28. März 2003 · Quelle: MAZ

Zahl der Straftaten im Havelland ging 2002 zurück

HAVELLAND Mit “reich­lich Licht und etwas Schat­ten” lässt sich für das
Havel­land die Krim­i­nal­itätssta­tis­tik 2002 beschreiben. Die Zahl der
Straftat­en hat sich ver­ringert, von 14 088 im Jahr zuvor auf 13 416.
Der
Anteil der gelösten Fälle ging jedoch zurück, von 54,8 auf 51,5
Prozent.
Polizeiober­rätin Silke Sielaff gestern in Nauen: “Im Zuge der
Polizeire­form
haben sich auch Zuständigkeit­en verän­dert. Wir bear­beit­en heute Fälle,
die
früher in Berlin lan­de­ten. Aber wir arbeit­en uns ein und wer­den den
alten
Wert bald wieder erre­icht haben.”

 

Ein­brüche in Wohn­häuser und Betriebe, so genan­nte Angriffe auf
Kraft­fahrzeuge und Fahrrad­dieb­stäh­le sind im Havel­land die am
häu­fig­sten
verübten Delik­te, informierte die Schutzbere­ich­slei­t­erin. Im Vor­jahr
macht­en
diese zusam­mengenom­men über 55 Prozent aller Straftat­en aus, wobei sich
die
Zahl der Woh­nung­sein­brüche von 301 im Jahr 2001 auf 438 erhöht­en. Davon
am
stärk­sten betrof­fen sind die Bewohn­er der Regio­nen Falkensee,
Dall­gow-Döberitz, Schön­walde und Briese­lang.

 

Wie Krim­i­nal­haup­tkom­mis­sar Tho­ralf Palm hinzufügte, seien die Täter
sehr oft
zwis­chen 20 und 35 Jahre alt und kämen vor­rangig aus dem ehe­ma­li­gen
Jugoslaw­ien. Die Polizei habe aus diesem Grund nicht nur ihre Präsenz
vor
Ort erhöht, par­al­lel dazu werde auch die Präven­tion ver­stärkt. Die
polizeilichen Beratungsstellen wür­den in zunehmen­dem Maße kon­tak­tiert.

 

Hin­sichtlich poli­tisch motiviert­er Krim­i­nal­ität reg­istri­erten die
Beamten im
ver­gan­genen Jahr 115 Straftat­en, was gegenüber den Vor­jahren einen
deut­lichen Rück­gang bedeutet. Im Jahr 2000 wur­den noch 196 der­ar­tiger
Straftat­en angezeigt. “Den­noch”, so Oberkom­mis­sar Swen Schäfer, “ist
der
Raum Rathenow/Premnitz weit­er­hin der Schw­er­punkt für diese Delik­te.
Dabei
unter­schieden die Beamten zwis­chen “recht­en und linken Fällen” sowie
“Aus­län­derkrim­i­nal­ität” wie Aktio­nen islamis­ch­er Fun­da­men­tal­is­ten.
Let­zteres
spiele im Havel­land keine Rolle. Wohl aber kämen 112 der Straftat­en von
rechts und drei von links. Unter­schieden werde in “Schmier­ereien” sowie
in
“Rufen, Zeigen, Tra­gen, Kleben oder Abspie­len” nicht
ver­fas­sungskon­for­men
Gedankengutes. Am häu­fig­sten wur­den Schmier­ereien und recht­sradikale
Aus­rufe
fest­gestellt. Am stärk­sten davon betrof­fen waren Rathenow, Prem­nitz,
Falkensee, Briese­lang und Nauen.

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