23. Juni 2018 · Quelle: Presseservice Rathenow

Solidaritätsplakat für Holocaustleugnerin entfernt

Am Morgen des 21. Juni wurde ein Banner an einem Geländer der Bahnhaltestelle Nauen festgestellt. Auf dem Transparent forderten Unbekannte die „Freiheit“ für die rechtskräftig verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck.

Fotos: Pri­vate Zusendung
Ein aufmerk­samer Bürg­er bemerk­te gegen 9.45 Uhr eine beschrifte weiße Stoff­fläche an einem Gelän­der der Bahn­hal­testelle Nauen. Auf dem Ban­ner forderten Unbekan­nte die „Frei­heit“ für die recht­skräftig verurteilte Holo­caustleugner­in Ursu­la Haver­beck. Der Bürg­er ent­fer­nte geis­tes­ge­gen­wär­tig die Stoff­fläche mit dem Slo­gan und über­gab diese, nach eige­nen bekun­den, der Polizei.
Ein­er weit­eren Per­son soll das Ban­ner eben­falls aufge­fall­en sein. Diese sprach außer­dem von ähn­lichen Pro­pa­gan­damit­teln in der Innen­stadt und an Schulen. Eine erste Erkun­dung kon­nte weit­ere Aktiv­itäten der unbekan­nten Haver­beck-Sym­pa­thisieren­den jedoch nicht bestäti­gen.
Es ist allerd­ings nicht das erste mal, dass sich in der Region mit der inhaftierten Holo­caustleugner­in sol­i­darisiert wird. Erst im März forderten Neon­azis im Rah­men ein­er unangemelde­ten Ver­samm­lung auf einem Kaser­nen­gelände in Wuster­mark OT Elstal die Freilas­sung von Haver­beck.
In Dort­mund (Nor­drhein-West­falen) beab­sichti­gen Neon­azis im Laufe des heuti­gen Tages zudem mehrere Mah­nwachen für die u.a. wegen Volksver­het­zung Verurteilte durchzuführen.
Haver­beck gilt als Sym­bol­fig­ur des bun­desweit aktiv­en neon­azis­tis­chen Milieus.

One Reply to “Solidaritätsplakat für Holocaustleugnerin entfernt”

  1. …und mich wun­dert es, dass die Polizei nicht mit den Worten “Das ist doch Mei­n­ungs­frei­heit” reagiert hat­te.
    Denn der­gle­ichen erlebe ich desöfteren hierzu­lande!
    Dies selb­st sog­ar bei anti­semi­tis­chen Stick­ern!

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