13. August 2008 · Quelle: Antifaschistisches Bündnis Königs Wusterhausen

Zuspitzung rechter Gewalt in Königs Wusterhausen

Nach­dem in der let­zten Woche bere­its der örtliche Jugend­club ange­grif­f­en
wurde, kam es in Königs Wuster­hausen am Mon­tag erneut zu einem recht­en
Über­griff mit Beteili­gung eines NPD-Kan­di­dat­en. Drei Per­so­n­en, welche sich
aktiv gegen Rechts engagieren, wur­den in ihrem PKW von zwei stadt­bekan­nten
Nazis ange­grif­f­en. Hier­bei attack­ierten die bei­den Täter bei hel­lichtem
Tag den PKW der Betrof­fe­nen mit Schlagstöck­en, so dass ein enormer
Sach­schaden ent­stand und Ver­let­zun­gen nur durch eine schnelle Flucht
ver­mieden wur­den. Vorher wur­den sie von den bei­den Tätern ver­fol­gt und
dann an ein­er Kreuzung gestoppt.

Pikan­ter­weise tritt ein­er der bei­den
Täter für die NPD in Königs Wuster­hausen auch bei den Kom­mu­nal­wahlen an.
Jedoch sind Vor­fälle dieser Art keines­falls sel­ten, nur stellt dies­mal die
Dreistigkeit der Täter eine neue Stufe der Eskala­tion dar. Ein­deutiges
Ziel ist es die Drohkolisse gegenüber antifaschis­tis­chem Engage­ment weit­er
zu ver­schär­fen, ger­ade im Vor­feld der Kom­mu­nal­wahlen im Sep­tem­ber.

Auch
der Angriff auf den örtlichen Jugend­club in der ver­gan­genen Woche
entspringt der sel­ben Moti­va­tion. Hier­bei war­fen die Täter eine
Rauch­farb­bombe in das Gebäude, so dass enormer Sach­schaden ent­stand. Der
Stadtju­gen­dring stellt einen der let­zten Rück­zugsräume für Jugendliche
dar, welche sich gegen recht­es Gedankengut abgren­zen.

Die Press­esprecherin
des antifaschis­tis­chen Bünd­niss­es Maria Müller äußerte sich hierzu: “Die
Vor­fälle der ver­gan­genen Tag bestäti­gen uns weit­er darin, dass
antifaschis­tis­ches Engage­ment drin­gend notwendig ist. Ger­ade weil ein­er
der Täter auch für die NPD in Königs Wuster­hausen kan­di­diert ist es für
uns uner­lässlich den Zustän­den vor Ort den Kampf anzusagen.”

In der
näch­sten Zeit wer­den in Königs Wuster­hausen zahlre­iche Ver­anstal­tun­gen im
Rah­men der lan­desweit­en Kam­pagne “Keine Stimme den Nazis” stat­tfind­en.
Ziel ist es die Öffentlichkeit gegenüber rechtem Gedankengut zu
sen­si­bil­isieren und den Einzug der NPD in den Stad­trat zu ver­hin­den.

Antifaschis­tis­ches Bünd­nis Königs Wuster­hausen

Antifaschis­tis­che Aktionswochen „Keine Schweigen­den Prov­inzen“

Kon­takt

aktionswochen-kw@riseup.net

www.keineschweigendenprovinzen.tk

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