14. September 2014 · Quelle: Inforiot

Fürstenwalde: “British Corner ist kein normales Modegeschäft!”

Antifa-Demo nimmt Thor Steinar Laden in Fürstenwaldes Innenstadt in den Fokus

Infori­ot – Knapp 80 Antifas gin­gen am heuti­gen Sam­stag gegen den Thor Steinar Laden “British Cor­ner” in Fürsten­walde auf die Straße. The­ma­tisiert wur­den auch die lokalen NPD-Struk­turen, sowie die jüng­sten Über­griffe auf linke Jugendliche und Ein­schüchterun­gen gegen Geflüchtete.
Zum Protest aufgerufen hat­te die erst jüngst gegrün­dete Antifaschis­tis­che Aktion Fürsten­walde. Die Demon­stra­tion zog durch das Zen­trum der Stadt und die Forderung war klar: “Die Betreiber*Innen des British Cor­ner sollen ihren Laden schließen und sich aus der Stadt ver­pis­sen!”. Daneben wurde auf die jüng­sten Über­griffe durch Neon­azis aufmerk­sam gemacht. Zulet­zt am 5. Sep­tem­ber, als der Berlin­er NPD-Chef Sebas­t­ian Schmidtke und lokale Neon­azis am Rande ein­er Kundge­bung in Fürsten­walde Antifaschist*Innen angrif­f­en. Die Neon­azi­partei baut im Wahlkampf weit­er­hin auf die Anti-Asylthe­matik: so ste­hen auch die bei­den lokalen Flüchtlingslager seit Monat­en im Fokus lokaler NPD-Struk­turen. Neben dem Lan­deschef Klaus Beier kom­men auch Manuel Kokott und weit­ere NPD’ler aus der Region Storkow-Fürsten­walde und haben sowohl auf Lan­desebene, wie auch im Kreisver­band Oder­land wichtige Funk­tio­nen inne.
An der Demo beteiligten sich haupt­säch­lich Antifaschist*Innen aus Ost­bran­den­burg und Berlin. Bürger*Innen nah­men kaum teil, einige sol­i­darisierten sich am Rande. Neon­azis taucht­en nur vere­inzelt auf, so am Anfang der Fürsten­walder Kevin Alexan­der Pieper, der schon mehrfach durch Angriffe gegen Antifas in Eisen­hüt­ten­stadt und Frank­furt (Oder) auffiel.
NPD-Oder­land macht sich in Eisen­hüt­ten­stadt und Frank­furt (Oder) breit
Wenige Stun­den vor der Demo in Fürsten­walde führten lokalen NPD-Struk­turen, zusam­men mit dem NPD-Bun­desvor­sitzen­den Udo Pastörs, erneut Kundge­bun­gen in Eisen­hüt­ten­stadt vor ZAST und Abschiebe­haft, sowie in Frank­furt (Oder) in Nähe des Gren­züber­ganges durch. Beson­ders der Wahlkampfleite Sebas­t­ian Schmidtke hat sich im Zeichen des Land­tags-Wahlkampfes duch Prüge­lat­tack­en, unter anderem in Straus­berg , Fürsten­walde und erst gestern in Lübbe­nau , her­vor­ge­tan. Was für eine Pro­fil­ierung als gewalt­bere­it nach Innen funk­tion­iert, wird der märkischen NPD, die sowieso kaum Chan­cen auf den Einzug in den Land­tag hat, nicht weit­er helfen.
Ein aus­führlich­es Resumee rechter Wahlkämpfe und eine Auswer­tung der Ergeb­nisse rechter Parteien bei den morgi­gen Land­tagswahlen wird in den näch­sten Tagen folgen.

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