
weit­er ver­wun­der­lich dass die Betrof­fe­nen ver­suchen einen möglichst großen Abstand
zwis­chen den ca. 30 Angreifern und ihrem Imbiss zu schaffen.

Wir sprechen von einem ras­sis­tis­chen Über­griff, weil die Haut­farbe der Opfer
eskalierend auf die zumeist weißen Täter wirk­te. Dabei laufen die Verlautbarungen
der Pots­damer Polizei ins Leere, dass es sich bei den Tätern nicht um Neonazis
gehan­delt habe. Es braucht keine organ­isierten Neon­azis für einen rassistischen
Über­griff. Das Gefühl es wür­den zuviele Aus­län­der in Deutsch­land leben oder die
Auf­fas­sung, dass Aus­län­der nur nach Deutsch­land kämen um den Sozialstaat
auszunutzen, stoßen bei 39–43 Prozent der Deutschen laut ein­er Studie der
Friedrich-Ebert-Stiftung von 2006 auf Zustimmung.
Dazu sagt die Press­esprecherin des ak_antifa_potsdam Alis­sa: “Wer in dieses deutsche
Bild von der Bevölkerung nicht here­in­passt wird andern­tags schiel angekuckt, am
soge­nan­nten Män­nertag jedoch wird der Gedanke zur Tat und der Ras­sis­mus wird nicht
herun­tergeschluckt, son­dern auf gewalt­för­mige Art ausgelebt”

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