3. Februar 2016 · Quelle: Antifa Jugend Brandenburg an der Havel

Pressemitteilung der Antifa Jugend Brandenburg zur Podiumsdiskussion am 28. Januar

Ins­ge­samt 25 Per­so­n­en nah­men an der Podi­ums­diskus­sion am ver­gan­gen Don­ner­stag teil. Auf der Bühne war ein Vertreter der Kam­pagne “Emil Wend­land — Nie­mand ist Vergessen” aus Neu­rup­pin, Judith Porath von der Opfer­per­spek­tive und ein Vertreter der Antifa Jugend Bran­den­burg. Die Diskus­sion wurde von der Jour­nal­istin Heike Kleffn­er mod­eriert. Lei­der haben zu Beginn der Woche die Gedenk­ini­tia­tiv­en aus Bad Belzig und Eber­swalde aus per­sön­lichen Grün­den abge­sagt, sodass die Runde rel­a­tiv klein war, aber gle­ichzeit­ig mehr Raum für eine inten­sive Diskus­sion geschaf­fen hat.
The­ma­tisch ging es haupt­säch­lich um den Umgang mit dem Gedenken und wie dieses in den alltäglichen poli­tis­chen Kampf einge­bet­tet wird. Alle drei Vertreter_innen macht­en deut­lich, dass es nie darum geht, die Todes­opfer rechter Gewalt zu Märtyrer_innen zu erheben, son­dern darum die Ursachen und die Beglei­tum­stände zu benen­nen. Sowohl in Neu­rup­pin als auch in Bran­den­burg an der Hav­el gehören die Todes­opfer rechter Gewalt sozialen Grup­pen an, die zum einen häu­fig Opfer rechter Gewalt wer­den, Woh­nungslose und Punks, und gle­ichzeit­ig wenig Beach­tung inner­halb der Gesellschaft find­en. Diese wurde auch ger­ade erst wieder im Zusam­men­hang mit der Umbe­nen­nungs­de­bat­te in der Havel­stadt deut­lich. Nach cir­ca ein­er Stunde erhiel­ten die Zuhöhrer_innen die Möglichkeit Fra­gen zu stellen. Im sich anschließen­den Abschlussstate­ment, macht­en alle drei Vertreter_innen deut­lich, dass ger­ade jet­zt Zivil­courage und die Sol­i­darisierung mit Opfern rechter Gewalt extrem wichtig sind, damit Morde und bru­tale Über­griffe unter­bun­den wer­den kön­nen.
Am kom­menden Don­ner­stag, den 04. Feb­ru­ar find­et die let­zte Abend­ver­stal­tung der Kam­pagne statt. Bei dieser wird auf das Ver­hal­ten bei poli­tis­chen Ver­anstal­tun­gen einge­gan­gen. Es wer­den unter anderem fol­gende Fragen/Themenkomplexe ange­sprochen:
Was nehme ich auf eine Demo mit und was nicht?
Wie ver­halte ich mich auf ein­er Demo?
Was mache ich, wenn ich oder ein_e Freund_in festgenom­men werde/wird?
04. Feb­ru­ar – 19 Uhr – Haus der Offiziere (Magde­burg­er Straße 15, Brandenburg/Havel)

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