15. Februar 2016 · Quelle: Opferperspektive e.V.

Website ‘Todesopfer rechter Gewalt in Brandenburg’ vollständig überarbeitet

Uns ist es wichtig, an die Todes­opfer rechter Gewalt zu erin­nern und sie nicht zu vergessen. Sie alle waren Men­schen mit Träu­men und Zie­len, waren Fre­unde, Brüder oder Fam­i­lien­väter, die plöt­zlich aus dem Leben geris­sen wur­den, weil die Täter men­schen­ver­ach­t­ende Ein­stel­lun­gen verin­ner­licht hat­ten“, betont Judith Porath von der Opfer­per­spek­tive.
Am 15. Feb­ru­ar 1996 wurde Sven Beuter, ein schmächtiger Punk, in Bran­den­burg an der Hav­el von dem stäm­mi­gen recht­en Skin­head Sascha L. zu Tode geprügelt. Behör­den hat­ten die Tat zunächst als rival­isierende Jugendge­walt ver­harm­lost, heute erin­nert ein Gedenkstein am Angriff­sort an Sven Beuther.
Die Web­site www.todesopfer-rechter-gewalt-in-brandenburg.de stellt ein­dringlich die Schick­sale von Sven Beuter und ander­er Todes­opfer dar und informiert über die Tathergänge und die Ergeb­nisse der Gerichtsver­fahren. Lokale Gedenk­ini­tia­tiv­en und Bran­den­burg­er Gedenko­rte wer­den vorgestellt, eben­so wer­den umfan­gre­iche Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu der poli­tis­chen Debat­te über die fehlende staatliche Anerken­nung viel­er Todes­opfer rechter Gewalt geliefert. Hin­weise auf Pub­lika­tio­nen und Down­loads von Broschüren sowie Bilder und Filme ergänzen das Inter­ne­tange­bot. Die Web­site ist für die Nutzung mit mobilem Endgeräten opti­miert.
In die Über­ar­beitung der Web­site und die Neube­w­er­tung einzel­ner Todes­fälle flossen neue Infor­ma­tio­nen ein, die erst im Rah­men der Studie des Moses-Mendelssohn Zen­trum der Uni­ver­sität Pots­dam „Todes­opfer recht­sex­tremer und ras­sis­tis­ch­er Gewalt in Bran­den­burg (1990–2008)“ 2015 öffentlich bekan­nt wur­den.
Der neue Webauftritt ist Son­ntag, 14. Feb­ru­ar 2016 ab 16 Uhr online.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

“Aufwach­sen in Bran­den­burg” — Der ras­sis­tis­che Nor­malzu­s­tand für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Bran­den­burg. Neue Broschüre des Flüchtlingsrats zeigt auf, wie junge Geflüchtete man­i­festen und alltäglichen Ras­sis­mus in Bran­den­burg erfahren.
Eber­swalde – Die Kolumne aus dem Dschun­gel nimmt in ihrer ersten Aus­gabe die “Fri­days for Future”-Bewegung unter die Lupe. Ob dem Mot­to “Mit Har­vester und Spal­taxt gegen die Bar­berei!” treu geblieben wird, lässt sich nur durch lesen her­aus­find­en.
Pots­dam — Der Flüchtlingsrat kri­tisiert das neue Fachkräf­teein­wan­derungs­ge­setz. Damit gin­ge Hür­den­lauf für Geflüchtete weit­er

Opferperspektive

Termine für Potsdam

NSUwatch Brandenburg

Termine für Berlin

Netzwerk Selbsthilfe

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot