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Rendezvous mit dem Geheimdienst

Peter Nowak Seit Som­mer 2006 ver­suchte der Ver­fas­sungss­chutz eine Per­son aus der linken Szene der Stadt Frank­furt (Oder) für Infor­man­ten­di­en­ste anzuwer­ben. Mit dieser Infor­ma­tion sind die Rote Hil­fe und die Soli­gruppe Frank­furt (Oder) jet­zt an die Öffentlichkeit gegan­gen.
In einem mehr­seit­i­gen Pro­tokoll, das unter anderem in der jüng­sten Aus­gabe der Rote Hil­fe-Zeitung abge­druckt wurde, sind die drei Gespräche, die der junge Mann mit einem Mitar­beit­er des Ver­fas­sungss­chutzes geführt haben soll, eben­so aufge­lis­tet wie Kon­tak­te per E‑Mail oder Handy.
Die erste Begeg­nung gab es dem­nach Ende August, als ein Mann vor der Arbeitsstelle des jun­gen Aktivis­ten wartete. Der Wartende habe sich als Björn Klopp­stock aus Berlin vorgestellt. Er sei Jour­nal­ist und wolle ein Inter­view. Doch schon beim ersten Gespräch­ster­min habe Björn Klopp­stock offen gesagt, dass er für den beim Bun­desin­nen­min­is­teri­um ange­siedel­ten Ver­fas­sungss­chutz arbeite.
Der junge Aktivist sollte in unter­schiedlichen Bere­ichen tätig wer­den. So sollte er Infor­ma­tio­nen über die Autonome Antifa Frank­furt (Oder) und deren Verbindun­gen sowie über die begin­nen­den Proteste gegen den G8-Gipfel in Heili­gen­damm zusam­men­tra­gen.
Um die Gipfel­geg­n­er auszus­pi­onieren, sollte der Gefragte an Vor­bere­itungstr­e­f­fen des Dis­sent-Net­zw­erks teil­nehmen. Beson­deres Augen­merk sollte er dort auf Mail­verteil­er und Pass­wörter richt­en, habe ihm Klopp­stock eingeschärft, heißt es.
Der Ein­satz des ver­meintlichen Neu-Infor­man­ten sollte nicht auf Bran­den­burg beschränkt bleiben. Die Teil­nahme an Ver­anstal­tun­gen in anderen Bun­deslän­dern ist den Angaben zufolge aus­drück­lich vorge­se­hen gewe­sen. Gle­ich zum Ein­stieg hätte es das Dis­sent-Vor­bere­itungstr­e­f­fen in Osnabrück gegeben. Als Gegen­leis­tung für die Spitzeltätigkeit sollen bis zu 500 Euro monatlich ange­boten wor­den sein.
Was Klopp­stock nicht ahnen kon­nte: Der junge Mann ging nur zum Schein und in Absprache mit poli­tis­chen Fre­un­den darauf ein. Nach dem drit­ten Tre­f­fen brach er dann den Kon­takt ab. »Es ist darum gegan­gen, die Arbeitsweise des Ver­fas­sungss­chutzes bei Infor­man­te­nan­wer­bun­gen genauer ken­nen zu ler­nen«, begrün­det die Soli­gruppe Frank­furt (Oder) diese Herange­hensweise.
Auch in Pots­dam und Bernau sind in der let­zten Zeit Aktivis­ten aus linken Zusam­men­hän­gen auf die gle­iche Weise von ver­meintlichen Jour­nal­is­ten, die sich dann als Mitar­beit­er des Ver­fas­sungss­chutzes ent­pup­pten, ange­sprochen wor­den. Ob sich die Geheim­di­en­stler dort auch als Björn Klopp­stock vorstell­ten, soll noch ermit­telt werden.

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Notizen zum Strausberger Polizeieinsatz

Beobachtet am:

03.01.2007, zwis­chen 12.00 und 12.40

Ort:

Region­al­bahn­steig des Bahn­hofes Straus­berg Vorstadt 

Situation: 

Während mein­er Mit­tagspause an einem Imbiss am Bahn­hof wur­den bin­nen kurz­er Zeit Kräfte der Potd­samer Bere­itschaft­spolizei (zwei VW-Trans­porter mit Pots­damer Kennze­ichen), Polizis­ten der Straus­berg­er Wache und zivil­er Beamte im Bahn­hof­sum­feld zusammengezogen. 

Aus Inter­esse gesellte ich mich unter die Wartenden auf dem Bahn­steig. Die ca. 25 Beamten nah­men auf dem Region­al­bahn­hof Auf­stel­lung und warteten auf den ank­om­menden Zug aus Rich­tung Rehfelde. 

Als der Zug anhielt, bestiegen sie sofort jeden Ein­gang der Wag­ons und schick­ten alle far­bigen Fahrgäste, und nur diese, aus den Wagen. Die ca. 10–12 Per­so­n­en (darunter 3 Frauen) saßen in unter­schiedlichen Wag­ons und wur­den auf dem Bahn­hof mit ein­er Art Spalier festgehalten. 

Die Fest­ge­hal­te­nen protestierten zum Teil und zeigten ihre Fahrkarten mehreren Beamten. Die zivilen Beamten führten zumin­d­est bei einem Teil der Fahrgäste Per­so­n­enkon­trollen durch. Der Vor­gang dauerte ca. 10 Minuten. In dieser Zeit kön­nte der Zug nicht weit­er fahren, was zu Unmut bei dem Zugführer und zu Des­ori­en­tierung der übri­gen Fahrgäste führte. 

Aus nicht erkennbarem Grund, kon­nte ein Teil der Fes­tege­set­zten die Weit­er­fahrt antreten. Fünf Män­nern wurde das ver­weigert. Der Zug set­zte seine Fahrt fort. 

Durch die Gespräche der Beamten stellt sich her­aus, dass es sich um eine Art Razz­ia gegen „Res­i­den­z­plicht­brech­er“ han­delt.
Den fünf fest­ge­set­zten Män­nern wur­den die Papiere abgenom­men und die zivilen Beamten ver­ließen den Einsatzort. 

Die verblieben, ca. 20 zum großen Teil sehr junge Beamte, fin­gen an eine Art Vernehmung durchzuführen und fra­gen die Fest­ge­set­zten wo sie denn hin­fahren wollen. „Ham­burg, Berlin zum Schwarzarbeit­en?“ etc. Die Betrof­fe­nen nah­men es zuse­hends gelassen und wirk­ten so, als wenn sie nicht zum ersten Mal in diese Art von Kon­trolle ger­at­en waren. Sie sagten mehrmals auf Englisch, dass es Unrecht ist was hier passiert, dass sie Fahrkarten bezahlt hät­ten und nun gehen wollen. 

Ein­er der zivilen Beamten bestand nun darauf von allen ein Foto zu machen. (wegen „Wieder­hol­ungs­ge­fahr“). Die fünf Per­so­n­en ver­weigerten das vor­erst mit dem Hin­weis auf darauf, dass es nicht recht­ens ist und sie nichts getan haben. Der Beamte bestand nach­drück­lich darauf und sie nah­men es let­z­tendlich gelassen. 

Nach­dem die Maß­nahme nun schon über eine halbe Stunde dauerte, kamen die zivilen Beamten mit den Papieren zurück und sagten „..ihr kön­nt alle gehen, aber du (er zeigte auf einen der Fünf) nur MOL.“ Daraufhin bestiegen die Beamten ihre Wagen und die fünf Fest­ge­hal­te­nen gin­gen Rich­tung Vorstadt.

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Der Geschichte verpflichtet – der Befreiung gedenkend! Nazidemo sabotieren!

Am 27.01.07 will der Bran­den­burg­er Lan­desver­band der NPD unter dem Mot­to
„Deutsch­land ist abge­Merkelt! Bran­den­burg auch! Danke schön­BOHM!“ eine Demon­stra­tion
in Frank­furt (Oder) durch­führen. Um dies zu ver­hin­dern ruft die Autonome Antifa
Frank­furt (Oder) zu Gege­nak­tiv­itäten auf. 

Der 27.Januar 1945 ist ein geschicht­strächtiges Datum. An diesem Tag befre­ite die
Rote Armee die Gefan­genen des Konzen­tra­tionslagers Auschwitz. Das Ver­nich­tungslager
ist zum weltweit­en Sym­bol für die men­schen­ver­ach­t­ende Rassen­poli­tik der
Nation­al­sozial­is­ten gewor­den. Hier ermorde­ten die Nazis Mil­lio­nen Men­schen, die
nicht in ihr faschis­toides Welt­bild passten. Um an die Schreck­en des NS Regimes und
deren Opfer zu erin­nern find­et jährlich der Inter­na­tionale Holo­caustge­denk­tag statt. 

Die NPD will am diesjähri­gen Gedenk­tag mit einem Auf­marsch ihre ras­sis­tis­chen,
anti­semi­tis­chen und sex­is­tis­chen Ansicht­en propagieren. Ihr Anliegen beste­ht darin
ihre ver­harm­losende und ver­fälschende Geschicht­sauf­fas­sung zu ver­bre­it­en. Eine am
27. Jan­u­ar erfol­gre­ich durchge­führte Neon­azidemon­stra­tion käme ein­er erneuten
Ver­höh­nung der Opfer gleich. 

Des weit­eren ver­fol­gt die Partei mit der Demon­stra­tion am 27.Januar strate­gis­che
Ziele. Seit einiger Zeit tritt der Kreisver­band Oder­land ver­stärkt in der
Kleist­stadt auf. Durch kon­spir­a­tiv organ­isierte Lieder­abende, Saalver­anstal­tun­gen
und einen Info­s­tand ver­sucht­en sie seit ger­aumer Zeit neue Mit­gliederIn­nen für ihre
Partei zu gewin­nen. Trotz der zahlre­ichen Bemühun­gen seit dem let­zten NPD-Auf­marsch
vor 5 Jahren gelang es ihnen nicht eigene Struk­turen in Frank­furt (Oder) aufzubauen.
Mit dem geplanten Auf­marsch starten sie einen erneuten Ver­such, einen
NPD-Stadtver­band aufzubauen. 

Anlass für die Demon­stra­tion der NPD ist der CDU-Lan­desparteitag, welch­er am sel­ben
Tag in Frank­furt (Oder) stat­tfind­et. Die Neon­azis wollen damit Stel­lung gegen die
Poli­tik der CDU beziehen. Dies scheint äußerst ver­wun­der­lich, da sie sich in vie­len
The­men­bere­ichen wie z.B. der Abschiebe­poli­tik kaum voneinan­der unter­schei­den. Was
die CDU in den Par­la­menten beschließt, dass set­zt die NPD auf der Straße radikal um. 

Es gäbe genug Gründe an diesem Tag gegen bei­de Parteien auf die Straße zu gehen.
Doch fühlen wir uns der Geschichte verpflichtet, daher beste­ht unser Haup­tan­liegen
darin die NPD Demo zu sabotieren. Wir wer­den es nicht zulassen, dass Neon­azis am 27.
Jan­u­ar ihre faschis­tis­che Ide­olo­gie auf die Straße tra­gen. Wir wer­den niemals
vergessen und gedenken der Opfern von Ras­sis­mus und Antisemitismus. 


Nie wieder Faschis­mus! Nie wieder Deutschland! 

Antifaschis­tis­che Kundgebung

27. Jan­u­ar, 10 Uhr

Altes Kino, Frankfurt/Oder

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Vattenfall läßt Bäume umhauen

Cot­tbus. Im Vor­feld des Tage­baus Cot­tbus-Nord ist am Don­ner­stag mit Abholzun­gen begonnen wor­den, teilte die Vat­ten­fall Europe Min­ing AG mit. Die Abholzungsar­beit­en seien notwendig, um den Tage­bau fortzuführen. Alle Genehmi­gun­gen lägen vor. Der Tage­bau ist ein­er der Brennstof­fliefer­an­ten für das nahegele­gene Kraftwerk Jän­schwalde.
Mitte Dezem­ber hat­te das Lan­desamt für Berg­bau, Geolo­gie und Rohstoffe den Plan­fest­stel­lungs­beschluß zur Erweiterung des Tage­baus Cot­tbus-Nord erlassen. Umweltver­bände reicht­en Klage gegen den Beschluß beim Ver­wal­tungs­gericht Cot­tbus ein.

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Gericht stoppt Vattenfall

Das Ver­wal­tungs­gericht Cot­tbus hat die Rodungsar­beit­en zur Erweiterung des Tage­baus Cot­tbus-Nord gestoppt. Die Vat­ten­fall Europe Min­ing AG hat­te am Don­ner­stag mor­gen mit der Abholzung ent­lang des Ham­mer­graben-Alt­laufs begonnen. Daraufhin hat­te die Grüne Liga gegen den zugrunde liegen­den Bescheid des Lan­desumweltamtes Beschw­erde ein­gelegt. Das Ver­wal­tungs­gericht fällte am Don­ner­stag abend noch keine endgültige Entschei­dung über den Eilantrag, stoppte die Arbeit­en aber in einem Zwis­ch­enentscheid vor­läu­fig.
Die Fort­set­zung der Rodungsar­beit­en würde »zu einem mas­siv­en und schw­er aus­gle­ich­baren Ein­griff« in das Land­schaftss­chutzge­bi­et Peitzer Teich­land­schaft und Ham­mer­graben führen, sagte ein Gerichtssprech­er. Für den Energiekonz­ern Vat­ten­fall sei ein kurzzeit­iger Stopp der Arbeit­en bis zu ein­er abschließen­den Entschei­dung zumutbar. 

Vat­ten­fall hat­te mit­geteilt, die Abholzungsar­beit­en seien notwendig, um den Tage­bau Cot­tbus-Nord fortzuführen. Alle Genehmi­gun­gen dafür lägen vor. Die Lako­maer Teiche wür­den von den derzeit­i­gen Arbeit­en nicht berührt. Der Tage­bau ist ein­er der Brennstof­fliefer­an­ten für das nahegele­gene Kraftwerk Jänschwalde. 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutsch­land (BUND) warf Vat­ten­fall vor, eine Zusage gebrochen zu haben, wonach bis zum 15. Jan­u­ar kein­er­lei Räu­mungs­maß­nah­men begin­nen soll­ten. Der Konz­ern habe diese Zusage gegeben, damit das Cot­tbuser Ver­wal­tungs­gericht die von Umweltver­bän­den ein­gere­ichte Klage gegen die Abbag­gerung der Lako­maer Teiche prüfen könne. Die Grüne Liga verurteilte das Vorge­hen Vat­ten­falls in ein­er am Fre­itag ver­bre­it­eten Erk­lärung »auf das Schärf­ste«. Offen­bar habe Vat­ten­fall mit der über­raschen­den Baum­fäl­lak­tion Tat­sachen schaf­fen wollen. »Erst am Mittwoch hat­te das Gericht einen Ort­ster­min für den 10. Jan­u­ar ange­set­zt, um den Stre­it­ge­gen­stand zu besichti­gen«, heißt es in der Erk­lärung. »Um vor dem Gerichts­beschluß möglichst viele Bäume fällen zu kön­nen, wur­den die Arbeit­en von ein­er Sicher­heits­fir­ma mit Gewalt gegen protestierende Bürg­er durchge­set­zt.« Ein Grun­deigen­tümer hätte Strafanzeige wegen Haus­friedens­bruch gegen Mitar­beit­er der Sicher­heits­fir­ma gestellt, heißt es weiter.

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Gericht stoppt Rodungen bei Lakoma

Vat­ten­fall hat­te gestern mit den Arbeit­en begonnen 

Cot­tbus — Das Ver­wal­tungs­gericht Cot­tbus hat am Don­ner­stag vor­läu­fig die Rodun­gen des Energiekonz­erns Vat­ten­fall Europe im Vor­feld des Tage­baus Cot­tbus-Nord gestoppt. Grund sei ein Eilantrag der Grü­nen Liga Bran­den­burg, teilte das Gericht mit. Dieser richte sich gegen einen Bescheid des Lan­desumweltamtes Bran­den­burg. Die Kam­mer müsse nun über den Eilantrag noch abschließend entscheiden. 

Das Energie­un­ternehmen hat­te gestern Vor­mit­tag mit den Rodungsar­beit­en ent­lang des Ham­mer­graben-Alt­laufes begonnen. Dafür lägen alle Genehmi­gun­gen vor, sagte ein Unternehmenssprech­er. Die benach­barten Lako­maer Teiche, die das Unternehmen gegen den Protest von Naturschützern abbag­gern will, seien davon nicht betroffen. 

Mit dem Start der Holzungsak­tion im Tage­bau­vor­feld hat Vat­ten­fall nach Ansicht des Naturschutzver­ban­des BUND Bran­den­burg seine Zusage gebrochen, vor dem 15. Jan­u­ar keine Räu­mungsak­tio­nen zu unternehmen. Das Unternehmen habe dies sein­erzeit zuge­sagt, damit das Ver­wal­tungs­gericht Cot­tbus die Klage der Umweltver­bände gegen die Abbag­gerung der Lako­maer Teiche prüfen kann, teilte der Ver­band in Pots­dam mit. 

Vat­ten­fall Europe hat­te am 18. Dezem­ber die Genehmi­gung zur Abbag­gerung des €päis­chen Naturschutzge­bi­etes Lako­maer Teiche und eines Teils des Ham­mer­grabens erhal­ten. Dort liegen 42 Mil­lio­nen Ton­nen Braunkohle, die im Kraftwerk Jän­schwalde zu Strom ver­ar­beit­et wer­den sollen. Gegen den Abbag­gerungs-Beschluss des Lan­desamtes für Berg­bau, Geolo­gie und Rohstoffe legte die Grüne Liga Bran­den­burg Klage beim Ver­wal­tungs­gericht Cot­tbus ein. Wann die Richter darüber entschei­den, ste­ht noch nicht fest. dpa 

www.lacoma.info

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Die wahre Feigheit

In Königs Wuster­hausen sendet ein lokaler Radiosender namens „Sender KW“ seit Anfang
Dezem­ber 2006 Blitzer­mel­dun­gen und lässt sich diese von der Mode­marke „Thor Steinar“
finanzieren. Im Gegen­zug darf sich die in recht­sex­tremen Kreisen beliebte Marke der
Hör­erschaft des Radiosenders als „Fre­und und Helfer“ präsentieren. 

Der Geschäfts­führerin des „Sender KW“ war sich des Risikos offen­bar bewußt, durch
das Ausstrahlen der Spots dieses beson­deren Spon­sors selb­st in Verbindung mit der
Marke und ihren Umtrieben in recht­en Kreisen gebracht zu wer­den. Trotz­dem scheute
sie sich auch nach öffentlich­er Kri­tik an ihrem Vorge­hen nicht, den Ver­trag mit
„Thor Steinar“ sog­ar noch zu ver­längern. Sie begrün­dete dies damit, daß die Marke
nicht ver­boten sei. 

Eine rechte Mode­marke also ganz zu Unrecht in der Kri­tik? Mit­nicht­en, denn die
Kollek­tion von „Thor Steinar“ strotzt nur so von recht­en bis recht­sex­tremen
Sym­bol­en. Da wird auf T‑Shirts und anderen Klei­dungsstück­en mal eben zum Bild eines
deutschen Maschi­nengewehrs mit „Haus­be­suchen“ gedro­ht, die deutsche
Kolo­nial­herrschaft in Afri­ka ver­harm­lost, ein hei­d­nis­ches, antichristlich­es Bild als
Auf­druck ver­wen­det, dass sich­er nicht ganz zufäl­lig fast iden­tisch mit dem Logo der
recht­sex­tremen „Art­ge­mein­schaft — Ger­man­is­che Glaubens-Gemein­schaft wesens­gemäßer
Lebens­gestal­tung“ ist. Auch Sym­bol und Schriftzug der neon­azis­tis­chen schwedis­chen
Band „Ulti­ma Thule“ find­et sich auf zahlre­ichen „Thor Steinar“ Klei­dungsstück­en.
Die Liste der offen­sichtlichen recht­sex­tremen Sym­bole und Anspielun­gen ließe sich
noch lange fort­set­zen, so ist die Kund­schaft auf der Inter­net­seite der Fir­ma dann
auch ganz in his­torisch­er Tra­di­tion in „Män­ner“ und „Mädels“ unterteilt – bei­de
sym­bol­isiert durch Bilder von Mod­els – alle­samt blond und blauäugig. 

„Thor Steinar“ erfreut sich in recht­sex­tremen Kreisen größter Beliebtheit – manche
Nazide­mo gle­icht inzwis­chen fast ein­er Thor Steinar-Mod­en­schau. Dass das nicht nur
auf den offen­bar gewoll­ten Anspielun­gen auf nation­al­sozial­is­tis­che und anderen
extrem recht­en Sym­bo­l­iken beruht, zeigt sich beim näheren Betra­cht­en des
geschäftlichen Umfeldes der Marke.
Denn sowohl bei den Betreibern in Königs Wuster­hausen als auch bei inter­na­tionalen
Part­nern find­en sich Ver­strick­un­gen in die rechte Szene, die inzwis­chen zum Großteil
als gesichert gel­ten. Wenn zum Beispiel Ver­trieb­spart­ner Konz­erte der
„Nation­al­so­cial­is­tisk Front“ in Schwe­den besuchen oder Inter­net-Seit­en der
ras­sis­tis­chen „Ham­mer­skins“ betreiben, dann wird die Fir­ma und ihre Betreiber in der
Naziszene zu Recht als „eine von uns“ wahrgenom­men.
In diesem Lichte ist es den Betreibern auch nicht mehr abzunehmen, daß es sich bei
all den recht­en Sym­bol­en um bloße Zufälle oder „Mißver­ständ­nisse“ und
„Unter­stel­lun­gen“ han­delt – es ist „im besten Fall“ eiskaltes Kalkül, mit
Nazik­lam­ot­ten Geld zu machen. 

Geld, daß sich offen­bar auch die Geschäfts­führerin von „Sender KW“ nicht ent­ge­hen
lassen wollte. Immer wieder betont sie, nur Geschäfts­frau zu sein. Möglicher­weise
hat Frau Gödecke auch ihre langjährige SPD-Mit­glied­schaft eher zweck­mäßig gese­hen –
auf jeden Fall aber scheint sie in ihrer Zeit als Abge­ord­nete kein­er­lei Gefühl für
die his­torische Rolle von Nazis im Umgang mit ihrer eige­nen Partei entwick­elt zu
haben. Wie die Geschäfts­führer von „Thor Steinar“ kalkuliert schein­bar auch Frau
Gödecke knall­hart, um aus recht­en Mode­marken noch Prof­it schla­gen zu können. 

Als Recht­fer­ti­gung benutzt sie das bish­er fehlende Ver­bot. Aber sich auf Ver­bote zu
ver­lassen, ist das völ­lig falsche Sig­nal – auch das eine Lehre aus der Geschichte –
denn auch legal­isiert­er Recht­sex­trem­is­mus macht Wider­stand dage­gen nicht
über­flüs­sig, son­dern um so notwendi­ger, denn er kann Hin­weis auf beson­ders
gefährliche gesellschaftliche Verän­derun­gen sein. 

Statt auf Ver­bote zu set­zen oder sich auf die Hand­lun­gen irgendwelch­er
Par­la­men­tari­erIn­nen zu ver­lassen, sollte Frau Gödecke selb­st ihren eige­nen, aktiv­en
Beitrag im Kampf gegen Rechts leis­ten und jede Zusam­me­nar­beit mit „Thor Steinar“
ein­stellen. Denn genau das zu unter­lassen – ist feige.
Im Kampf gegen einen wieder­erstark­enden Recht­sex­trem­is­mus sind alle Men­schen
gefragt, nicht nur irgendwelche Poli­tik­erIn­nen – und wer trotz alle­dem mit
Recht­sex­trem­is­mus Geschäfte machen und daraus Prof­it schla­gen will – der muß auch
mit den Kon­se­quen­zen leben können. 

In diesem Sinne: Keine Nor­mal­isierung von Nazik­lam­ot­ten hin­nehmen – Thor Steinar zerschlagen! 

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(Neo)nazis im Westhavelland

Rück­blick­end auf das Jahr 2006 hat ein Antifaschis­tis­ches Autorenkollek­tiv eine Doku­men­ta­tion über die (Neo)nazis im West­havel­land erar­beit­et, in der aktuelle Ten­den­zen in der (neo)nazistischen Szene von Rathenow und Prem­nitz analysiert sowie entsprechende Grup­pierun­gen und Organ­i­sa­tio­nen näher beleuchtet werden. 

Haup­tau­gen­merk in der Jahreszusam­men­fas­sung sind ein­mal mehr die beständi­gen Aktiv­itäten zweier bere­its im Jahr 2005 ver­bote­nen Kam­er­ad­schaften sowie in den let­zten Wochen und Monat­en neu ent­standene Grup­pierun­gen und der regionale NPD
Verband. 

Der Jahres­rück­blick 2006 ist in dig­i­taler Form hier hin­ter­legt und kann kosten­los herun­terge­laden werden.

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Angriff auf Gaststätteninhaber

Grün­hei­de (Oder-Spree) In der Sylvester­nacht melde­ten die Mitar­beit­er eines griechis­chen Restau­rants, dass mehrere Unbekan­nte den Inhab­er ange­grif­f­en und geschla­gen haben. Sie riefen die Polizei gegen 01.20 Uhr zu Hil­fe. Etwa dreißig Per­so­n­en hat­ten sich bere­its zuvor nahe der Gast­stätte aufge­hal­ten. Da die Gruppe erhe­blichen Lärm verur­sachte, ging der Inhab­er des Restau­rants gegen 01.00 Uhr zu den jun­gen Leuten und bat darum, etwas weniger Lärm zu verur­sachen, da sich die Gäste des Restau­rants belästigt fühlten. Der Gast­wirt wurde zunächst ver­bal ange­grif­f­en, einige junge Män­ner brüll­ten ihm Nazi­parolen ent­ge­gen und belei­digten den Mann erhe­blich. Schließlich kam es zu Hand­grei­flichkeit­en, bei denen der Gast­stät­ten­in­hab­er leicht ver­let­zt wurde.
Durch Polizeibeamten kon­nten zwei Män­ner (17 und 18 Jahre alt) unmit­tel­bar nach der Auseinan­der­set­zung vor­läu­fig festgenom­men wer­den. Durch weit­ere Ermit­tlun­gen wur­den zwei weit­ere Tatverdächtige ermit­telt. Der Gast­stät­ten­in­hab­er wurde vor Ort ambu­lant behan­delt, die polizeilichen Ermit­tlun­gen dauern noch an. 

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Hakenkreuze im Klinikkeller

Neu­rup­pin (Ost­prig­nitz-Rup­pin) Mit Hak­enkreuzen wur­den am Neu­jahrstag zwis­chen 14.30 Uhr und 22.00 Uhr die Wände von ver­schiede­nen Kellern des Klinikums in Neu­rup­pin, Fehrbelliner Straße, beschmiert. Zur Höhe des mit­tels wasser­festem Stift verur­sacht­en Sach­schadens liegen derzeit keine Erken­nt­nisse vor. 

Inforiot