8. März 2014 · Quelle: Women in Exile

Flüchtlingsfrauenorganisation ‘Women in Exile’ mit dem Clara-Zetkin-Frauenpreis geehrt

Women in Exile fordert Menschenrechte für asylsuchende Frauen ein und appelliert an DIE LINKE in Brandenburg sie dabei zu unterstützen

Die Flüchtlings­frauenselb­stor­gan­i­sa­tion ‘Women in Exile’ wurde gestern mit dem Clara-Zetkin-Frauen­preis der Partei DIE LINKE aus­geze­ich­net. Mit  dem Preis  wer­den her­aus­ra­gende Leis­tun­gen von Frauen in Gesellschaft und Poli­tik gewürdigt. “Wir freuen uns sehr darüber. Clara Zetkin wäre, würde sie heute leben, sich­er eine Ver­bün­dete von uns” kom­men­tiert Elis­a­beth Ngari, eine der Mit­be­grün­derin­nen von ‘Women in Exile’.

Die Flüchtlings­frauenor­gan­i­sa­tion ‘Women in Exile’ engagiert sich seit 2002 aus der Per­spek­tive von selb­st Betrof­fe­nen für die Inter­essen von  asyl­suchen­den Frauen und fordert ein men­schen­würdi­ges Leben und Schutz vor Gewalt für Flüchtlings­frauen ein. “Wir haben entsch­ieden, uns als Flüchtlings­frauen­gruppe zu organ­isieren, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass Flüchtlings­frauen dop­pelt Opfer von Diskri­m­inierung sind,” berichtet Ngari aus der Grün­dungszeit. “Sie wer­den als Asyl­be­wer­berin­nen durch ras­sis­tis­che Geset­ze aus­ge­gren­zt und als Frauen diskri­m­iniert.” Aus Sicht von ‘Women in Exile’ ist die Abschaf­fung von Sam­melun­terkün­ften für Asyl­suchende ein­er der ersten notwendi­gen Schritte um Asyl­suchen­den ein men­schen­würdi­ges Leben zu ermöglichen. Frauen soll­ten die Möglichkeit bekom­men in Woh­nun­gen zu leben, um sie vor Gewalt von außen und aus dem pri­vat­en Umfeld zu schützen. “Gewalt gegen Frauen kommt über­all in der Gesellschaft vor, aber in Sam­melun­terkün­ften haben Frauen keine Pri­vat­sphäre und kön­nen sicde­shalb fast nicht schützen” erläutert Ngari.

Deshalb appel­liert Ngari für ‘Women in Exile’ ins­beson­dere an die Linke  in Bran­den­burg: “In Bran­den­burg ist die Linke in der Lan­desregierung, sie kön­nte unsere Lebens­be­din­gun­gen verbessern. Seit Jahren tra­gen wir unsere Forderun­gen an die Bran­den­burg­er Lan­desregierung her­an. Doch geän­dert hat sich bish­er nichts. Im Gegen­teil, die Zahl der Sam­melun­terkün­fte hat sich in den sel­ben Jahren fast ver­dop­pelt und immer noch gel­ten Min­dest­stan­dards von sechs Quadrat­meter pro Per­son. Wir hof­fen immer noch, dass sich das bald ändert. Darüber wür­den wir uns noch mehr freuen, als über einen Preis.”

*Pressekon­takt: Elis­a­beth Ngari, 0176 329 205 86*

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