9. Oktober 2018 · Quelle: Presseservice Rathenow

Rathenow: Montagskundgebung des extrem rechten Bürgerbündnisses


In weit­en Teilen der Stadt unüber­hör­bar, set­zte die extrem rechte Vere­ini­gung „Bürg­er­bünd­nis Havel­land“ am Mon­tagabend ihre Ver­samm­lungsserie in Rathenow fort. Die lär­minten­sive Kleinkundge­bung zog jedoch kaum mehr als die üblichen 22 Teil­nehmenden an.
Rathenows let­zte „Patri­oten“
Trotz Stag­na­tion sahen sich die Reden­den – in ihrem Wahn – jedoch im Aufwind, sprachen mit großer Laut­stärke von einem (ver­anstal­tungsre­ichen) „heißen Herb­st“ und glaubten weit­er­hin an eine „Wende“ im Land. Den realen Blick ins „Volk“, in die Gesellschaft, scheinen Rathenows let­zte „Patri­oten“ aber schon seit ger­aumer Zeit ver­loren zu haben. Denn ihre Per­spek­tive nährt sich offen­bar auss­chließlich aus größeren extrem recht­en Ver­anstal­tun­gen, wie am 29. Sep­tem­ber in Köthen und am 3. Okto­ber in Berlin, an denen sich das „Bürg­er­bünd­nis“ auch selb­st beteiligte. Bei diesen Aufmärschen demon­stri­ert – auch wenn manche Parolen dies ver­mit­teln sollen – allerd­ings nicht wirk­lich „das Volk“, also ein gesellschaftlich repräsen­ta­tiv­er Teil der Gesellschaft. An diesen Ver­samm­lun­gen nehmen nahezu auss­chließlich ver­sprengte Teile der PEGI­DA-Bewe­gung, extrem rechte Hooli­gans und Neon­azis teil.
Laut tönen­der Anti­semitismus
Dieser stärk­er wer­dende Ein­fluss auf das „Bürg­er­bünd­nis“, spiegelte sich dann auch in dem laut durch die Stadt tönen­den Rede­beitrag des Vere­insvor­sitzen­den Chris­t­ian Kaiser wider. Stolz und mit selb­st­sicher­er Stimme berichtete er u.a. wie sein Vere­in bei der extrem recht­en WfD-Demon­stra­tion zum Ein­heits­feiertag „für den Erhalt des Vater­lan­des“ demon­stri­ert habe, während „Frau Merkel“ in Israel war „um sich ihren näch­sten Dok­tor­ti­tel von den Juden abzu­holen“. An ein­er anderen Stelle sein­er Rede brachte er zudem sein „Gefühl“ zum Aus­druck „dass wir in Wahrheit von den Zion­is­ten in Israel gelenkt wer­den“.
Wahn set­zt sich fort
Kaiser sel­ber sieht sich hinge­gen offen­bar als Antag­o­nist, der auch gestern wieder seine Leute zum „Wider­stand“ aufrief. „Jed­er echte Deutsche kann ein Sand­ko­rn im Getriebe des anti­deutschen End­kampfes um die Machter­hal­tung wer­den und auch sein“, so der Bürg­er­bünd­nis-Chef in seinem Wahn. Und: „Wenn wir siegre­ich her­vorge­hen, wird Deutsch­land wieder leben“, so der Kaiser weit­er.
Am 22. Okto­ber will das „Bürg­er­bünd­nis“ seine Ver­samm­lungsrei­he fort­set­zen.
Fotos hier: https://www.flickr.com/photos/presseservice_rathenow/sets/72157700648132961

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