28. August 2014 · Quelle: Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

Eine muss den Mund ja aufmachen”

Ausstellung und Veranstaltungsreihe zum ehemaligen KZ Uckermark in Berlin vom 01.09. bis 27.11.2014

Eine muss den Mund ja auf­machen”, sagte Ani­ta Köcke im Jahr 2001, als sie das erste Mal seit ihrer Gefan­gen­schaft im Jugend­konzen­tra­tionslager Uck­er­mark auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslagers war. Diese Aus­sage hat sich die Ini­tia­tive für einen Gedenko­rt ehe­ma­liges KZ Uck­er­mark e.V. zu Herzen genom­men und eine Ver­anstal­tungsrei­he mit Ausstel­lung vor­bere­it­et, die der Geschichte vom ehe­ma­li­gen KZ Uck­er­mark und den Ver­fol­gten­grup­pen Gehör ver­schaf­fen soll.
Die Rei­he wird 14 Ver­anstal­tun­gen in Berlin und eine Bus­tour mit Rundgän­gen über das ehe­ma­lige KZ-Gelände in der Uck­er­mark umfassen. Neben Vorträ­gen zur Geschichte des Lagers und zum aktuellen Stand des Gedenko­rts, wird es Work­shops und Ver­anstal­tun­gen zu unter­schiedlichen The­men geben, die sich mit Kon­ti­nu­itäten aus dem Nation­al­sozial­is­mus (Fort­führung von Denkmustern und Hand­lun­gen) beschäfti­gen.
Höhep­unk­te, bei denen die Über­leben­den und Betrof­fe­nen von Aus­gren­zung selb­st zu Wort kom­men, sind die Lesun­gen „Kinder von KZ-Häftlin­gen- eine vergessene Gen­er­a­tion” (Prochnow/Böhnisch); “Ich hat­te vier Müt­ter und drei Väter … und dazwis­chen war Haus Son­nen­schein” (Helms­dorf); „Erin­nerun­gen“ (Bejara­no), sowie ein Gespräch mit Über­leben­den des Jugend-Konzen­tra­tionlagers ?ód?. Der Abschluss wird im SO 36 mit dem Konz­ert von Bejara­nos & Micro­phone Mafia stat­tfind­en. Alle Ver­anstal­tun­gen sind kosten­frei, Spenden sind erwün­scht.
Das Gelände des ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslagers Uck­er­mark liegt ca. 90 km nord-östlich von Berlin. An diesem Ort waren zwis­chen 1942 — 1945 Mäd­chen und junge Frauen inhaftiert, die im Nation­al­sozial­is­mus als “asozial” beze­ich­net wur­den.
Poli­tisch Ver­fol­gte, Par­ti­sanin­nen aus Slowe­nien sowie Sin­ti- und Romamäd­chen gehörten eben­falls zu den Häftlin­gen. Das KZ Uck­er­mark wurde lange Zeit in der Öffentlichkeit nicht wahrgenom­men und bis heute haben die meis­ten ehe­ma­li­gen
Häftlinge keine öffentliche Anerken­nung erfahren. Die Ini­tia­tive für einen Gedenko­rt ehe­ma­liges KZ Uck­er­mark e.V. set­zt sich seit 1997 dafür ein, auf dem ehe­ma­li­gen KZ — Gelände einen würdi­gen Gedenko­rt zu gestal­ten.
Die voll­ständi­gen Ter­mine und Orte find­en Sie im Inter­net unter:
http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/info/2014_reihe-in-berlin.htm,
Bitte beacht­en Sie, dass bei eini­gen Ver­anstal­tun­gen eine Anmel­dung erforder­lich ist
Kon­takt unter: veranstaltungen-kz-uckermark@gmx.de, Tel.: 01573 743169

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