28. November 2003 · Quelle: MAZ

Zeichen setzen

Die Döm­nitzs­tadt ist in den ver­gan­genen Wochen mehrfach in die
Neg­a­tiv-Schlagzeilen ger­at­en. Vier recht­sradikale Jugendliche hat­ten vor
drei Wochen einen Asia-Imbiss angesteckt, der aus­bran­nte. Bei einem
Dön­er-Wagen hat­ten sie es anschließend erfol­g­los ver­sucht. Wenige Tage
später gab es auf dem Mark­t­platz mehrere offen­bar rechts­gerichtete
Über­griffe auf Jugendliche.

Hier am Rathaus wird nun heute die Demon­stra­tion “Für Tol­er­anz und gegen
rechte Gewalt” begin­nen. Ein­wohn­er haben die Chance, das Bild ihrer Stadt
wieder in ein besseres Licht zu rück­en. Dazu kann jed­er beitra­gen. Je mehr
Men­schen auf die Straße gehen, je größer wird das Echo auch in den Medi­en
sein. Nur so kann es gelin­gen, den guten Ruf der Stadt wieder herzustellen.
Mit vie­len spon­ta­nen Aktio­nen haben Pritzwalk­er bere­its bewiesen, dass sie
recht­sex­tremen Wirrköpfen die Stirn bieten und deren Opfern helfen wollen.
Die Stadtver­wal­tung hat für den geschädigten Asia-Imbiss-Besitzer ein
Spendenkon­to ein­gerichtet. Ein Unternehmer stellte kosten­los einen
Ersatz-Imbis­s­wa­gen zur Ver­fü­gung. Heute kön­nte ein weit­eres Zeichen gegen
Recht­sradikalis­mus geset­zt wer­den — wenn genü­gend Pritzwalk­er auf die Straße
gehen.

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