14. November 2008 · Quelle: Opferperspektive

Zweiter Prozess wegen brutalem rassistischen Angriff auf Restaurant

Am Don­ner­stag den 13. Novem­ber 2008 find­et vor dem Amts­gericht Per­leberg um 09.00 Uhr im Saal 4 ein Prozess gegen vier Mit­glieder der recht­en Szene statt, die das Restau­rant eines Tune­siers über­fall­en haben sollen. Die Staat­san­waltschaft wirft ihnen gemein­schaftliche Sachbeschädi­gung und Haus­friedens­bruch vor.

In einem ersten Ver­fahren hat­ten die Anegk­lagten keine umfänglichen Ein­las­sun­gen gemacht, wie sie dies angekündigt hat­ten. Der Prozess wurde daher neu angesetzt.

Laut Staat­san­waltschaft hat­ten sich die Män­ner im Alter von 25 bis 28 Jahren auf ein­er Geburt­stagspar­ty am 24. August 2007 mit recht­sex­tremer Musik aufgeputscht. Von der Feier zogen sie gemein­sam zum nahe gele­ge­nen Steakhaus »Buenos Aires II«. Der tune­sis­che Besitzer und ein Angestell­ter waren im Begriff, das Restau­rant abzuschließen, als sie ras­sis­tisch angepö­belt wur­den. Um eine Auseinan­der­set­zung zu ver­mei­den, ver­sucht­en sie sich in das Restau­rant zurückzuziehen.

In diesem Augen­blick stürmte eine größere Gruppe her­an. Die Angreifer war­fen mit Beton­plat­ten, zer­störten das Garten­mo­bil­iar und die Fen­ster­front. Als die Täter schließlich die Tür auframmten, blieb den bei­den Gas­tronomen nur die Flucht aus einen Hin­ter­aus­gang. Die Täter sucht­en das Restau­rant ab. Als sie die Män­ner nicht fan­den, zer­störten sie Teile der Innenein­rich­tung. Nach­dem sie das Lokal ver­lassen hat­ten, fehlte auch die Geld­börse des Inhabers.

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