23. Januar 2019 · Quelle: Antifa Recherche Ostbrandenburg

Lars Günther – rechter Netzwerker & Verschwörungstheoretiker

Lars Gün­ther ver­sucht seit let­ztem Som­mer in Eber­swalde mit Demon­stra­tio­nen rechte Straßen­poli­tik zu etablieren. Es zeigt sich ein­mal wieder: Genau hin­schauen lohnt sich. Denn Gün­ther ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt.

Politischer Start in Berlin

Lars Gün­ther taucht das erste Mal wahrnehm­bar 2014 im Zuge der soge­nan­nten Friedens­mah­nwachen in Berlin auf. Gün­ther war bere­its bei den ersten Mah­nwachen dabei und fing schnell selb­st an aktiv zu wer­den, bspw. durch das Verteilen von Fly­ern. Unter den ver­schieden­sten recht­en und ver­schwörungs­the­o­retis­chen Red­ner­In­nen war auch der rechte Pub­lizist Jür­gen Elsäss­er. Elsäss­er war jedoch eini­gen „Mah­n­wäch­terIn­nen“ zu rechts, daraufhin grün­dete er den „Arbeit­skreis Berlin“ (AK Berlin). Diese wollte laut eigen­er Aus­sage die Bewe­gung vervielfälti­gen, war jedoch eine klare rechte Abspal­tung. Dort wurde Gün­ther nun aktiv und meldete im April 2014 seine erste Demo in diesem Kon­text an. Die anfängliche Quer­front­manier jen­seits von rechts und links ließ er schnell hin­ter sich. Da Elsäss­er als häu­figer Gast seine Posi­tio­nen ver­trat, wun­dert es kaum, dass Gün­ther sich immer weit­er nach rechts verortete. Im Juli 2014 hiel­ten Elsäss­er und er gemein­sam auf ein­er von Gün­ther organ­isierten Demon­stra­tion auf dem Alexan­der­platz Reden. Hier betreute Gün­ther auch den Laut­sprecher­wa­gen. An geschicht­strächti­gen Tagen organ­isierte er vor dem Kan­zler­amt Kundge­bun­gen, am 03. Okto­ber 2014 unter anderen mit dem Ver­schwörungs­the­o­retik­er, Reich­side­ologe und Sänger Xavier Naidoo. Auf­grund seines Promi­nen­ten­sta­tus kon­nte Naidoo die Ver­schwörungs­the­o­rien der „Mah­n­wäch­terIn­nen“ mehrfach zum Beispiel in Talk-Shows vertreten. Die Ver­anstal­tun­gen rück­ten immer weit­er nach rechts und bilde­ten ein Sam­mel­beck­en für Ver­schwörungs­the­o­rien und Reichs­bürg­eride­olo­gien. Bere­its hier zeigt sich, dass Gün­ther keine Berührungsäng­ste zu klaren Neon­azis wie Sebastian Schmidtke hat. 2015 fand er dann zur AfD und nahm an der AfD Großdemon­stra­tion in Berlin teil.

Die unter den Namen „Mah­nwachen für den Frieden“, „Friedens­be­we­gung 2.0“ oder „Mon­tags­mah­nwachen“ ver­anstal­teten Kundge­bun­gen ent­standen im Zuge der Ukraine-Krise 2014 um Lars Mährholz herum. Während ver­sucht wurde sich in die Tra­di­tion der Bürg­er­rechts­be­we­gung der DDR und ihrer Mon­tags­demon­stra­tio­nen zu stellen, fie­len sie stattdessen durch Anti­amerikanis­mus, Anti­semitismus und Ver­schwörungs­the­o­rien auf. Schuld an Krieg und Leid seien fremde Mächte und die Geldgi­er der Banken. Eben­falls sei Deutsch­land bzw. das deutsche Volk von diesen unter­jocht und nicht sou­verän. Schnell wurde klar, dass die Kundge­bun­gen nicht nur anschlussfähig für soge­nan­nte Reichs­bürg­erIn­nen und Ver­schwörungs­the­o­retik­erIn­nen sind, son­dern diese das Pub­likum dominierten. Die Teil­nehmenden und Organ­isatorIn­nen für diese Ver­anstal­tun­gen kamen aus allen poli­tis­chen Rich­tun­gen, es wurde aktiv ver­sucht sich als Bewe­gung jen­seits von links und rechts darzustellen. Diesem Kon­text entstammt der Begriff „Quer­front“. Neben Lars Mährholz, trat auch immer wieder der Pub­lizist Jür­gen Elsäss­er, aber auch der Berlin­er NPD-Vor­sitzende und „Nationaler Wider­stand Berlin“ Aktivist Sebas­t­ian Schmidtke, auf.

Lars Gün­ther Arm in Arm mit Jür­gen Elsäss­er | Quelle: Face­book

Aus Berlin nach Märkisch-Oderland und Barnim

Anschließend scheint Gün­ther seinen poli­tis­chen Aktion­sraum nach Ost­bran­den­burg bzw. Märkisch-Oder­land (MOL) ver­legt zu haben. Im Herb­st 2015 organ­isierte er zusam­men mit Robert Geb­hardt drei Kundge­bun­gen unter dem Mot­to „Ost­bran­den­burg erwacht!“ in Bad Freien­walde und Wriezen.

Robert Geb­hardt wurde für die NPD in den Kreistag gewählt, wech­selte jedoch kurz darauf zur Partei Die Rechte. Dort ist er Vor­sitzen­der des Kreisver­bands Märkisch-Oder Barn­im (KMOB). Der Name des Kreisver­bands ist nicht zufäl­lig gewählt: 2010 löste sich die „Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im“, kurz KMOB, auf, um einem Ver­bot nach dem Vere­ins­ge­setz zu ent­ge­hen. Somit ist der Kreisver­band der Partei als aktuell­ster Ver­such zu ver­ste­hen, die Kam­er­ad­schaft weit­er zu führen. Unter dem Mot­to „Ost­bran­den­burg erwacht“ kon­nten Gün­ther und Geb­hardt bis zu 270 Men­schen mobil­isieren. Während der ras­sis­tis­che Tenor der Ver­anstal­tun­gen einen bunt gemis­cht­en recht­en Mob aus soge­nan­nten besorgten Bürg­erIn­nen, Neon­azis und Iden­titären anzog, hielt Gün­ther als AfD-Vertreter Reden neben NPD-Kadern wie Manuela Kokott, Klaus Beier und Andrew Ron Stel­ter. Die Ord­ner kamen eben­falls aus dem Kam­er­ad­schaftsm­i­lieu: das Umfeld von Ron­ny und Gesine Schrad­er, bei­de ehe­ma­lig in der ver­bote­nen Kam­er­ad­schaft „Front­bann 24“ aus Berlin. Bis 2015 druck­te Schrad­er zusam­men mit Michel Fis­ch­er aus Thürin­gen die Bek­lei­dung der „Weisse Wölfe Ter­ror­crew“ (WWT), ein 2016 ver­botenes bun­desweites Neon­azinet­zw­erk.

Im Dezem­ber 2015 organ­isierte Gün­ther anlässlich ein­er geplanten Erstauf­nah­meein­rich­tung in Straus­berg eine Demon­stra­tion unter dem Titel „Berlin und Bran­den­burg erwacht“. Ver­mut­lich wieder zusam­men mit Geb­hardt. Jeden­falls hat­te er auch dieses Mal wieder tatkräftige Unter­stützung aus dem Kam­er­ad­schaftsm­i­lieu: Die ver­botene Kam­er­ad­schaft „ANSDAPO“ (aus­geschrieben „Alter­na­tive Nationale Straus­berg­er DArt Pierc­ing und Tat­too Offen­sive“) stellte Laut­sprecher­wa­gen und die erste Rei­he. Die Demon­stra­tion lock­te zahlre­iche Per­so­n­en aus dem Neon­az­im­i­lieu an, unter anderem gewalt­bere­ite Neon­azis aus Berlin. Darunter Tim Wendt und Oliv­er Oeltze, bei­de WWT-Berlin. Oeltze war in der ver­bote­nen Berlin­er „Kam­er­ad­schaft Tor“ und im „Nationalen Wider­stand Berlin“ aktiv. Zudem wurde er im Jan­u­ar 2016 im Zuge des Über­falls von Neon­azis und Hooli­gans auf Leipzig Con­newitz festgenom­men. Eben­falls anwe­send waren einzelne Per­so­n­en der „Iden­titären Bewe­gung“ (IB).

Bei den Ver­anstal­tun­gen, welche Gün­ther Ende 2015 in MOL organ­isierte, war immer ein bre­it­er Quer­schnitt der recht­en Szene aufzufind­en, von Parteien über organ­isierte Neon­azis zu ras­sis­tis­chen Nach­barIn­nen, anwe­send. Somit find­et ein Schul­ter­schluss zwis­chen klaren Neon­azis und der AfD statt, welch­er den Unvere­in­barkeits­beschlüssen und Abgren­zungsver­suchen der Partei wider­spricht. Eben­falls ist bei allen Ver­anstal­tun­gen ein Bezug zum Com­pact-Mag­a­zin vorhan­den. Gün­ther stellte hier Schilder des Mag­a­zins zur Ver­fü­gung und tauchte bei der AfD-Demon­stra­tion in Berlin selb­st mit einem auf. Dementsprechend scheint Gün­ther bere­its Ende 2015 dem Mag­a­zin sehr ver­bun­den und von diesem bzw. Elsäss­er geprägt zu sein.

Am 11. Jan­u­ar 2016 war Gün­ther in Pots­dam bei ein­er Demon­stra­tion des lokalen Pegi­da-Ablegers Pogi­da. Im Ver­lauf des Jahres beteiligte er sich an recht­en Demon­stra­tio­nen in und um Berlin, das Spek­trum reichte von AfD- über „Wir für Deutsch­land“- bis zu „Merkel muss weg“-Demonstrationen. Ab Novem­ber 2016 organ­isierte er zusam­men mit Franz Josef Wiese (MdL Bran­den­burg für die AfD) aus Seelow die „Merkel-muss-weg-Mittwochs­mah­nwachen“. In typ­is­ch­er AfD-Rhetorik wurde hier gegen Merkel agi­tiert, promi­nente Gäste waren Björn Höcke und Alexan­der Gauland. Bei­de gehören der Plat­tform „Der Flügel“ in der AfD an. Ohne Gün­thers Organ­i­sa­tion­ser­fahrung und -leis­tung in Sachen Anmel­dung und Co., sowie sein Net­zw­erk zahlre­ich­er Kon­tak­te hät­ten die wöchentlichen Mah­nwachen wohl nicht stat­tfind­en kön­nen. Bei den Ver­anstal­tun­gen waren auch Iden­titäre wie Robert Timm anwe­send. Dass er zu diesen gute Kon­tak­te haben muss, zeigte sich auch bei der „Block­ade“ der CDU-Zen­trale durch die Iden­titäre Bewe­gung (IB). Trotz kon­spir­a­tiv­er Organ­i­sa­tion war Gün­ther gle­ich von Anfang an vor Ort, ver­mut­lich um die Aktion zu doku­men­tieren.

2017 beteiligte sich Gün­ther, neben der Teil­nahme an diversen recht­en Ver­anstal­tun­gen, am Bun­destagswahlkampf der AfD und arbeit­ete in der AfD MOL ver­stärkt mit. Spätestens seit Mitte des Jahres 2017 wohnt er wieder in Bad Freien­walde. Im Sep­tem­ber trat er dort als Bürg­er­meis­terkan­di­dat an und erhielt 11,14% der Stim­men.

Nach den ersten Erfol­gen mit den Kundge­bun­gen und Demon­stra­tio­nen in MOL erweit­erte Gün­ther seinen Aktion­sra­dius in den Barn­im. Am 26. August 2018 organ­isierte er unter dem Label „Heimatliebe Bran­den­burg“ eine Demon­stra­tion in Eber­swalde. Die Struk­tur „Heimatliebe Bran­den­burg“ tritt vor allem auf Face­book auf, der erste Post ist aus dem April 2016. Danach passierte über zwei Jahre nichts auf der Präsenz, im August 2018 wurde sie reak­tiviert, um die Demon­stra­tion in Eber­swalde zu bewer­ben. Seit­dem ist nicht nur inhaltlich eine Nähe zum Vere­in Zukun­ft Heimat1 aus Süd­bran­den­burg zu erken­nen, laut „Heimatliebe Bran­den­burg“ half Zukun­ft Heimat auch bei der Organ­i­sa­tion und beteiligte sich mit einem Rede­beitrag von Christoph Berndt. Berndt ist ein­er der führen­den Kad­er des Vere­ins und tritt zur Land­tagswahl 2019 auf Lis­ten­platz zwei für die AfD an. Aus Dres­den kam Siegfried Däbritz angereist, um als Vize-Chef von Pegi­da Dres­den eine Rede beizus­teuern. Bei der Organ­i­sa­tion half eben­falls Jan­nik Brämer. Brämer ist in der AfD Bran­den­burg engagiert und führen­der Aktivist der Iden­titären Berlin-Bran­den­burg und war in diesem Zuge an mehreren Aktio­nen dieser beteiligt. Bei der Demon­stra­tion der Iden­titären Bewe­gung 2016 in Berlin war er Ord­ner, bei der gescheit­erten Beset­zung des Bun­desjus­tizmin­is­teri­ums 2017 fuhr er einen Last­wa­gen und machte die Aktion so logis­tisch möglich. Dabei über­fuhr er fast einen Zivilpolizis­ten und wurde anschließend per Haft­be­fehl gesucht. Darauf hin ver­lor er seine Mit­glied­schaften in AfD und Junger Alter­na­tive, in welch­er er vorher als Schatzmeis­ter fungierte. Im Novem­ber 2018 organ­isierte Gün­ther erneut eine Demon­stra­tion in Eber­swalde, mit dabei waren wieder Zukun­ft Heimat vertreten von Christoph Berndt, Siegfried Däbritz von Pegi­da Dres­den, Stef­fen John (Land­tagskan­di­dat für die AfD) und André Poggen­burg (MdL Sach­sen-Anhalt, (ex-)AfD). Poggen­burg ist ein­er der wichtig­sten Vertreter des völkisch-nationalen Spek­trums in der AfD. Er war 2015 als Mitini­tia­tor der Erfurter Res­o­lu­tion maßge­blich an der ultra­kon­ser­v­a­tiv­en Aus­rich­tung und der Grün­dung der völkisch-nationalen Grup­pierung „Der Flügel“ inner­halb der AfD beteiligt. Im Jan­u­ar 2019 ver­ließ Poggen­burg die Partei, da diese ihn auf 2 Jahre für Parteiämter sper­ren wollte. Grund dafür waren wohl seine ver­mehrten völkisch-nation­al­is­tis­chen Äußerun­gen in der Ver­gan­gen­heit. Mit dem “Auf­bruch deutsch­er Patri­oten für Mit­teldeutsch­land” (AdP) möchte er nun eine eigene Partei auf die Beine stellen.

Zukun­ft Heimat ist ein Vere­in, der seit 2015 in den Spree­wald­städten Golßen, Lübben und Lübbe­nau regelmäßig Kundge­bun­gen, Demon­stra­tio­nen und Ver­anstal­tun­gen organ­isiert. Anfänglich bestand die inhaltliche Aus­rich­tung aus Protest gegen die Unter­bringung von Geflüchteten. Mit­tler­weile hat der Vere­in eine klare völkisch-nation­al­is­tis­che Aus­rich­tung und sein Aktion­s­ge­bi­et und -spek­trum erweit­ert. So ist der Vere­in regelmäßig in Cot­tbus aktiv, hat dort auch eine Loca­tion namens „Müh­le Cot­tbus“, in der Ver­anstal­tun­gen mit deut­lich­er poli­tis­ch­er Agen­da neben ver­meintlich unver­fänglichen Kul­turver­anstal­tun­gen Platz find­en. Zu Anlässen, welche eine ras­sis­tis­che Instru­men­tal­isierung zulassen, bspw. dem Miss­brauch ein­er Min­der­jähri­gen in Königs Wuster­hausen, organ­isiert der Vere­in in ganz Süd­bran­den­burg Ver­anstal­tun­gen auf der Straße. Zukun­ft Heimat fällt vor allem durch eine pro­fes­sionelle Öffentlichkeit­sar­beit auf. Dazu hat der Vere­in nicht nur Verbindun­gen zur recht­en Finanzierungsini­tia­tive „Ein Prozent für unser Land“, son­dern selb­st laut Ver­fas­sungss­chutz bis ins Neon­az­im­i­lieu. So gibt es Beispiel­sweise eine auf­fäl­lige Nähe zu der ver­bote­nen Neon­azi­gruppe „Spreelichter“.

Gün­ther und Stef­fen John in Eber­swalde

Lars Gün­ther beim Reden Schwin­gen, links daneben: Siegfried Däbritz

Die Trag­weite der net­zw­erk­erischen Aktiv­itäten von Lars Gün­ther im Umfeld von AfD und Com­pact-Mag­a­zin zeigte sich 2018 auch bei ein­er AfD-Tageskon­ferenz unter dem Mot­to „Der soziale Frieden Deutsch­lands in Gefahr“. Andreas Kalb­itz und André Poggen­burg (bei­de „Der Flügel“) soll­ten hier zusam­men mit Jür­gen Elsäss­er und Oliv­er Hilburg­er, einem ehe­ma­li­gen Aktivis­ten des ver­bote­nen neon­azis­tis­chen „Blood & Honour“-Netzwerkes, die soziale Frage von rechts disku­tieren. Trotz seines starken Engage­ments in Märkisch-Oder­land und Barn­im, ist Gün­ther immer wieder Anmelder von Ver­anstal­tun­gen in Berlin. So ist er Mitor­gan­isator des „Merkel muss weg Mittwochs“ und meldete Anfang 2018 die rechte Frauen­de­mo, die von Ley­la Bilge (Platz 19 der AfD-Lan­desliste zur Land­tagswahl 2019) organ­isiert war, an. Am 1. Dezem­ber 2018 war er Mitor­gan­isator ein­er Kundge­bung gegen den Migra­tionspakt vor dem Kan­zler­amt.

Lars Günther und das Compact-Magazin

Nicht zu überse­hen sind bei den von Gün­ther organ­isierten Kundge­bun­gen und Demon­stra­tio­nen die vie­len Schilder des recht­en Com­pact-Mag­a­zins. Wie bere­its erwäh­nt pflegt Gün­ther eine enge Fre­und­schaft zu Jür­gen Elsäss­er, dem Ver­leger des Com­pact-Mag­a­zins. Die Kon­se­quenz dieser Fre­und­schaft scheint die Mitar­beit Gün­thers bei dem Mag­a­zin zu sein – so tauchen auf der Com­pact-Web­seite Artikel, Fotos und Inter­views, ange­fer­tigt von Gün­ther, auf. Darüber hin­aus ver­tritt er das Com­pact-Mag­a­zin auch bei Ver­anstal­tun­gen durch das Betreuen von Info­tis­chen oder hält selb­st Reden auf Kon­feren­zen. So nimmt er beispiel­sweise an der jährlich stat­tfind­en­den Com­pact-Kon­ferenz teil, oder besuchte die Gren­zschutz-Kon­ferenz 2018, genau­so wie die anti­semi­tis­che Bilder­berg­er-Kon­ferenz 2016. Diese Tätigkeit­en sind nicht zu unter­schätzen: Durch die Arbeit für das Mag­a­zin bzw. im Umfeld des Mag­a­zins, hat Gün­ther zahlre­iche Möglichkeit­en sich umfan­gre­ich im Sam­mel­beck­en der neuen Recht­en zu ver­net­zen, oder auch selb­st in Erschei­n­ung zu treten. So lassen sich auch die über­re­gionalen Kon­tak­te Gün­thers erk­lären. Laut eigen­er Aus­sage auf sein­er Face­book Präsenz, arbeit­et Lars Gün­ther mit­tler­weile als ver­lagskaufmän­nis­ch­er Angestell­ter für das Com­pact-Mag­a­zin.

Gün­ther betreut einen Info­s­tand für Com­pact | Quelle: Face­book

Das Mag­a­zin bzw. der Her­aus­ge­ber Jür­gen Elsäss­er scheint für Gün­ther seit dem Beginn sein­er Poli­tisierung eine Art inhaltlich­er rot­er Faden zu sein. So ist er seit 2014 min­destens offen für Ver­schwörungs­the­o­rien und knüpft teil­weise an diese an. Jedoch wur­den sie nie zum Mit­telpunkt sein­er Poli­tik. Er bedi­ent und nutzt Ver­schwörungs­the­o­rien, soweit sie gegen die Regierung, ins­beson­dere gegen Merkel, oder auch in anti­semi­tis­ch­er Manier gegen „die da oben“ gehen. In erster Lin­ie seien hier die ange­blich von der Regierung gewollte bzw. ges­teuerte Migra­tion oder die BRD bzw. das deutsche Volk unter der Knechtschaft von EU, USA oder inter­na­tionalen Banken genan­nt. Darüber hin­aus hält sich Gün­ther bis auf Einzelfälle – wie auch das Com­pact-Mag­a­zin – bedeckt, obwohl stets ver­schwörungs­the­o­retis­che Ele­mente im Sub­text auf­tauchen.

Gün­ther hat Angst vor 5G | Quelle: Face­book

Alerta!

Mit Lars Gün­ther wohnt ein extrem umtriebiger rechter Net­zw­erk­er mit­ten in MOL (Bad Freien­walde). Seine Kon­tak­te sind über­re­gion­al und umfassen das gesamte rechte Spek­trum, von AfD über Com­pact bis zu Neon­azis auf dem Kam­er­ad­schaftsm­i­lieu. Zudem bringt er bei Kundge­bun­gen und Demon­stra­tio­nen genau dieses Spek­trum auf die Straße und ermöglicht so den Schul­ter­schluss zwis­chen Kam­er­ad­schaften, AfD und ras­sis­tis­chen „besorgten Bürg­erIn­nen“. Obwohl noch weit vom erk­lärten Vor­bild „Zukun­ft Heimat“ ent­fer­nt, sollte diesen Aktiv­itäten als das wahrgenom­men wer­den, was sie sind: Der Ver­such eine bre­ite rechte Hege­monie im ländlichen Raum von MOL bis Eber­swalde zu schaf­fen und sich als poli­tis­ch­er Akteur zu etablieren.

Am 9. Feb­ru­ar 2019 möchte Gün­ther mit „Heimatliebe Bran­den­burg“ wieder durch Eber­swalde laufen. Kommt nach Eber­swalde und macht den recht­en Spin­nern klar, dass sie sich hier nichts ver­loren haben!

Antifa Recherche Ost­bran­den­burg


Weit­ere Infor­ma­tio­nen sind u.a. hier zu find­en:
https://inforiot.de/neuer-kmob-gegruendet/
https://inforiot.de/npd-infotour-durch-maerkisch-oderland/
https://inforiot.de/afd-in-mol/
https://inforiot.de/identitaerer-an-der-viadrina/
https://inforiot.de/eberswalde-rechter-aufmarsch-von-breitem-protest-begleitet/
https://www.antifainfoblatt.de/artikel/ansdapo-verboten

 

One Reply to “Lars Günther – rechter Netzwerker & Verschwörungstheoretiker”

  1. ixy sagt:

    Der ist ger­ade zum Vor­sitzen­den des Kreisver­ban­des MOL gewählt wor­den. 🙁

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