18. Dezember 2008 · Quelle: Autonome Antifa Teltow Fläming

Nazis stören Shoa-Gedenken in Zossen

Pressemitteilung der Autonomen Antifa Teltow-Fläming [AATF] vom 18. Dezember 2008

Sorgte in Zossen zunächst ein bekan­nter Holo­caustleugn­er für Aufre­gung,
störten am Mittwoch knapp 20 Neon­azis eine Gedenkver­anstal­tung

Am Mittwochabend hat­ten sich rund 150 Men­schen auf dem Zossen­er
Mark­t­platz ver­sam­melt, um denn Opfern der Shoa zu Gedenken. Anlass dafür
war der seit einem Monat andauernde Wider­stand des ein­schlägig bekan­nten
Holo­caustleugn­ers Rain­er J. Link gegen zwei Stolper­steine zum Gedenken
an Opfer des Faschis­mus vor seinem Inter­net­café in der Berlin­er Straße
11.

Ungestört kon­nten sich bei der Ver­anstal­tung 20 Recht­sex­trem­is­ten der
“Freien Kräfte Tel­tow-Fläming” (u.A Michael Skupin, Mar­ty
Gansekow, Christof Schack, Andreas Harm und Daniel Teich) unter den
Augen der Polizei zwis­chen den Teil­nehmenden bewe­gen und begonnen in der
Schweigeminute, ein Lied der “Hitler­ju­gend” zu grölen.
Anwe­sende Antifas fin­gen daraufhin an, “Nazis
raus”-Sprechchöre zu skandieren und die Neon­azis einzukreisen. Um
Auseinan­der­set­zun­gen zu ver­hin­dern, befre­ite die Polizei die recht­en
Stör­er, die daraufhin eine Spon­tandemon­stra­tion anmelde­ten und von
Protest begleit­et zum Bahn­hof zogen. Dabei skandierten sie Parolen zum
Hitler­stel­lvertreter Hess sowie “Nie wieder Israel”; und
“Nationaler Sozial­is­mus.”

Eine Sprecherin der Autonomen Antifa Tel­tow-Fläming [AATF] meint dazu:
“Diese Störung war offen­bar polizeilich gewollt! Wenn sie mit
ihrer Präsenz nicht vehin­dert, das Neon­azis Gedenkver­anstal­tun­gen für
die Opfer der Shoa stören aber antifaschis­tis­che Selb­sthil­fe
verun­möglicht und die Nazis schützt, gibt sie ein ein­deutiges State­ment
ab.”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Zossen – Der AfD-Land­tagskan­di­dat Daniel von Lüt­zow aus dem Wahlkreis Tel­tow-Fläming III ist von Jörg Wanke vom zivilge­sellschaftlichen Aktions­bünd­nis Bran­den­burg zu ein­er Podi­ums­diskus­sion zur Land­tagswahl geladen.
Im Land Bran­den­burg gibt es eine Vielzahl an Erin­nerungsstät­ten, Gedenkstät­ten und Frieden­höfen, die an die Befreiung von Ortschaften und Konzen­tra­tions- bzw. Außen­lager erin­nern. Mit dem 8. Mai jährt sich der Tag der Befreiung vom NS.
INFORIOT – Knapp 200 Per­so­n­en beteiligten sich am 02. Feb­ru­ar an Protesten gegen den Lan­desparteitag der Alter­na­tive für Deutsch­land (AfD) in Rangs­dorf. Über zwei Tage sollen hier die Lis­ten­plätze 29–40 zur kom­menden Land­tagswahl vergeben wer­den.

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot