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Kranzniederlegung in Station Z

Sach­sen­hausen (dpa/bb) — Zum 63. Jahrestag der Ermor­dung von 27 Häftlin­gen wird an diesem Son­ntag (11.00 Uhr) im Konzen­tra­tionslager Sach­sen­hausen an die let­zten Stun­den der Opfer erin­nert. Nach Angaben eines Sprech­ers der Stiftung Bran­den­bur­gis­che Gedenkstät­ten nehmen mehrere ehe­ma­lige deutsche und franzö­sis­che Häftlinge des Konzen­tra­tionslagers und Hin­terbliebene an der Ver­anstal­tung teil. Ein Kranz soll im Gedenko­rt «Sta­tion Z» niedergelegt wer­den. Am 11. Okto­ber 1944 hat­ten die Nation­al­sozial­is­ten 24 deutsche und drei franzö­sis­che Häftlinge erschossen. Zuvor seien Anze­ich­nen ein­er geheimen kom­mu­nis­tis­chen Wider­stand­sor­gan­i­sa­tion gefun­den worden.

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“Das Leben geht weiter!”

Es waren etwa 45 BesucherIn­nen, die sich am Vor­mit­tag des 08.10.2007 in einem
kleinen Saal des “Schloss­es” in Bad Freien­walde ein­fan­den, ges­pan­nt auf die
Erzäh­lun­gen eines fast hun­dertjähri­gen Mannes. Doch diese Erzäh­lun­gen gestal­teten
sich weitaus anders, als von den meis­ten erwartet. Dr. Hans Keil­son stellte als
erstes fest, dass er nicht aus den Nieder­lan­den angereist wäre um einen Vor­trag zu
hal­ten, son­dern dass er da sei, um mit den BesucherIn­nen zu reden und durch
Gespräche und Diskus­sio­nen auch seine eigene Lebens­geschichte ver­mit­teln würde.
Trotz­dem beka­men die Gäste, größ­ten­teils vom Bad Freien­walder Gym­na­si­um aber (als
“Ehren­gast”) auch der Bürg­er­meis­ter Ralf Lehmann, einen kurzen Ein­blick über die
Per­son “Hans Keil­son”. Dieser ist 1909 in Bad Freien­walde in ein­er jüdis­chen Fam­i­lie
geboren. Mitte der zwanziger Jahre, kurz vor seinem Abitur, hat­te er seine ersten
Begeg­nun­gen mit Anti­semitismus. Doch ver­suchte er dies hin­ter sich zu lassen als er
1928 nach Berlin ging um Medi­zin zu studieren. Als er sein Studi­um 1934 been­dete,
war es den Juden allerd­ings ver­boten jegliche medi­zinis­che Berufe auszuüben. Zwei
Jahre lebte Hans Keil­son noch in Deutsch­land, bis er es nicht mehr aushielt. Er
durfte seine nicht-jüdis­che Lebens­ge­fährtin nicht heirat­en, auf­grund der “Nürn­berg­er
Ras­sen­ge­set­ze”, er hat­te keinen Beruf und die Büch­er die er schrieb wur­den ver­boten.
1936 flo­hen seine Lebens­ge­fährtin und er schließlich in die Nieder­lande. Hier
tauchte er unter und lebte als “Dok­tor vaan Der­lin­den”. Er bekam, während der
deutschen Besatzungszeit, das Ange­bot in ein­er ille­galen Unter­grun­dor­gan­i­sa­tion
mitzuar­beit­en, die sich damit beschäftige trau­ma­tisierte, jüdis­che Waisenkinder, die
von nieder­ländis­chen Fam­i­lien aufgenom­men wor­den waren, zu betreuen. Er willigte ein
und arbeit­ete so jahre­lang. 1939 holte er kurzzeit­ig seine Eltern in die
Nieder­lande, doch da er der Mei­n­ung war, sie kön­nten mit ihrer Aus­reiseer­laub­nis
nach Palästi­na zu sein­er Schwest­er auswan­dern, beschloss er sie nicht bei sich
aufzunehmen. Diese Entschei­dung wurde ihm jedoch zum Ver­häng­nis. Seine Eltern kamen
in einem Konzen­tra­tionslager ums Leben. Heute lebt er mit sein­er zweit­en Frau in der
Nähe von Ams­ter­damm und ist noch immer als der älteste Psy­cho­an­a­lytik­er der Welt
aktiv. 

Dies war nur ein kurz­er Ein­blick in seine Biogra­phie (kom­plett nachzule­sen in dem
Buch “Das Leben geht weit­er” von Hans Keil­son), men­sch kon­nte aber im laufe von
Gesprächen und Diskus­sio­nen noch viel mehr Einzel­heit­en erfahren. Hans Keil­son war
aber selb­st sehr inter­essiert an der per­sön­lichen Sichtweise der BesucherIn­nen,
bezo­gen auf Ver­gan­gen­heit, Gegen­wart und Zukun­ft. So wurde über The­men wie die
Entwick­lung des Recht­sex­trem­is­mus in Bad Freien­walde, die Zukun­ft Deutsch­lands, die
Tak­tiken und Mit­tel von Hitler und der Inter­ak­tion zwis­chen Deutsch­land und Polen
disku­tiert. Keil­son begrün­dete sein Inter­esse mit der Aus­sage: “Sie alle sind
Zeu­gen, Zeu­gen der eige­nen Zeit!” Und so wurde auch dem Bürg­er­meis­ter ein­mal mehr
deut­lich gemacht, dass Recht­sex­trem­is­mus ein zunehmendes Prob­lem in Bad Freien­walde
darstellt. Eine junge Frau berichtete, dass sie Angst hätte mit ihrer kleinen
Tochter durch die Straßen zu gehen, weil sie nie wisse wie die Nazis auf sie
reagieren wür­den. Eine Lehrerin des Gym­na­si­ums äußerte sich insofern, dass es
erschreck­end sei, dass dieses The­ma so gle­ichgültig behan­delt wird und auch mehrere
Jugendliche gaben an, dass das Prob­lem immer schlim­mer wird und dass die
Gle­ichgültigkeit der Gesellschaft trau­rig sei. Auch der Anti­semitismus wurde
the­ma­tisiert und die ver­schiede­nen Def­i­n­i­tio­nen Hans Keil­sons waren inter­es­sant. Er
sagte, er spreche bewusst nicht von Juden, son­dern Anti­semitismus beste­ht aus
Ver­fol­gern und Ver­fol­gten. Außer­dem sei Anti­semitismus nichts anderes als die
Pro­jek­tion der eige­nen, unbe­wältigten Prob­leme auf einen Sün­den­bock. In diesem Fall
auf den Juden. Auf die Frage hin, ob er durch seine Erleb­nisse mit dem
Nazi-Deutsch­land nicht einen unglaublichen Hass auf die Deutschen habe, antwortete
er nicht direkt. Er sagte nur, er sei tief­trau­rig darüber, dass Men­schen zu so etwas
fähig waren. 

Neben­bei bekam men­sch auch inter­es­sante geschichtliche Fak­ten dargelegt. So wurde
die die NSDAP durch einen Mann namens Joseph Schön­felder in Bad Freien­walde
man­i­festiert, vor dem Rathaus hat­te einst Göbbels feurige Reden gehal­ten und Adolf
Hitler per­sön­lich schritt im März 1945 noch durch das Bad Freien­walder “Schloss”.

Nach zwei Stun­den wurde das Gespräch schließlich been­det, obwohl noch längst nicht
alle The­men aus­geschöpft waren. Zum Abschluss gab Hans Keil­son seinen BesucherIn­nen
noch fol­gende Worte, der Titel eines sein­er Büch­er, mit auf den Weg: “Das Leben geht
weiter!”

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Fesselung war »rechtmäßig«

Frank­furt (Oder). Das Ver­wal­tungs­gericht Frank­furt (Oder) hat die Fes­selung ein­er Keni­aner­in in der Abschiebe­haf­tanstalt Eisen­hüt­ten­stadt für recht­mäßig erk­lärt. Die 5. Kam­mer wies am Fre­itag eine Klage der Afrikaner­in, die 2003 nach Kenia abgeschoben wurde, gegen die Zen­trale Aus­län­der­be­hörde des Lan­des Bran­den­burg ab. Nach Ansicht der Richter durften die Mitar­beit­er der Haf­tanstalt die Frau am 1. und 2. Okto­ber 2003 über mehrere Stun­den an Hän­den und Füßen auf einen Tisch binden. Es habe die Gefahr bestanden, daß sich die Keni­aner­in selb­st ver­let­zen oder »Mobil­iar beschädi­gen kön­nte«, heißt es zur Begrün­dung. Die Keni­aner­in hat­te den Angaben zufolge einen Schaum­stoff­ball in Brand geset­zt, eine Zelle mit Wass­er aus der Toi­let­ten­spülungn über­schwemmt und ver­sucht, einen Spülka­s­ten zu zer­stören. Daraufhin sei sie gefes­selt worden. 

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Streit um Abschiebehafteinrichtung

Frank­furt (Oder). Bedi­en­stete der Abschiebe­haf­tanstalt Eisen­hüt­ten­stadt (Oder-Spree) durften einem Gericht­surteil zufolge eine Keni­aner­in zweimal über Stun­den an Hän­den und Füßen auf einem Tisch fesseln. 

An den bei­den Tagen im Okto­ber 2003 habe die Gefahr bestanden, dass sich die Frau selb­st ver­let­zen oder das Mobil­iar der Anstalt beschädi­gen würde, urteilte gestern das Ver­wal­tungs­gericht Frank­furt (Oder). Es wies damit eine Klage der Frau gegen die Zen­trale Aus­län­der­be­hörde Bran­den­burgs ab. 

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Festgenommen worden? Anzeige bekommen?

Alle, die im Rah­men der Aktiv­itäten gegen den Nazi­auf­marsch vom 6.10.2007 in Königs Wuster­hausen (z.B. bei den Sitzblock­aden) Ziel polizeilich­er Maß­nah­men wur­den, soll­ten sich bitte umge­hend beim Ermit­tlungsauss­chuss (EA) Berlin melden, um die weit­eren rechtlichen Schritte zu prüfen.

Kon­takt zum EA-Berlin

Gneise­naus­tr. 2a, Mehring­hof (U‑Bahnhof Mehringdamm)

10961 Berlin

Tel: 030 — 692 22 22

Sprech­stunde: Dien­stags von 20.00 bis 22:00 Uhr

Falls ihr in den näch­sten Wochen bzgl. des 6.10. von ein­er Behörde (Ord­nungsamt, Polizei…) Post (Vor­ladung, Bußgeldbescheid) bekommt, braucht ihr drauf vor­erst nicht zu antworten, soll­tet euch aber spätestens jet­zt mit dem EA-Berlin in Verbindung set­zen, der euch AnwältIn­nen ver­mit­telt und im weit­eren Vorge­hen berät. Um etwaige Wider­spruchs-Fris­ten nicht zu ver­säu­men und das Vorge­hen aller Betrof­fen­er zu koor­dinieren, sollte dies möglichst bald geschehen.

Einge­fahren sind einige — gemeint sind wir alle!

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Mit Bier und Reichskriegsflagge

Auf dem diesjähri­gen Straßen­fest am 3. Okto­ber in Mahlow trafen sich
Neon­azi-Aktivis­ten der Kam­er­ad­schaft „Freie Kräfte Tel­tow-Fläming“ und
ver­sucht­en poli­tisch Ander­s­denk­ende zu vertreiben und einzuschüchtern.
An einem Stand auf dem Fest wur­den Reich­skriegs­flaggen verkauft, und das
obwohl bere­its let­ztes Jahr Jugendliche Neon­azis mit solch ein­er Flagge
das Fest in ein neg­a­tives Licht gerückt hatten. 

Bere­its seit Beginn des Festes waren Per­so­n­en, die der
Neon­azi­grup­pierung „Freie Kräfte Tel­tow-Fläming“ zugerech­net wer­den vor
Ort und zogen als Gruppe durch die Ver­anstal­tung. Ihr Ziel war es
offen­bar, durch per­so­n­en­starkes Auftreten nicht-rechte und aus­ländis­che
Pas­san­ten einzuschüchtern. Um diese Dro­hge­bärde zu unter­stre­ichen wurde
alter­na­tive Jugendliche fotografiert und bedro­ht. Neben organ­isierten
Neon­azis waren auch Per­so­n­en aus deren Umfeld und unor­gan­isierte Rechte
vor Ort. Dies wurde dadurch deut­lich, dass viele Per­so­n­en rechte bzw. in
recht­en Kreisen beliebte Klei­dung tru­gen. Die rechte Mode­marke „Thor
Steinar“ war das dominierende Label an diesem Abend. (Bewe­is­fo­tos hier
)

Direkt am Bahn­hofsvor­platz (also der erste Stand für alle vom Bahn­hof
kom­menden Gäste) befand sich ein Verkauf­s­tand auf dem mehrere
Reich­skriegs­flaggen ver­trieben wur­den. In anbe­tra­cht der Tat­sache, das
bere­its im Vor­jahr rechte Jugendliche in einem Bierzelt um solch ein­er
Flagge ungestört Bier trinken kon­nten, wirkt das Verkaufen genau solch­er
Fah­nen wie eine Pro­voka­tion. Das öffentliche Zurschaustellen der
Reich­skriegs­flagge ist in Bran­den­burg des Weit­eren seit eini­gen Jahren
ver­boten. (Bewe­is­fo­to hier.
)

Tama­ra Levy, Press­esprecherin der Autonomen Antifa Tel­tow-Fläming [AATF]
erk­lärt hierzu: „Den Betreibern des Straßen­festes, der „Mahlow­er City
e.V.“ scheint es an der nöti­gen Sen­si­bil­ität zu fehlen oder möcht­en sich
offen­bar poli­tisch deut­lich posi­tion­ieren. Anders ist es nicht zu
erk­lären, wie es möglich sein kann, das die Fah­nen, die let­ztes Jahr für
ein Eklat gesorgt haben, dies­mal auch noch verkauft wer­den.“ Fern­er
betra­chtet sie diesen Vor­fall als Beweis dafür, dass Ver­satzstücke
recht­sex­trem­istis­chen Gedankengutes tat­säch­lich in der Mitte der
Gesellschaft auf frucht­baren Boden stoßen, da nie­mand der anderen Gäste
an einem der recht­sex­tremen Sym­bole zu stören schien. 

Auf dem ganzen Fest waren zu keinem Zeit­punkt ein aus­re­ichend
Polizeikräfte vor Ort um eventuelle Über­griffe oder andere Straftat­en zu
ver­hin­dern. Für 20 Min. war lediglich eine Streifen­wa­genbe­satzung am
späten Nach­mit­tag über das Fest gegangen. 

Einen Erleb­nis­bericht über die recht­en Aktiv­itäten am 3. Okto­ber 2007 in
Mahlow (mit Fotos von den Nazis und dem Verkauf­s­stand) gibt es
hier
.

Pressemit­teilung aus dem let­zten Jahr zu recht­en Aktiv­itäten auf dem
Straßen­fest gibt es
hier
.

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Spurensuche in Jamlitz


»Das hats bei uns nicht gegeben!? Anti­semitismus in der DDR«: Hin­ter­gründe ein­er Ver­leum­dungskam­pagne über einen der »größten Skan­dale der DDR«

Ende Sep­tem­ber wurde die fed­er­führend von der Amadeu-Anto­nio-Stiftung betreute und vor­wiegend von der »Stiftung zur Aufar­beitung der SED-Dik­tatur« gespon­serte Wan­der­ausstel­lung »Das hat’s bei uns nicht gegeben! ? Anti­semitismus in der DDR« nach ihrer Pre­miere im April erneut in Berlin präsen­tiert. Weit­ere Sta­tio­nen wer­den in den näch­sten Wochen Fürsten­walde, die Berlin­er Bezirke Pankow und Neukölln, Pir­na und Bernau sein. Die hier (meist auf der Grund­lage von Akten der staatlichen Ermit­tlungs­be­hör­den) zusam­menge­tra­ge­nen Einzel­beispiele anti­semi­tis­ch­er Vor­fälle in der über 40jährigen Geschichte der DDR sollen das generelle Ver­dammung­surteil recht­fer­ti­gen: »Der Boden­satz blieb unangetastet«. 

Man wird lange in den Archiv­en der im Springer-Ver­lag erscheinen­den Tageszeitung Die Welt suchen müssen, um eine Übere­in­stim­mung des Blattes mit dem ost­deutschen Faschis­mus­forsch­er Prof. Dr. Kurt Pät­zold zu find­en. In ein­er umfan­gre­ichen Würdi­gung der Anti­semitismus-Ausstel­lung gibt es aber eine solche. »Sach­lich dur­chaus richtig«, resümiert Die Welt einen ND-Beitrag des His­torik­ers vom 7. April dieses Jahres, »faßt Pät­zold die Ker­naus­sagen der Ausstel­lung zusam­men: ?Der unterge­gan­gene deutsche Staat soll seines Charak­ters als antifaschis­tis­ches Staatswe­sen entk­lei­det wer­den. Daß er sich so darstellte, wird als bloße Lüge zum Zwecke sein­er Legit­i­ma­tion dargestellt. In Wahrheit habe er die Hin­ter­lassen­schaften des Naziregimes, hier Boden­satz genan­nt, unange­tastet belassen?.« (Die Welt, 27. Juli 2007, S. 30: »Die Opfer weisen viel Zah­n­gold auf«) 

Am 30. Juli wird dieser Artikel noch ein­mal bei Wel­tOn­line nachgere­icht ? mit ein­er ver­schärften Schlagzeile: »Stasi schän­dete die Leichen von KZ-Opfern«. Die Ausstel­lung zeige, daß Anti­semitismus in der DDR »alltäglich war«, heißt es in der Ein­leitung und: »Die schock­ierend­ste Erken­nt­nis der Aufar­beitung: Stasi-Mitar­beit­er raubten die Zah­n­fül­lun­gen jüdis­ch­er KZ-Opfer«. Bezug genom­men wird auf eine der 36 Ausstel­lungstafeln. Was hier zu sehen ist, wird ? drei Wochen nach dem Pät­zold-Beitrag ?im Neuen Deutsch­land vom 27. April wie fol­gt resümiert: »Eine Tafel beschreibt, wie 1971 im bran­den­bur­gis­chen Jam­litz ein Mas­sen­grab ehe­ma­liger jüdis­ch­er KZ-Häftlinge ent­deckt wurde und wie MfS-Mitar­beit­er, bevor die men­schlichen Über­reste ent­ge­gen jüdis­chem Brauch­tum feuerbestat­tet wur­den, ihnen ins­ge­samt ?1080 g Zähne und Zah­n­prothe­sen? ent­nah­men.« (Die Welt: »Irri­tierend ist, daß aus­gerech­net das PDS-Blatt Medi­en­part­ner der Ausstel­lung ist.«) 

Fol­gt man dieser Darstel­lung, so bietet Jam­litz in der Tat den Stoff, mit dem ? über das ein­stige Min­is­teri­um der Staatssicher­heit der DDR als immer willkommen­em Vehikel ? im Geiste der Total­i­taris­mus­dok­trin eine der übel­sten Aktio­nen zur Dele­git­imierung des Antifaschis­mus der DDR insze­niert wer­den kann. Willkommene Gele­gen­heit auch, jenen Mitar­beit­ern des MfS am Zeug zu flick­en, die zu DDR-Zeit­en dazu beige­tra­gen haben, die tief­braunen West­en und so manche blut­be­fleck­te Hand bun­des­deutsch­er Promi­nenz ans Licht zu holen.

Rück­blende Jam­litz 1945

Ende 1942/Anfang 1943 beschloß die Reichs­führung der SS, vier neue Trup­penübungsplätze zu erricht­en. Ein­er davon, »der größte Trup­penübungsplatz der deutschen Waf­fen-SS in Europa«, so entsch­ied der ober­ste SS-Führer Hein­rich Himm­ler, sollte in der »Kur­mark, Kern­land der Mark Bran­den­burg« entste­hen. Dazu brauchte man bil­lige Arbeit­skräfte. Deshalb wurde im Herb­st 1943 in dem Dorf Jam­litz, etwa vier Kilo­me­ter von der bran­den­bur­gis­chen Ortschaft Lieberose ent­fer­nt, im Umfeld des dor­ti­gen Bahn­hofs das Konzen­tra­tionslager Lieberose (SS-intern »Liro«) als Neben­lager des KZ Sach­sen­hausen gebaut. Tausende Häftlinge aus fast allen Län­dern Europas, vor allem pol­nis­che und ungarische Juden, kamen bei den dort herrschen­den mörderischen Arbeits­be­din­gun­gen ums Leben. Das KZ wurde von der SS als »Straflager« geführt. 

Den größten Anteil stell­ten Jugendliche und Män­ner, die bei den Selek­tio­nen im KZ Auschwitz für arbeits­fähig erk­lärt und auf Trans­port nach Liebrose geschickt wor­den waren. Für sie galt die Losung des Lagerkom­man­dan­ten Wil­helm Ker­sten: »Die Juden müssen zit­tern!« Anfang Feb­ru­ar 1945 begann angesichts der näher­rück­enden Roten Armee die »Evakuierung« der Häftlinge, von denen viele in Sach­sen­hausen in der »Sta­tion Z« umge­bracht wur­den. Am 2. Feb­ru­ar wur­den die im Lager verbliebe­nen kranken, marschun­fähi­gen Häftlinge auf Last­wa­gen zu ein­er Kies­grube gefahren und dort von SS-Ein­heit­en abge­laden, erschossen und verscharrt. 

Nach 1945 wurde das Lager Jam­litz von der sow­jetis­chen Besatzungs­macht über­nom­men; es diente von Sep­tem­ber 1945 bis April 1947 als Internierungslager für Nazi­ak­tivis­ten und dem NKWD als »Spezial­lager Nr. 6«, in dem auch zu Unrecht festgenommene Men­schen inhaftiert waren.

Rück­blende Jam­litz 1971

Im Mai 1971 stoßen Bauar­beit­er in der Nähe des Dor­fes Staakow in ein­er nicht mehr aus­ge­beuteten Kies­grube auf die Gebeine der dort von der SS ver­schar­rten Men­schen. Daraufhin übernehmen Ange­hörige der Volk­spolizei die Grabun­gen. Sie fördern weit­ere Skelet­teile und Schädel mit Ein­schußlöch­ern am Hin­terkopf zutage. Fed­er­führend für die ersten Ermit­tlun­gen wird die Bezirksstaat­san­waltschaft in Cot­tbus. Schnell ste­ht fest, daß es sich hier um die Skelette der ermorde­ten Häftlinge aus den Feb­ru­arta­gen des Jahres 1945 han­delt ? das größte Mas­sen­grab aus der Zeit des Faschis­mus, das auf DDR-Boden gefun­den wurde. 

Darum wird die Bezirksver­wal­tung des Min­is­teri­ums für Staatssicher­heit (MfS) ver­ständigt, die ein Ermit­tlungsver­fahren ein­leit­et zur Aufk­lärung des Ver­dachts eines NS-Ver­brechens gegen die Men­schlichkeit. Dafür gibt es im Min­is­teri­um die Haupt­abteilung IX/10, eine Spezial­abteilung zur Unter­suchung von Nazi- und Kriegsver­brechen sowie Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit. Die Gen­er­al­staat­san­waltschaft in Berlin zieht das Ermit­tlungsver­fahren an sich. Gerichtsmedi­zin­er aus Dres­den begin­nen mit der Exhumierung und den Ermit­tlun­gen zu Todesur­sachen, Geschlecht, Alter, Herkun­ft der Opfer.
Eine Gedenkstätte für die Opfer
Par­al­lel zu den Ermit­tlun­gen nach noch leben­den Tätern fahren MfS-Mitar­beit­er nach Budapest, um hier Aufk­lärung über die Opfer zu erhal­ten, da die Hin­ter­lassen­schaften der SS keine per­so­n­en­be­zo­ge­nen Dat­en der Ermorde­ten enthiel­ten. So kon­nten auch keine Ver­wandten ermit­telt und befragt wer­den. Ein Umstand, der mit dazu beige­tra­gen hat, die ursprüngliche Absicht aufzugeben, die Skelette der Exhumierten nach Abschluß der gerichtsmedi­zinis­chen Unter­suchun­gen und ihrer fol­gen­den Freiga­be in 30 Sär­gen in der Gedenkstätte Sach­sen­hausen beizuset­zen. Die sterblichen Über­reste wur­den am 24. Mai 1971 in das Kre­ma­to­ri­um Forst zur Feuerbestat­tung über­führt. Das entsprach der dama­li­gen Bestat­tung­sor­d­nung. Das Kul­tur­min­is­teri­um entsch­ied, in Lieberose/Jamlitz eine Gedenkstätte einzurichten. 

So geschah es. Auf einem Hügel neben dem Fried­hof von Lieberose wurde ein Ring­grab angelegt, in dessen Mitte bei ein­er feier­lichen Zer­e­monie am 12. Sep­tem­ber 1971 eine Urne mit der Asche der Toten beige­set­zt wurde. Am 6. Mai 1973 erfol­gte die Ein­wei­hung des Mah­n­mals, ein­er wei­thin sicht­baren Mauer, auf der neben einem roten Wi
nkel die unmißver­ständliche, und nicht ? wie heute immer noch behauptet ? auf kom­mu­nis­tis­che Wider­stand­skämpfer einen­gende Inschrift zu lesen ist: »Ehren­des Gedenken den Opfern des Faschis­mus, die im Neben­lager Lieberose/Jamlitz des KZ Sach­sen­hausen von der SS ermordet wur­den. 1943?1945«. Am 12. Sep­tem­ber 1983 schließlich kon­nte ein Muse­um am Fuße des Mah­n­mals eröffnet werden.

Penible Protokollführung

Dr. Kar­li Coburg­er war zur dama­li­gen Zeit Oberst und stel­lvertre­tender Leit­er der Haupt­abteilung IX/10 im MfS. Im jW-Gespräch schildert er Mitte Sep­tem­ber 2007 die kom­plizierten Bergungsar­beit­en durch die Gerichtsmedi­zin­er. Diese stell­ten bei den Grabun­gen fest, daß »sich Goldzähne und andere Zahnkon­struk­tio­nen von den Kör­pern gelöst hat­ten bzw. bei der Exhumierung durch Aus­trock­nung her­aus­fie­len. Eine Zuord­nung der gefun­de­nen Gegen­stände zu den einzel­nen Toten war nicht mehr möglich. Da es sich aber um mögliche Beweise han­delte, die eventuell Auskun­ft über die Herkun­ft der Toten geben kon­nten, und auch, um ille­gale Zugriffe von Drit­ten auszuschließen, wur­den diese Gegen­stände gesam­melt. Noch mit den skelet­tierten Kör­pern fest ver­bun­dene Goldzähne und Kon­struk­tio­nen verblieben selb­stver­ständlich in dem aufge­fun­de­nen Zustand.« 

In einem »Sach­stands­bericht zum Unter­suchungsvor­gang gegen ?Unbekan­nt?« der Cot­tbuser Bezirksver­wal­tung des MfS vom 27. Mai 1971 wird fest­gestellt, daß auf­grund des Zahn­sta­tus und ander­er Kri­te­rien, die eine Alters­bes­tim­mung möglich macht­en, ein Durch­schnittsalter zwis­chen 25 und 35 Jahren, aber auch von Per­so­n­en unter 18 und bis zu 60 Jahren ermit­telt wurde. »Durch das Gerichtsmedi­zinis­che Insti­tut Dres­den wird ver­sucht, die Nation­al­ität auf der Grund­lage der Bes­tim­mungen der Blut­grup­pen festzustellen. Außer­dem wer­den in Verbindung mit einem Stom­a­tolo­gen Unter­suchun­gen des Zahn­sta­tus vorgenom­men, um ins­ge­samt aus­sagekräftige Hin­weise zur Nation­al­ität geben zu können.« 

Alle Vorgänge der Exhumierung sind peni­bel pro­tokol­liert. »Wir hat­ten nichts zu ver­ber­gen und waren uns in Erin­nerung an die faschis­tis­chen Ver­brechen der hochsen­si­blen Prob­lematik voll bewußt«, sagt Coburg­er. Vor der Feuerbestat­tung sind, laut einem Pro­tokoll der MfS-Bezirksver­wal­tung vom 17. Mai 1971, die aufge­fun­de­nen Gold­prothe­sen »durch die Gerichtsmedi­zin Dres­den an das Unter­suchung­sor­gan übergeben« wor­den. Die am Tatort gefun­de­nen per­sön­lichen Gegen­stände der Toten (Medail­lons, Schnitz­fig­uren u.a.) wur­den, da das Ermit­tlungsver­fahren noch nicht abgeschlossen war, ein­schließlich des gebor­ge­nen Zah­n­goldes als Beweis­ma­te­r­i­al in den Asser­va­ten­de­pots des MfS auf­be­wahrt. Ein Akten­ver­merk der zuständi­gen Haupt­abteilung IX/10 des MfS vom 27. Juli 1972 hält dazu fest: »Die zusam­men mit dem Gutacht­en der Gerichtsmedi­zin übergebe­nen Gegen­stände, ein­schließlich der Edel­met­alle, sind als Beweis­ma­te­r­i­al zu betra­cht­en und dementsprechend zu sich­ern.« Dazu Kar­li Coburg­er: »Es kon­nte nicht aus­geschlossen wer­den, daß aus dem In- und Aus­land doch noch neue Erken­nt­nisse einge­hen, die zur Iden­ti­fizierung einzel­ner Opfer oder zur Wieder­auf­nahme des Ermit­tlungsver­fahrens hät­ten führen können.« 

Laut ein­er »Ver­fü­gung« vom 3. März 1975 »in der Straf­sache gegen Unbekan­nt wegen Ver­brechens gegen die Men­schlichkeit im ehe­ma­li­gen KZ Sach­sen­hausen, Außen­lager Lieberose, wird das Ver­fahren gemäß § 150 (1) StPO vor­läu­fig eingestellt.« Für die Durch­führung des Ver­brechens seien nach den bish­eri­gen Fest­stel­lun­gen »min­destens 18 ehe­ma­lige SS-Ange­hörige ver­ant­wortlich. Zwei der Täter sind nach­weis­lich gestor­ben. Zur Auffind­ung der übri­gen 16 Täter wur­den umfan­gre­iche Maß­nah­men ein­geleit­et, die bish­er ergeb­nis­los ver­laufen sind. Daher wird das Ver­fahren vor­läu­fig eingestellt.« 

»Vor­läu­fig eingestellt«, das heißt ein­deutig, der »Vor­gang« ist nicht abgeschlossen und kann jed­erzeit wieder aufgenom­men wer­den. Entsprechend war also auch mit dem Beweis­ma­te­r­i­al umzuge­hen.
»Ver­wahrung« statt »Abver­fü­gung«
In einem Ver­merk eines Haupt­manns der Cot­tbuser Bezirksver­wal­tung des MfS vom 26. März 1975 heißt es: »Nach Rück­sprache mit Gen. Oberst Coburg­er, stel­lv. Leit­er der HA IX, ist das Gold aus dem Vor­gang gegen Unbekan­nt im derzeit­i­gen Zus­tand, eingeschweißt, an die HA IX/10 zu übersenden. Es ver­fol­gt Ver­wahrung bei der Kasse des MfS…« Dazu gibt es ein »Über­gabe­pro­tokoll« vom 30. Mai 1975: »Am heuti­gen Tage, 30.5.75, wer­den der Haupt­abteilung IX/10 aus dem Unter­suchungsvor­gang gegen ?Unbekan­nt? wegen Kriegs- und Naziver­brechen ins­ge­samt 1080 g (ein­tausendachtzig) Zah­n­gold mit Zäh­nen (ver­packt in einem Plas­tik­beu­tel) zur weit­eren Ver­wen­dung übergeben.« »Ver­wen­dung«, das heißt, wie ein weit­eres Über­gabe­pro­tokoll mit Datum vom 16. Juli 1975 präzisiert, daß laut Weisung von Coburg­er diese 1080 Gramm »Zah­n­gold und Zah­n­prothe­sen mit Gold« dem Leit­er der Abteilung Finanzen »zur Ver­wahrung übergeben« wur­den. »Die Ver­wahrung soll sich vom Datum der Über­gabe an auf fünf Jahre erstreck­en. Nach Ablauf dieser Frist erfol­gt die Entschei­dung über den weit­eren Ver­lauf. Die Her­aus­gabe kann nur mit Genehmi­gung des Leit­ers der HA IX oder seines Stel­lvertreters erfol­gen. Das Gold wird in einem mit der Petschaft Nr. 8011 ver­siegel­ten Päckchen übergeben.« 

Dann gerät der Vor­gang als abgeschlossen in Vergessen­heit. Das Päckchen liegt irgend­wo in den Panz­er­schränken des Min­is­teri­ums. Ein Pro­tokoll über eine »Abver­fü­gung« oder eine Ver­ar­beitung existiert nicht. Coburg­er, der im übri­gen wed­er von einem der so eifrigen Enthül­lungsjour­nal­is­ten noch von den Ausstel­lungs­mach­ern befragt wor­den ist, schließt die Möglichkeit nicht aus, daß sich wom­öglich auch jemand in den »wirren Tagen nach der »Wende« unko­r­rekt ver­hal­ten hat. Der Abteilung Finanzen sei bei der Auflö­sung des MfS von der Staats­bank jeden­falls die völ­lige Kor­rek­theit ihrer Bestände und Unter­la­gen bestätigt wor­den. Darüber gebe es auch ein Protokoll.

Rück­blende Jam­litz 2001

Nicht das Päckchen mit der Petschaft Nr. 8011, aber die Geschichte mit der Sicherung des Goldes bei der Exhumierung der Opfer des Faschis­mus aus dem Maita­gen des Jahres 1971 taucht drei Jahrzehnte später wieder auf. Allerd­ings nicht als Erin­nerung an das SS-Mas­sak­er in Jam­litz oder die Bemühun­gen der Gerichtsmedi­zin­er, der Jus­tiz und des MfS bei der Bergung der Opfer. Der Ost­deutsche Rund­funk Bran­den­burg gibt am 2. Okto­ber 2001, als Beitrag zum »Tag der deutschen Ein­heit«, in der Sendung »Klar­text« über die »geschän­de­ten KZ-Opfer von Jam­litz« den Auf­takt zur Ver­leum­dungsak­tion. Zwei Tage später mutiert das Geschehene in der Bild-Zeitung zu einem »der größten Skan­dale der DDR«. Über­schrift: »Leichen von KZ-Häftlin­gen gefled­dert«. Natür­lich durch die »Stasi«. »Sie hat­te es auf das Gold der KZ-Opfer abge­se­hen.« Sie hat »nach ihrem elen­den Tod die Nazi-Opfer nochmals mißbraucht. Aus­gerech­net in Erich Honeck­ers ?antifaschis­tis­ch­er? DDR.« Bild spricht von einem »unglaublichen Skan­dal«. Antenne Bran­den­burg ver­meldet die »Plün­derung eines Massengrabs«

.

Mit etwas Abstand und weniger Krawall brachte die Süd­deutsche Zeitung einen ganz­seit­i­gen Beitrag. In dem find­en sich einige auf­schlußre­iche Details aus der Erin­nerung von Dr. Karl-Heinz Frank, der damal
s an den gerichtsmedi­zinis­chen Unter­suchun­gen beteiligt war. Sie fan­den wed­er bei Bild noch Welt Erwäh­nung. Denn: Frank bestätigte weit­ge­hend die Darstel­lun­gen von Kar­li Coburg­er: »An der Böschung liegen schräg an der Hangebene in einem 24 Meter lan­gen und zwei bis vier Meter bre­it­en Streifen die Skelette in mehreren Schicht­en, meist quer zum Hang oder mit Kopf und Brust ober­fläch­lich, Beck­en und Beine von anderen Schicht­en bedeckt bzw. mit dem Kopf in der Tiefe und die Beine anderen Skelet­ten aufliegend. (…) Die Toten mußten ein­fach abgekippt wor­den sein, ihre Knochen lagen unter- und übere­inan­der, die Bergung war schwierig. Auf ein­er planierten Fläche wur­den die Skelette in Rei­hen aufge­bahrt und begutachtet.« Dr. Frank weit­er: »Ein Teil des Zah­n­golds war lose.« Die Kiefer seien durch Schüsse zertrüm­mert, Schädel von Baumwurzeln durchwach­sen gewe­sen, Brück­en und Prothe­sen hät­ten im Sand gele­gen oder sich beim Umbet­ten gelöst. Es gab Bedenken, daß etwas ver­lorenge­ht oder gestohlen wird. Also hät­ten die Ärzte alles, was lose war, auch »das Zah­n­gold in Beuteln gesam­melt. Für jedes Skelett einen Beu­tel.« Das alles, so Frank, sei 30 Jahre her, an viele Details erin­nere er sich nicht mehr. »Er wisse nur, daß es keine Anord­nung gab, Zah­n­gold her­auszubrechen«, notierte die Süd­deutsche Zeitung (8. Novem­ber 2001, S. 3: »Das Erbe ein­er dop­pel­ten Vergangenheit«)

Infamie mit Totschlagkeule

Als Kro­nzeuge dieses exem­plar­ischen Beitrags zur staatlich verord­neten »Dele­git­imierung der DDR« (Klaus Kinkel im Jahr 1991 als Bun­desjus­tizmin­is­ter), die nun 2007 in der Wan­der­ausstel­lung zu einem Kern­be­weis für den »Boden­satz« Anti­semitismus in der DDR neu aufgelegt wird, dient der als »His­torik­er« beze­ich­nete Andreas Weigelt. In der kleinen KZ-Gedenkstätte Lieberose hat­te er eine ABM-Stelle zur Erforschung der bei­den Lagergeschicht­en von Jam­litz erhal­ten. Die Süd­deutsche weiß: »Inzwis­chen bezahlt eine Stiftung seine Stelle und die Fahrten in die Archive nach Berlin, Pots­dam, Moskau. In Cot­tbus fand er die Ermit­tlungsak­te Nr. 73 der Stasi.« 

Das ist die Akte mit dem gesamten Vor­gang Jam­litz und allen hier aufge­führten MfS-Doku­menten, die auch dem Autor (mit dem bei der Birth­ler-Behörde gebräuch­lichen Stem­pel »Kopie BStU«) vor­liegen. Sie wer­den nun von Weigelt auseinan­dergenom­men, in Frage gestellt, nach Gut­dünken inter­pretiert und aus­gedeutet. Der ob der Brisanz der Angele­gen­heit nachvol­lziehbare vor­sor­gliche Ver­merk eines Mitar­beit­ers der DDR-Gen­er­al­staat­san­waltschaft ? »Die Opfer weisen zum Teil viel Zah­n­gold auf. Dieser Fak­tor darf bei der Umbet­tung nicht ganz unberück­sichtig bleiben« ? wird als Auf­forderung zum Raub inter­pretiert. »Er bleibt nicht unberück­sichtigt«, kom­men­tiert denn auch Die Welt am 27. Juli 2007. »Den weit­ge­hend ver­west­en Leichen ent­nehmen (!) Män­ner der Staatssicher­heit ins­ge­samt 1080 Gramm Zah­n­gold, bevor die Leichen ent­ge­gen dem jüdis­chen religiösen Recht eingeäschert wer­den.« Und dann die Stasi-Totschlagkeule: »Erschüt­ternd daran: Nicht wesentlich anders haben es auch die Nazis gehal­ten ? der SS-Haupt­sturm­führer Bruno Melmer lieferte ab 1942 ins­ge­samt 76mal Zah­n­gold bei der dama­li­gen Reichs­bank ab. Es war in den Ver­nich­tungslagern aus den Kiefern ermorde­ter Juden her­aus­ge­brochen worden.« 

Es gehört schon eine ganze Por­tion Infamie dazu, die Bergung der Opfer eines faschis­tis­chen Massen­mordes mit der indus­triemäßi­gen Ermor­dung der Juden in den Ver­nich­tungslagern und der Ver­w­er­tung des dabei ger­aubten Goldes für die Kriegs­führung des Regimes durch die Fir­ma Degus­sa auf eine Stufe zu stellen. Und was die Gle­ich­set­zung des MfS mit den für die Juden­ver­fol­gung und ‑ermor­dung Ver­ant­wortlichen ange­ht: Erst dieser Tage ist auf ein­er Ver­anstal­tung in Frankfurt/Main neuer­lich belegt gewor­den, in welchem Aus­maße in der Alt-BRD die Grün­derväter des Bun­deskrim­i­nalamtes von »Juden­ver­fol­gern zu Kom­mu­nis­ten­jäger« wer­den konnten. 

Die angeprangerte Einäscherung der Exhumierten und die damit ver­bun­dene Ver­let­zung jüdis­chen Brauch­tums ist sich­er aus heutiger Sicht nicht nachvol­lziehbar und nur aus der Zeit erk­lär­bar. Sie und die Ereignisse in Jam­litz ins­ge­samt jedoch als »nur ein wenig bekan­ntes Beispiel für den Anti­semitismus in der ver­meintlich antifaschis­tis­chen DDR« und eines von vie­len »Beispie­len für die Juden­feind­schaft unter dem SED-Regime« (Die Welt) darzustellen, bestätigt die ein­gangs zitierte Fest­stel­lung des Springerblattes, nach der die Bew­er­tung dieser Wan­der­ausstel­lung durch Kurt Pät­zold »sach­lich dur­chaus richtig« ist: Die DDR soll ihres Charak­ters als antifaschis­tis­ch­er Staat entk­lei­det werden …

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KW hat »keine Lust« auf die NPD

Im Wohnge­bi­et am Fontane­platz von Königs Wuster­hausen leben 9100 Men­schen. Es han­dele sich um die am dicht­esten besiedelte Gegend im Land­kreis Dahme-Spree­wald, berichtet Bürg­er­meis­ter Ste­fan Lud­wig (LINKE). Am Sonnabend will hier die neo­faschis­tis­che NPD mit 200 Leuten auf­marschieren und ein »nationales Jugendzen­trum« ver­lan­gen.
Die »aller­meis­ten Bürg­er« der Stadt seien deswe­gen entset­zt, ver­sichert Lud­wig. Die NPD habe es seit fünf Jahren amtlich, dass sie keine Räume von der Stadt bekom­men werde, und man würde gegebe­nen­falls auch alles tun, damit die Partei nicht von ander­er Seite ein Dom­izil für eine »Kader­schmiede« erhält. Ein Prob­lem mit der NPD habe nicht speziell die Stadt Königs Wuster­hausen, son­dern die gesamte Bun­desre­pub­lik, machte Lud­wig deut­lich.
Ein Bünd­nis, das von der Autonomen Antifa bis zur SPD reicht, möchte am Sonnabend »Mit Kun­st und Kul­tur, mit Geist und Sen­si­bil­ität« Flagge zeigen, wie Michael Reimann, der Kreisvor­sitzende der Linkspartei, for­muliert. Man lädt für die Zeit von 10 bis 20 Uhr zu ein­er Gegenkundge­bung und zu einem »bun­ten Treiben« auf den Fontane­platz. Kom­men wer­den laut Bürg­er­meis­ter auch ehe­ma­lige Ver­fol­gte des Nazi-Regimes. Gegen 14 Uhr soll die Lie­der­ma­cherin Bar­bara Thal­heim sin­gen. Die Autonomen Antifas wollen sich an dem Bürg­er­fest auf dem Fontane­platz beteili­gen. Sie kündi­gen den Auftritt ein­er Berlin­er Hiphop-Band an, die schon oft gezeigt habe, dass sie »auch keine Lust auf Nazis hat«.
Die Autonomen Antifas ver­anstal­ten allerd­ings zusät­zlich noch eine eigene Demon­stra­tion unter dem Mot­to »Nazi-Auf­marsch sabotieren!«. Diese Demon­stra­tion soll bere­its am heuti­gen Fre­itag um 18 Uhr am Bahn­hof starten. »Am Sonnabend ver­hin­dern wir gemein­sam den Nazi-Auf­marsch und näch­stes Jahr den Einzug der NPD in die Stadtverord­neten­ver­samm­lung«, sagte Her­rmann Mannherr von der Autonomen Antifa gestern. Er sprach in diesem Zusam­men­hang von »Sitzblock­aden« und forderte ein selb­stver­wal­tetes antifaschis­tis­ches Jugendzentrum.

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Haftstrafen für Schläger

Am 20.09.2007 und dem 27.09.2007 mussten sich die drei Neon­azis Hannes Burmeis­ter, Ricar­do Coss­mann und Robert Geb­hardt wegen einem Über­griff auf zwei Punks im Jan­u­ar diesen Jahres vor dem Amts­gericht Bad Freien­walde ver­ant­worten. Es wurde ihnen gemein­schaftliche Mis­shand­lung und schwere Kör­per­ver­let­zung vorge­wor­fen. In der Nacht vom 26.01.2007 zum 27.01.2007 sollen sie die bei­den Opfer, Patrick K. und Xaver N., erst als Zeck­en beschimpft haben und sie dann zu Boden gewor­fen und mit Springer­stiefeln ins Gesicht, in die Rip­pen, in den Rück­en und auf die Beine getreten haben.

Der erste Prozesstag — 20.09.2007

Am 20.09.2007 fan­den sich im Amts­gericht Bad Freien­walde zahlre­iche BesucherIn­nen ein. Unter ihnen auch stadt­bekan­nte Neon­azis wie Sebas­t­ian Schulz und Mar­ti­na Schönrock.

Die Ver­hand­lung begann mit der Vernehmung der Angeklagten. Als erster schilderte Hannes Burmeis­ter den Tather­gang. Er sagte aus, er hätte aus einem Haus der Wriezen­er Straße, wo er zu ein­er Geburt­stags­feier ein­ge­laden war, drei Per­so­n­en mit Robert Geb­hardt gese­hen. Was genau zwis­chen diesen Per­so­n­en geschah, kon­nte er allerd­ings nicht mehr beschreiben. Er gab zu, zwei der Per­so­n­en als Punks erkan­nt zu haben, teilte dies Ricar­do Coss­mann mit und ran­nte daraufhin aus dem Haus, sprang mit Anlauf gegen Patrick K. und brachte ihn so zu Fall. Er beschimpfte sein Opfer als “Zecke” und trat auf ihn ein. Während­dessen hat­te sich auch Ricar­do Coss­mann in das Geschehen eingemis­cht und drangsalierte das zweite Opfer, Xaver N., mit Trit­ten. Was Robert Geb­hardt in dieser Zeit tat kon­nte Hannes Burmeis­ter nicht sagen, was vielle­icht auch auf seinen erhöht­en Alko­holkon­sum zurück­zuführen sein kön­nte. Denn nach seinen eige­nen Aus­sagen war er an diesem Abend ziem­lich betrunk­en. Daher käme auch seine Aggres­siv­ität. Auf die Frage des Staat­san­walts, ob er sich entschuldigt hätte, beziehungsweise dies in Erwä­gung ziehen würde, verneinte Hannes Burmeis­ter. Er sei sich kein­er Schuld bewusst und füh­le sich im Recht. Daraufhin wurde er von der Anwältin des Neben­klägers, Patrick K., gefragt, warum er der Mei­n­ung sei sich im Recht zu befind­en und wies ihn dabei auf eine Aus­sage von ihm hin, die er in einem anderen Ver­fahren gegen ihn (eben­falls wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung) getätigt hat­te. Näm­lich, dass er aus Hass auf die “scheiß Zeck­en” gehan­delt habe und sie fragte, ob dieser Beweg­grund auch in diesem Fall zutr­e­f­fend wäre. Dies bejahte der Angeklagte mit der Begrün­dung, Zeck­en wären dreck­ig und wür­den stinken und er füh­le sich im Recht weil die Zeck­en daraus ler­nen soll­ten. Nach einem Hin­weis von seinem Recht­san­walt antwortete er auf die näch­ste Frage: “Ich sage dazu nichts mehr.”

Anders als Burmeis­ter ver­hielt sich Ricar­do Coss­mann. Auch er gab die Tat zu, wider­sprach sich bei der Schilderung des Hand­lungsablaufs aber mit der Aus­sage Burmeis­ters und mit sich selb­st. Des weit­eren wies er erhe­bliche Gedächt­nis­lück­en auf, so dass der Tather­gang immer noch nicht voll­ständig rekon­stru­iert wer­den kon­nte. Im Gegen­satz zu Hannes Burmeis­ter war er aber so schlau zu behaupten, das ihm die Tat leid täte. Sehr überzeu­gend wirk­te diese Reue den­noch nicht, auf­grund seines dreck­i­gen Grin­sens und einem sarkastis­chen Unter­ton in sein­er Stimme. Robert Geb­hardt — er war in Thor-Steinar-Klam­ot­ten gek­lei­det — wollte mit der Tat nichts zu tun gehabt haben. Im Gegen­teil — Er spielte sich als Held auf, der ver­sucht habe, den Kon­flikt zu schlicht­en. Außer­dem behauptete er, seit diesem Vor­fall nichts mehr mit der recht­sex­tremen Szene zu tun zu haben. Doch das Gegen­teil kon­nte bewiesen werden.

Nach der Vernehmung der Angeklagten wur­den noch drei weit­ere Zeu­gen befragt. Die Fort­set­zung der Ver­hand­lung wurde dann aber um eine Woche ver­schoben, da sich zahlre­iche Zeu­gen entschuldigt hat­ten aber drin­gend noch ver­nom­men wer­den mussten.

Der zweite Prozesstag — 27.09.2007

Am 27.09.2007 wur­den acht weit­ere Zeu­gen zu diesem Vor­fall befragt. Das zweite Opfer, Xaver N., die Beglei­t­erin der zwei Punks und ein weit­er­er Fre­und schilderten noch ein­mal den Ver­lauf der Tat. Die Aus­sagen der anderen Zeu­gen waren sich ziem­lich ähn­lich. Entwed­er hat­te men­sch nichts gese­hen oder kon­nte sich an nichts mehr erin­nern, da es schon so lange her sei. Zwei Zeu­gen gaben allerd­ings zu, dass sie zu Falschaus­sagen anges­tiftet wur­den. Eine junge, schwan­gere Frau wurde vor der Gerichtsver­hand­lung bedro­ht, dass wenn sie nicht für Robert Geb­hardt aus­sagen würde, man ihr das Baby aus dem Bauch prügeln wird. Trotz­dem pack­te sie aus und erzählte die Wahrheit über Robert Geb­hardts Ver­hal­ten bei dem Über­griff. Daraufhin ges­tand dieser. Auf die Frage der Rich­terin, ob er geste­ht weil seine Dro­hun­gen nicht mehr wirken, antwortete er mit “Ja”.

Nach der Zeu­gen­be­fra­gung fol­gte die Ein­schätzung der Jugendgericht­shil­fe. Bei Hannes Burmeis­ter und Ricar­do Coss­mann wurde eine starke Reifeverzögerung fest­gestellt. Zu Robert Geb­hardt wurde gesagt, dass er bei seinen Großel­tern, mit Tante und Onkel, lebt da seine Eltern geschieden sind und das er momen­tan eine Aus­bil­dung in Schiffmüh­le (BBV) bis vor­raus­sichtlich 2009 absolviert.

Beim Ver­lesen der Vorstrafen­reg­is­ter kon­nten alle drei eine beachtliche Liste vor­weisen. Hannes Burmeis­ter hat drei Vorstrafen aus dem Jahr 2006. Ein­mal wegen Sachbeschädi­gung, Kör­per­ver­let­zung und Wider­stand gegen Vol­lzugs­beamte und zwei weit­ere wegen gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung. Ricar­do Coss­mann hinge­gen hat seit dem Jahr 2002 schon fünf Vorstrafen wegen mehrfachen Dieb­stahls, Ver­wen­dung von Kennze­ichen ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen und wegen mehrfach­er gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung gesam­melt. Auch Robert Geb­hardt hat aus den Jahren von 2002 bis 2005 fünf Vorstrafen wegen Dieb­stahl, Sachbeschädi­gung und gefährlich­er Körperverletzung.

Gegen 16.00 Uhr wur­den schließlich die Urteile verkün­det. Hannes Burmeis­ter erhielt eine Frei­heitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monat­en, Ricar­do Coss­mann eine von einem Jahr und acht Monat­en. Diese bei­den kön­nen also gle­ich in der JVA Wriezen bleiben, wo sie derzeit schon wegen anderen Verge­hen ein­sitzen. Robert Geb­hardt erhielt eine Frei­heit­strafe von acht Monat­en. Er hat allerd­ings Beru­fung ein­gelegt. Also ist es möglich, dass er bei “gutem Benehmen” nur eine Bewährungsstrafe bekommt. Ob dies dann eine gerechte Strafe wäre ist, unser­er Mei­n­ung nach, äußerst fraglich!

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Rechte Tendenzen in Königs Wusterhausen nicht weiter zu leugnen!

Schon am 13. April dieses Jahres trafen sich bekan­nte recht­sradikale Größen in der
Gemeinde Schönefeld/OT Wal­ters­dorf um die Grün­dung eines neuen NPD-Ortsver­ban­des
Königs Wuster­hausen zu besiegeln. Diesem Höhep­unkt der recht­en Ten­den­zen im Südosten
von Berlin wohnte unter anderem Jörg Häh­nel, der als Mit­glied der BVV- Licht­en­berg
agiert, bei. Der langjährig in der lokalen Neon­aziszene aktive Michael Thal­heim
wurde zum Vor­sitzen­den des Kreisver­ban­des gewählt. Dies ist ein bedeu­ten­der Schritt
für die Hand­lungs­fähigkeit der lokalen Neon­aziszene, da diese nun den rechtlichen
Schutz der geset­zlich anerkan­nten NPD genießen und deren finanziellen Mit­tel nutzen
kann. 

Seit der Grün­dung des Partei-„Ortsbereiches“ Königs Wuster­hausen tritt die NPD
mas­siv­er in der Region auf. Neben dem regelmäßig stat­tfind­en­den „ nationalen
Stammtisch“, Kundge­bun­gen für mehr „Sicher­heit, Recht und Ord­nung“ am Bahn­hof Königs
Wuster­hausen, Info­tis­chen, fand eine Mah­nwache in den let­zen Monat­en statt. Die
ver­stärk­te Präsenz der recht­en Kräfte gipfelt nun in ein­er für den 6. Okto­ber
angemelde­ten Demon­stra­tion durch Königs Wuster­hausen. Die Neon­azis marschieren am
Mit­tag diesen Tages unter anderem für ein nationales Jugendzen­trum durch die Stadt.
Dies ist ein ein­deutiges Zeichen, dass rechte Ten­den­zen in der Stadt Königs
Wuster­hausen nicht weit­er zu bestre­it­en sind und darauf aufmerk­sam gemacht wer­den
muss, um das Prob­lem effek­tiv zu bekämpfen. 

Es hat sich ein bre­ites Bürg­er­bünd­nis gegen den Auf­marsch gebildet. Des Weit­eren
sind für den Tag der Neon­azi-Demon­stra­tion bürg­er­liche Kundge­bun­gen, eine
Antifa-Kundge­bung mit Konz­ert und dezen­trale, sowie kreative Gege­nak­tiv­itäten.
Bere­its am Vortag, der 5. Okto­ber, find­et eine antifaschis­tis­che Demon­stra­tion durch
Königs Wuster­hausen statt. Neon­azis sind in der Region und über­all uner­wün­scht. So
hof­fen wir an dem Tag der Demon­stra­tion mit bre­it­en, bun­ten und wirk­samen
Widerstand!

Inforiot