Am 28.07.1993 war­fen sie ihn zwis­chen Straus­berg und Peter­sha­gen aus der fahren­den S‑Bahn.

René B. war schon vorher für sein gewalt­tätiges Ver­hal­ten bekan­nt; im Umfeld des S‑Bahnhofs Vorstadt attack­ierte er gemein­sam mit anderen Neon­azis regelmäßig Men­schen, die nicht in ihr Welt­bild passten.

Die Angriffe von Ros­tock-Licht­en­hagen ein Jahr zuvor hat­ten gezeigt, dass Neon­azis zusam­men mit oder unter dem Applaus der Bevölkerung Gewalt gegen Men­schen ausüben kön­nen – ungestört von Polizei, als eine Kon­se­quenz des gesellschaftlichen Kli­mas. Und genau als das sehen sich Neon­azis oft: als diejeni­gen, die den Wun­sch ein­er schweigen­den Mehrheit kon­se­quent umsetzen.

Wenn Neon­azis mor­den, trifft es die Opfer, deren Fam­i­lie und Fre­unde. Es trifft die, die nicht in das Men­schen­bild von Neon­azis passen. Ein Welt­bild, das Men­schen­leben in wert und unwert ein­teilt. Wenn Neon­azis mor­den, sind auch die gemeint, die gegen ihre men­schen­ver­ach­t­en­den Worte und Tat­en aufstehen.

Wir kan­nten Hans Georg nicht. Aber wir wollen an ihn erin­nern und wir wollen für eine Gesellschaft kämpfen, in der sein Weg ein ander­er gewe­sen wäre; in der er vielle­icht noch am Leben wäre.

Deshalb kommt am 28.07.2013 zur Kundge­bung um 14 Uhr am Bahn­hof Straus­berg (Vorstadt).

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