25. September 2012 · Quelle: gegenrede.info

Mahnwache in Schwedt

Nach dem Diebstahl der Stolpersteine

Schwedt (ipr) Ver­gan­genen Fre­itag fand in Schwedt als Reak­tion auf die her­aus­geris­se­nen und entwen­de­ten Stolper­steine eine Mah­nwache statt. Ein Dutzend Schwedter ver­sam­melten sich am Tatort, stell­ten dort Lichter auf und legten Blu­men nieder.

In der Nacht zum Don­ner­stag der ver­gan­genen Woche hat­ten bis­lang Unbekan­nte am Boll­w­erk, zwis­chen den Uck­er­märkischen Büh­nen Schwedt und Haus “Polderblick” vier Gedenksteine mit Mess­ing­plat­te aus dem gepflasterten Gehweg her­aus­geris­sen und drei davon entwen­det. Die Steine erin­nerten an eine jüdis­che Fam­i­lie, deren Ange­hörige Anfang der 1940er Jahre wor­den waren.

Die Steine waren mit Beton­schlämme im Gehweg einge­fasst gewe­sen. Krim­inal­tech­niker der Inspek­tion Uck­er­mark kamen zum Ein­satz und sicherten Spuren am Tatort. Die weit­eren Ermit­tlun­gen hat der Staatss­chutz der Direk­tion Ost über­nom­men.

Die Schän­dung des Gedenko­rtes fand im Vor­feld ein­er poli­tis­chen Aktion gegen Nazis statt, die sich gegen rechte Graf­fi­ti und Aufk­le­ber richtete. Vertreter des Bünd­niss­es gegen Frem­den­feindlichkeit, Poli­tik­er und Kün­stler hat­ten zu der Putza­k­tion “Fit” gegen Nazis aufgerufen. Daran beteiligten sich Don­ner­sta­gnach­mit­tag etwa 70 Bürg­erIn­nen.

Hans-Rain­er Har­ney zog gegenüber der Märkischen Oderzeitung die Verbindung zu den gestohle­nen Stolper­steinen: “Ich gehe davon aus, dass das eine gezielte Hand­lung von Recht­en war.” Zusät­zlich fand man im Vor­feld der Putza­k­tion auch Unmen­gen von NPD-Wer­bezetteln an der Stelle. In der Nähe hiel­ten sich drei Nazis auf, die bei der Putza­k­tion zuschauen woll­ten. Die Polizei erteilte ihnen Platzver­weise.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die Ini­tia­tive für einen Gedenko­rt ehe­ma­liges KZ Uck­er­mark e.V. arbeit­et daran, die Geschichte des ehe­ma­li­gen Jugend­konzen­tra­tionslagers zu erforschen, Kon­takt zu Über­leben­den und ihren Ange­höri­gen zu suchen und zu erhal­ten und auf dem Gelände einen würdi­gen Gedenko­rt zu gestal­ten. Ein Teil dieser Arbeit sind jährlich stat­tfind­ende Bau- und Begeg­nungscamps.
Am Sam­stag den 20.06.2020, also diesen Sam­stag, wird in Tem­plin eine Demon­stra­tion der AfD stat­tfind­en. Wie auch schon im Mai in Pren­zlau wird dabei nichts weit­er als rechte Het­ze propagiert. Wir sagen Nein!
Am Mon­tag, 25.05.2020 wollen um 18:45 wieder Ver­schwörungs­gläu­bige und
Nazis zusam­men mit “Besorgten Bürg­ern” für “Grun­drechte und Frei­heit”
auf die Straße gehen. SalaT ruft zur sel­ben Uhrzeit am Mark­t­platz in Tem­plin zu ein­er Gegen­ver­anstal­tung auf

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot