25. Mai 2016 · Quelle: Maulwurfsmanuskripte

Gedanken zu Ende Gelände 2016

Plöt­zlich Bewe­gung
Mittwochmit­tag, ein son­niger Maitag, Ankun­ft auf dem Kli­macamp in Proschim. Es ist nicht das erste, dass ich in dieser Gegend erlebe und die ersten (pos­i­tiv­en) Ein­drücke sind auch nicht viel anders als bei anderen linken Camps der let­zten Jahre. Hier ein Plenum, in das ich mich ein­klinke, kaum dass ich meine Sachen abgestellt habe; dort viele liebe, lang nicht gese­hene Fre­unde aus anderen Teilen Deutsch­lands, die ich später rund um die Esse­naus­gabe tre­ffe. Der Abend klingt aus mit ein­er kohlekri­tis­chen The­at­er­auf­führung der Berlin­er Com­pag­nie und einem Konz­ert vom Geigerzäh­ler. Es ist ein schön­er Tag, der so aber auch in anderen Jahren an anderen Orten stat­tfind­en kön­nte.
Am Don­ner­stag verän­dert sich etwas Entschei­den­des und ich, beschäftigt mit meinen Auf­gaben auf dem Camp, bemerke es lange nicht. Dann kommt der Don­ner­stagabend, die Arbeit ist getan, ich streife durch das zen­trale Are­al und kann die beina­he schon elek­trische Span­nung förm­lich knis­tern hören, die hier zwis­chen den Men­schen über­springt. Es ist nur die bloße Zahl der Anwe­senden, die sich über den Tag enorm gewach­sen ist, es ist eine andere Qual­ität, ein andere Form von Zusam­men­sein. In Erwartung des gemein­samen massen­haften Auf­bruchs am näch­sten Tag teilen prak­tisch Alle eine nervöse, aufgekratzte Anspan­nung miteinan­der, ganz egal ob man in der Dunkel­heit noch Strohsäcke stopft und Over­alls besprüht, die in weni­gen Stun­den in der Grube zum Ein­satz kom­men wer­den, oder ob man um Tis­che und auf der Wiese sich in Grup­pen ver­sam­melt. Dazu kommt das eher leise, manch­mal laute, fortwährende Gewirr und Gemurmel der vie­len Stim­men, die Vielfalt der Sprachen. Es sind viele Men­schen aus Großbri­tan­nien und Frankre­ich, Bel­gien und den Nieder­lan­den aber auch aus Spanien, Däne­mark, Schwe­den, Polen, der Tschechei und der Ukraine, aus der Türkei und selb­st Südafri­ka gekom­men. Am Rand eines kleinen, bedro­ht­en Dorfs in der Nieder­lausitz, dessen Exis­tenz den Aller­meis­ten vor kurzem noch völ­lig unbekan­nt gewe­sen sein dürfte, teilt uns alle die Erfahrung, von etwas ergrif­f­en zu sein, was uns unbe­d­ingt ange­ht, für das wir kämpfen wollen und das uns an diesem Abend über alle Sprach- und Erfahrungs­gren­zen hin­weg in ein­er fieber­haften Span­nung miteinan­der verbindet. Es ist, zeitlich beina­he per­fekt passend, genau diese Erfahrung, die auch in der Erzäh­lung vom Pfin­gst­wun­der auf­scheint: „Und als der Pfin­gst­tag gekom­men war, waren sie alle an einem Ort beieinan­der. Und es geschah plöt­zlich ein Brausen vom Him­mel wie von einem gewalti­gen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zun­gen, zerteilt wie von Feuer; und er set­zte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wur­den alle erfüllt von dem Heili­gen Geist und fin­gen an zu predi­gen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszus­prechen […] Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusam­men und wurde bestürzt; denn ein jed­er hörte sie in sein­er eige­nen Sprache reden. Sie entset­zten sich aber, ver­wun­derten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galiläa? Wie hören wir denn jed­er seine eigene Mut­ter­sprache? […] Sie entset­zten sich aber alle und wur­den rat­los und sprachen ein­er zu dem andern: Was will das wer­den?“ (Apg 2, 1–13)
Es ist diese Erfahrung von Gemein­samkeit und Kollek­tiv­ität, die wohl dem entspricht, was für die Arbeit­er­be­we­gung des 19. Jahrhun­derts die Fab­rik, der Streik, die Nach­barschaft war und was im neolib­eralen Sta­di­um des Kap­i­tal­is­mus mit der Atom­isierung der Men­schen immer mehr ver­schwindet. Das macht solche Erfahrun­gen umso wertvoller, zu gle­ich aber auch begren­zt. Denn wenn die Erfahrung kämpferisch­er Kollek­tiv­ität haupt­säch­lich bei solchen Anlässen und nicht mehr in der eige­nen All­t­agswirk­lichkeit gemacht wird, dro­ht linke Poli­tik entwed­er zum Bewe­gungs-hop­ping oder zur Frus­tra­tions­maschiene mit solchen Aktio­nen als bloßem Akku-aufladen zu wer­den.
Begren­zt ist die Bewe­gung auch noch in eine andere Rich­tung. Selb­st wohlwol­lend geschätzt sind 80% der Anwe­senden angereist, jung, weiß, gebildet und leben in ein­er Stadt. Das ist eine Gren­ze und ein Prob­lem das wir haben, sollte aber nicht in Selb­stver­dammung und Star­ren auf ein imag­iniertes rev­o­lu­tionäres Sub­jekt führen. Jede Bewe­gung ist nur ein Auss­chnitt der Gesamt­ge­sellschaft und organ­isiert daher bes­timmte soziale Grup­pen. Die klas­sis­che Arbeit­er­be­we­gung hat nie „die“ Arbeit­er organ­isiert, son­dern war im Kern immer eine Bewe­gung der qual­i­fizierten Arbeit­er­schaft, die die Kämpfe der Ungel­ern­ten, der Lan­dar­beit­er, der vagabundieren­den Arbeit­er, der Heimar­bei­t­erIn­nen u.v.a.m, falls sie sie über­haupt wahrgenom­men hat, nur punk­tuell in die eigene Bewe­gung inte­gri­eren kon­nte. Vielle­icht wäre manche Nieder­lage ver­mei­d­bar gewe­sen, wenn es ihr gelun­gen wäre – an ihrer Rolle als wichtigem Sub­jekt von Emanzi­pa­tion ändert das nichts. Bezo­gen auf Ende Gelände ist daher nicht nur die Frage inter­es­sant, wer nicht kommt, son­dern warum ger­ade die Grup­pen kom­men, die da sind. Was ist ihr gesellschaftlich­er Ort, welche Erfahrun­gen brin­gen sie mit, wie ist ihr Ver­hält­nis zu den Wider­sprüchen unser­er Zeit, welche Bedeu­tung haben sie in der gesellschaftlichen Pro­duk­tion des Reich­tums?
Auf­brüche
Das Über­raschend­ste am Fre­itag war dann die Abwe­sen­heit von Über­raschun­gen. Die Kohle­grube war von Vat­ten­fall still­gelegt und den Massen über­lassen wur­den, damit sie sich darin tot­laufen. Außer Sym­bol­bildern, die in ihrer beein­druck­enden Sci­ence-Fic­tion-Ästhetik von den Bildern des let­zten Jahres kaum zu unter­schei­den sind, war hier nichts zu holen. Der wirk­liche Kon­flikt wurde Sam­stag und Son­ntag an den Schienen und im Kraftwerk aus­ge­tra­gen.
Es ist Sam­stagvor­mit­tag. Auf einem abgemäht­en Feld hin­ter dem Camp sam­melt sich ein­er der Fin­ger, um sich auf den Weg Rich­tung Schiene zu machen. Die große Menge ste­ht auf dem weit­en Feld unter blauen Him­mel zusam­men, ein­heitlich in weiße Over­alls gek­lei­det, geschlossen, entschlossen. Man zieht in eine Schlacht und ist bere­it dafür, ist zur richti­gen Zeit am richti­gen Ort um den Kämpfen um Befreiung ein neues, gemein­sames Kapi­tel hinzuzufü­gen. Die Stim­mung ist entsprechend gut, wenn auch nicht frei von Anspan­nung, von entschlossen­er Aufgekratztheit. Auch wenn es weniger Leute sind als 2007, erin­nert mich die ganze Auf­bruch­stim­mung sehr an die G8 Proteste in Heili­gen­damm, manch ein­eR dürfte so alt sein wie ich damals.
Meine Gedanken gehen aber bald noch weit­er zurück, zu den kahlen Hügeln über Franken­hausen, wo sich im Mai 1525 Bauern, Handw­erk­erge­sellen und weit­ere Grup­pen zu ein­er anderen Schlacht sam­meln, die eine entschei­dende Wen­dung im Bauernkrieg markieren wird. Wie weit herge­holt das ist, wird mir schon im Moment klar, wo ich das denke. Die Kämpfe damals dreht­en sich um den Zugang zu Natur­res­sourcen wie Wälder und Wiesen, um Aus­beu­tungs­for­men wie die Leibeigen­schaft, um kom­mu­nale Selb­stver­wal­tung, nicht zulet­zt um religiöse Autonomie. Sie standen am Anfang des Kap­i­tal­is­mus, der sich anschick­te, tradierte Ver­hält­nisse umzuwälzen. Und ende­ten in einem unvorstell­baren Blut­bad, als die Her­ren in Minuten Tausende morde­ten und die Hügel blutrot färbten. Fünfhun­dert Jahre späte kämpfen andere Men­schen in anderen Ver­hält­nis­sen. Wir sind mit­tler­weile in einem späten Sta­di­um des Kap­i­tal­is­mus angekom­men, in einem Jahrhun­dert, in dem es entschei­dend darum gehen wird, ob die kap­i­tal­is­tisch organ­isierte Men­schheit die biol­o­gis­chen Grund­la­gen ihres Über­lebens schw­er schädi­gen oder gar ver­nicht­en wird. Hier wo wir kämpfen richt­en die Herrschen­den vor­erst keine Blut­bäder mehr an, auch wenn manche die hier auf­brechen in den näch­sten Stun­den Ver­let­zun­gen und Mis­shand­lun­gen erfahren wer­den. Und den­noch, weil sich die Geschichte weit­erge­dreht hat, nicht weil sie ste­henge­blieben ist, weil sich auf den Gräbern der geschla­ge­nen Auf­ständis­chen der Kap­i­tal­is­mus ent­fal­ten kon­nte, die Wider­sprüche kap­i­tal­is­tis­ch­er Herrschaft sich anders stellen als vor fünfhun­dert Jahren, und weil trotz­dem und deswe­gen wieder Men­schen voll Zuver­sicht auf­brechen, für etwas was bei aller Vagheit und Het­ero­gen­ität Befreiung heißen kann und muss zu kämpfen, deshalb lässt sich das tief ergreifende Gefühl, dass hier etwas ein­gelöst wird, was vor Franken­hausen geschla­gen wurde, trotz allem Ratio­nal­isieren nicht abwehren. „Die Ver­gan­gen­heit führt einen heim­lichen Index mit, durch den sie auf die Erlö­sung ver­wiesen wird. Streift denn nicht uns sel­ber ein Hauch der Luft, die um die Früheren gewe­sen ist? ist nicht in Stim­men, denen wir unser Ohr schenken, ein Echo von nun ver­s­tummten? haben die Frauen, die wir umwer­ben, nicht Schwest­ern, die sie nicht mehr gekan­nt haben? Ist dem so, dann beste­ht eine geheime Verabre­dung zwis­chen den gewe­se­nen Geschlechtern und unserem. Dann sind wir auf der Erde erwartet wor­den.“ (Wal­ter Ben­jamin, 2. Geschicht­sphilosophis­che These)
Ich denke auch an das Ver­hält­nis von Bewe­gung und Anführern, dass damals ein gefährlich­es war und es heute noch ist. Und das ger­ade ‚weil heute die Anführer*innen schw­er auszu­machen sind, weil es so viel Raum für Spon­tan­ität und Mitbes­tim­mung gibt, dass schnell überse­hen wer­den kann, dass das alles in einem Rah­men stat­tfind­et, den wenige bes­timmt haben. Weil es eine Hand­lungsan­weisung gibt, die „Aktion­skon­sens“ heißt, obwohl ihn eine Min­der­heit aus­disku­tiert hat und ihn viele eher vom Hören­sagen ken­nen. Beze­ich­nend die Frage in der Ver­samm­lung Fre­itagabend, ob denn Schot­tern Teil des Aktion­skon­sens sei. Es gibt zwis­chen den Anwe­senden nicht­mal den Ansatz ein­er Diskus­sion über den poli­tis­chen Sinn und Unsinn der Aktions­form, son­dern von der Bühne die lap­i­dare Mit­teilung: „Wir“ (?) haben schw­eren Herzens entsch­ieden – nein. Wir (ein anderes wir) witzeln: Hof­fentlich kommt die Jus­tiz nicht auf die Idee, die Strafver­fahren gegen unsere Bewe­gung Strafkon­sens zu nen­nen. Denn son­st wür­den unsere Leute kooperieren – schließlich haben sie ja eingewil­ligt.
Der trock­ene Spott und Frust der Nacht zuvor ist schnell vergessen, als am näch­sten Tag der Zug über das Feld zieht und aus meinem Blick­feld ver­schwindet. Soviel eigen­er Mut, eigene Entschlossen­heit, eigene Kreativ­ität und eigene Begeis­terung liegt in der Luft, dass men­sch die Frage, ob die sich befreien­den Men­schen hier wirk­lich das Maß aller Dinge sind, schnell mit einem Ja beant­worten möchte. Vielle­icht zu schnell.
Licht und Schat­ten
Es ist Sam­stagabend und es sieht nicht gut aus. Eine Per­son sitzt für wenig­stens einen Monat in U-Haft und falls Staat­san­waltschaft und Gericht ihre Lin­ie durch­hal­ten, kön­nten es erhe­blich mehr wer­den. Darunter auch enge Fre­unde von mir, die mor­gen ihren Haft­prü­fung­ster­min haben sollen. Meine Ner­ven liegen blank. Wir sitzen etwas abseits auf der Wiese und ver­suchen zusät­zliche Anwälte zu erre­ichen, was an einem Sam­stagabend schwierig ist. Unsere Anspan­nung ist groß. Hin­ter uns im Zirkuszelt strö­men die von den Gleis­block­aden zurück­gekehrten Men­schen zusam­men. Die Stim­mung dort ist aus­ge­lassen. Abgeschnit­ten vom Braunkohle­nach­schub musste das Kraftwerk Schwarze Pumpe bis kurz vor die Abschal­tung gedrosselt wer­den, Protestierende haben das Kraftwerks­gelände geen­tert und noch ist unsere Aktion nicht vor­bei. Wir sind eine Macht und kon­nten der tagtäglichen Ver­nich­tung unser­er Lebens­grund­la­gen zumin­d­est eine Irri­ta­tion bere­it­en, die zu den größten Erfol­gen der zeit­genös­sis­chen europäis­chen Umwelt­be­we­gung zählt. Jubel dringt immer wieder an unser Ohr. So ange­bracht er ist, so sehr ste­ht er im Kon­trast zu unseren Sor­gen und der beschisse­nen Sit­u­a­tion der Leute, die die Nacht auf den Cot­tbuser Polizeire­vieren ver­brin­gen müssen. Über den Feldern der Lausitz zeigt sich ein prächtiger Son­nenun­ter­gang, eine Fle­d­er­maus kreist über unseren Köpfen, ein Maikäfer fliegt durchs Bild. Es ist diese Gle­ichzeit­igkeit, die sich schw­er aushal­ten lässt.
Manche sind nach diesen Tagen emo­tion­al schw­er angeschla­gen von dem, was sie in der Kon­fronta­tion mit der Herrschaft erfahren mussten. Es bleibt zu hof­fen, dass die Men­schen um sie herum für sie sor­gen wer­den. Andere steck­en die Zumu­tun­gen mit ein­er Gewandtheit weg, die mich tief beein­druckt und mit freudi­ger Über­raschung zurück­lässt. Aus ihnen spricht die Kraft und Würde, die das gemein­same Auf- und Wider­ste­hen den Men­schen ver­lei­ht. Die Erin­nerung an zwei Frauen hat sich mir nach­drück­lich einge­bran­nt. Die eine ließ sich berat­en, welche Gefahren ein Strafver­fahren für ihr Visum für Deutsch­land bedeuten würde. Schließlich lachte sie und meinte nur „Na, dann muss mich eben ein­er von meinen deutschen Fre­un­den heirat­en.“. Und meinte das genau so. Die zweite ruft am Son­ntag an. Sie liegt im Kranken­haus, ihr Arm ist ver­let­zt, ihre Leute sollen sie abholen. Nein, Sor­gen brauchen sie sich nicht zu machen. Ihre Stimme ist ruhig, gefasst und entspan­nt, fast schon etwas schläfrig. Ihr ist vielle­icht Furcht­bares passiert, aber wer sie jet­zt hört weiß: Es ist über­standen. Keine Macht der Welt kann ihr dieses es-über­standen-haben jet­zt mehr nehmen. Auch nicht die Lausitzer Rund­schau, auf deren näch­ster Num­mer eine Über­schrift von gewalt­täti­gen Braunkohlegeg­n­ern prangen wird, ohne das ihr ein einziger Ver­let­zter in den Rei­hen unser­er Geg­n­er bekan­nt ist.
Was bleibt?
Der Son­ntagabend endet in ver­bre­it­eter Euphorie und Aus­ge­lassen­heit. Meine nun doch in die Frei­heit ent­lasse­nen Fre­unde wiederzutr­e­f­fen, während hin­ter uns im all­ge­meinen Freuden­taumel getrom­melt und getanzt wird, erin­nert mich sehr an das Ende der „Rück­kehr der Jedi-Rit­ter“, obwohl das Imperi­um nicht geschla­gen ist und auch seine Macht, einen ganzen Plan­eten zu ver­nicht­en, nicht einge­büßt hat. Eine sehr viel kleinere Gruppe Ein­heimis­ch­er und Angereis­ter feiert Pfin­gst­mon­tag bei ein­er Andacht in Proschim weit­er. Hier kommt noch ein­mal zur Sprache, was mir die let­zten Tage immer wieder auffiel: Die gemein­same Kraft, das zusam­men Ergrif­f­en­sein im Kampf für etwas, was hier sehr schön als ein „Leben Aller Men­schen in Fülle und Würde“ umschrieben wird. Eine Min­der­heit ver­ste­ht es als Teil und Aus­druck ihres christlichen Glaubens, die Gemein­samkeit unser­er Erfahrung reicht aber weit über diese Gruppe hin­aus.
Wer sich in diesem Teil der Lausitz aufmerk­sam umsieht, wird auf den Feldern die für den Braunkohle­tage­bau benötigten Entwässerungs­brun­nen ent­deck­en. Wirft man einen Stein in die rot-weißen Röhren hinein, braucht er drei, vier, fünf oder noch mehr Sekun­den, bis er tief, tief unter den eige­nen Füßen platschend ins Wass­er fällt. Ein solch­es unter der Ober­fläche ver­bor­genes Poten­tial ist dieses Pfin­g­sten in unser­er gemein­samen Erfahrung aufgeleuchtet. Wir sind weit davon ent­fer­nt, die Ver­hält­nisse zu rev­o­lu­tion­ieren und viele Fra­gen, wie die nach dem Ver­hält­nis zu Kap­i­tal und Staat, sind für die Bewe­gung offen geblieben. Und den­noch, in unserem gemein­samen Schritt scheint die Ahnung auf, dass nichts bleibt wie es ist, dass sich alles ändern kann, muss und wird.
Keine Atem­pause – Geschichte wird gemacht – es geht voran!
Schreibt den Gefan­genen!

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