23. Juni 2017 · Quelle: Cottbus Nazifrei

Rechter Eskalation entgegen treten – Cottbus für alle!

Demonstration am 27.6. um 19.00 Uhr ab Brandenburger Platz

Um ein Zeichen für ein weltof­fenes Cot­tbus zu set­zen find­et am 27.6. ab 19.00 Uhr eine Demon­stra­tion unter dem Mot­to „Cot­tbus für alle!“ statt, Start­punkt ist der Bran­den­burg­er Platz. Für die Demon­stra­tion berufen sich die Organisator*innen (Pri­vat­per­so­n­en) auf die „Cot­tbuser Erk­lärung“. Diese wurde 2015 ver­ab­schiedet, um ein Zeichen gegen einen sich in Cot­tbus etablieren wol­len­den Pegi­da Ableger zu set­zen. Die Demon­stra­tio­nen von Zukun­ft Heimat und Pegi­da Dres­den lassen ein Han­deln auf Grund­lage der Erk­lärung nun wieder notwendig erscheinen.
„Wir beobacht­en mit Sorge, dass auf den Demon­stra­tio­nen von Zukun­ft Heimat frem­den­feindliche und ras­sis­tis­che Ansicht­en vor­ge­tra­gen wer­den und dass auch zahlre­iche Neon­azis an den Aufzü­gen teil­nehmen. Von einem harm­losen Bürg­ervere­in kann hier keines­falls die Rede sein!“, so Lothar Judith vom Cot­tbuser Auf­bruch, der die Demon­stra­tion unter­stützt.
Im Umfeld der Demon­stra­tio­nen von Pegi­da Dres­den und Zukun­ft Heimat in Cot­tbus entwick­elt sich zunehmend ein Kli­ma der Gewalt. Beson­ders absurd sind Äußerun­gen von „Zukun­ft Heimat“ in Bezug auf ihre ange­bliche Fried­fer­tigkeit in der Erre­ichung ihrer men­schen­ver­ach­t­en­den Ziele. Bei den bish­eri­gen Demon­stra­tio­nen waren sowohl bekan­nte Neon­azis anwe­send, u.a. der stel­lvertre­tende NPD Bun­desvor­sitzende Ron­ny Zasowk, als auch gewalt­bere­ite Per­so­n­en. Im Umfeld der Demon­stra­tion gab es min­destens
zwei gewalt­tätige Über­griffe auf Men­schen, die am Rande der Route friedlich ihre Mei­n­ung kund tat­en. Auch weit­ere Pro­voka­tio­nen und Über­griffe in der Innen­stadt, bspw. gegenüber Flüchtlin­gen, scheinen gewollt, um die poli­tis­che Sit­u­a­tion zu eskalieren und sich selb­st poli­tisch als Ord­nungskraft zu pro­fil­ieren.
„Die Teil­nehmenden der Zukun­ft Heimat-Demon­stra­tio­nen schaf­fen erst Prob­leme, um sich dann selb­st als Lösung anzu­bi­eten – das ist eine durch­schaubare Strate­gie. Wir wollen ein Zeichen set­zen und Sol­i­dar­ität mit den Opfern zeigen.“, erk­lärt eine der mitor­gan­isieren­den Pri­vat­per­so­n­en, die namentlich nicht genan­nt wer­den möchte.
Die Demon­stra­tion “Cot­tbus für alle!” führt vom Bran­den­burg­er Platz über den Stadthal­len­vor­platz zur Uni­ver­sität. Ver­schiedeneRed­ner­In­nen sind ange­fragt. Demon­stri­er­twer­den soll für eine weltof­fene Stadt Cot­tbus, in der jede*r indi­vidu­ell und frei entschei­den kann, wie sie*er leben möchte, ohne dafür durch Neon­azis bedro­ht zu wer­den.
Hin­ter­grund:
„Cot­tbus für alle!“ war das Mot­to ein­er Demon­stra­tion im Jahr 2015, die durch Pri­vat­per­so­n­en ins Leben gerufen wurde, um gegen die einzige Pegi­da-Demo in Cot­tbus (Cogi­da) zu demon­stri­eren. Die „Cot­tbuser Erk­lärung“ wurde unterze­ich­net von: Cot­tbuser Auf­bruch, Cot­tbus Naz­ifrei, Jörg Stein­bach (Präsi­dent BTU C‑S), Hol­ger Kelch (Ober­bürg­er­meis­ter Cot­tbus), Studieren­den­rat der BTU C‑S,verschiedene Organ­i­sa­tio­nen und Pri­vat­per­so­n­en. Die Cot­tbuser Erk­lärung kann aufgerufen wer­den unter:
Cot­tbuser Erk­lärung

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