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Antifaschismus jüdisches Leben & Antisemitismus

Verwundbarer Musiker und Tättowierer

Frank­furt (Oder) — Unter der Über­schrift „Tin­ter­stech­er muss bluten“ berichtete das Nachricht­en­por­tal gegenrede.info Anfang August von einem Straf­be­fehl über 2.000 Euro gegen einen Frank­furter Neon­azi. Dieser hat­te auf seinem Face­book-Pro­fil einen anti­semi­tis­chen Spruch und ein Hitler­porträt veröffentlicht.

Der Neonazi Mario Müller spielt Gitarre und singt in der Coverband “Unverwundbar”. (Quelle: facebook)
Der Neon­azi Mario Müller spielt Gitarre und singt in der Cover­band “Unver­wund­bar”. (Quelle: facebook)

Dabei han­delt es sich um den 51-jähri­gen Mario Müller. Der Inhab­er des Tat­too-Stu­dios „Ink under the Skin“ und Mit­glied der Kam­er­ad­schaft Kom­man­do Wer­wolf (KSKW) ist in der Ver­gan­gen­heit schon des öfteren durch neon­azis­tis­che Äußerun­gen bzw. Sym­pa­thien für den Nation­al­sozial­is­mus aufge­fall­en. Mehr als ein­mal berichteten wir über ihn. Inzwis­chen hat er aber sein Face­book-Pro­fil etwas aufgeräumt. Neben zahlre­ichen Bilder von Tätowierun­gen find­en sich kaum noch ein­deutig extrem rechte Äußerun­gen. Den­noch heißt dies keineswegs, dass Mario Müller sich von neon­azis­tis­chen Gedankengut ent­fer­nt hat. Er scheint nur etwas vor­sichtiger gewor­den zu sein.
Neben sein­er Tätigkeit als Tätowier­er begeis­tert er sich zudem für Musik. Daher ist es nicht ver­wun­der­lich, dass er Anfang diesen Jahres eine eigene Band namens „Unver­wund­bar“ grün­dete. Anders als bei sein­er Gesin­nung und dem Namen zu erwarten, han­delt es sich dabei aber nicht um eine plumpe Recht­srock-Band, son­dern um eine Cover­band des deutschen Schlager­sängers Matthias Reim. Als Lead­sänger und Gitar­rist ver­sucht sich Mario Müller in einem schein­bar bürg­er­lich Umfeld als Musik­er etablieren zu wollen. So sind die Auftrittsorte von „Unver­wund­bar“ keine kon­spir­a­tiv­en Konzert­lo­ca­tions, die durch eine Schnitzel­jagd über ver­schieden­ste Check­points zu erre­ichen sind, son­dern nor­male Kneipen mit­ten in der Stadt. Den­noch kön­nen sich hier Neon­azis wohl fühlen, da ihnen sel­ten Zutritt ver­wehrt wird und sie dabei deutsch­er Musik, gespielt von einem Kam­er­aden lauschen kön­nen. Dass der Inhalt der Texte nicht, wie son­st üblich, ihr men­schen­ver­ach­t­en­des Welt­bild wider­spiegelt, ist dabei erst­mal nebensächlich.
Die spielen doch nur: Pierre Fischer (mitte) und Mario Müller (mit Scharzer Sonne auf dem Rücken) spielen zusammen Gitarre zwischen deutschen Weltkriegswaffen und NS-Devolitäten in Müllers Wohnung. (Quelle: facebook)
Die spie­len doch nur: Pierre Fis­ch­er (mitte) und Mario Müller (mit Scharz­er Sonne auf dem Rück­en) spie­len zusam­men Gitarre zwis­chen deutschen Weltkriegswaf­fen und NS-Devolitäten in Müllers Woh­nung. (Quelle: facebook)

Dass Mario Müller ein überzeugter Neon­azi ist, müsste zumin­d­est sein Band­kol­lege Pierre Fis­ch­er wis­sen. Er spielt nicht nur bei „Unver­wund­bar“ mit, son­dern ist auch des öfteren bei Müller zu Hause zu Gast gewe­sen. Dass ihm dabei seine Gesin­nung in Form von neon­azis­tis­ch­er Klei­dung und Wehrma­chts-Devolitäten nicht aufge­fall­en ist, darf bezweifelt wer­den. Damit ist ist aus­geschlossen, dass Fis­ch­er nicht nur Müllers Welt­bild bil­ligt, son­dern dieses auch mit ihm teilt.
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Antifaschismus Law & Order

Prozeß gegen rechte Schläger aus Spremberg

Mehr als zwei Jahre nach einem brutalen Überfall rechter Schläger auf
Jugendliche in Spremberg findet endlich der Prozess statt:
2.September, 9:30 Uhr, Amtsgericht Cottbus, Thiemstraße 130 in Raum 130
In den nächtlichen Morgenstunden des 13. Mai 2012 verlässt eine kleine
Gruppe Jugendlicher nach einem Konzert den Jugendclub Erebos in
Spremberg, um mit dem Auto nachhause zu fahren. Die Autotüren sind noch
nicht alle geschlossen, das stürmen Vermummte auf den Wagen zu,
zertrümmern die Scheiben mit Baseballschlägern, schlagen auf die im Auto
Sitzenden ein und versuchen einen Jugendlichen herauszuziehen. Der
jungen Frau am Steuer gelingt es trotzdem loszufahren. Nur so konnte
Schlimmeres als Schnittwunden, Prellungen, ein mehrfach gebrochener
Finger und wochenlange Alpträume verhindert werden. An der Kleidung und
an Rufen wie „ihr Zeckenschweine“ sind die Angreifer als Rechte zu
erkennen, aber nur einer kann eindeutig persönlich identifiziert werden.
Ihm wird am Dienstag der Prozess gemacht.
In Spremberg können rechte Schläger, die zum Teil im Umfeld der
verbotenen Neonazi-Organisation „Spreelichter“ zu verorten sind, seit
Jahren alternative Jugendliche, antifaschistische AktivistInnen und alle
anderen, die ihnen unlieb sind, terrorisieren. Mit verantwortlich dafür
sind lange Verfahrensdauern und die geringen Strafen, die in der
Vergangenheit häufig verhängt wurden. Die Täter können sich weitgehend
unbehelligt fühlen und die lokale rechte Szene kann Gewalt als
attraktives Freizeitvergnügen anbieten und so weiter Zulauf bekommen.
weitere Informationen:
Lausitzer Rundschau: „Zwei Minuten Angst wie eine Ewigkeit“:
http://www.lr-online.de/nachrichten/Tagesthemen-Zwei-Minuten-Angst-wie-eine-Ewigkeit;art1065,3796818
Opferperspektive Schattenbericht Nr. 14:
http://www.opferperspektive.de/wp-content/uploads/2014/04/Schattenberichte_141.pdf
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Antifaschismus Bildung & Kultur Geschichte & Gedenken jüdisches Leben & Antisemitismus

Eine muss den Mund ja aufmachen”

Eine muss den Mund ja auf­machen”, sagte Ani­ta Köcke im Jahr 2001, als sie das erste Mal seit ihrer Gefan­gen­schaft im Jugend­konzen­tra­tionslager Uck­er­mark auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslagers war. Diese Aus­sage hat sich die Ini­tia­tive für einen Gedenko­rt ehe­ma­liges KZ Uck­er­mark e.V. zu Herzen genom­men und eine Ver­anstal­tungsrei­he mit Ausstel­lung vor­bere­it­et, die der Geschichte vom ehe­ma­li­gen KZ Uck­er­mark und den Ver­fol­gten­grup­pen Gehör ver­schaf­fen soll.
Die Rei­he wird 14 Ver­anstal­tun­gen in Berlin und eine Bus­tour mit Rundgän­gen über das ehe­ma­lige KZ-Gelände in der Uck­er­mark umfassen. Neben Vorträ­gen zur Geschichte des Lagers und zum aktuellen Stand des Gedenko­rts, wird es Work­shops und Ver­anstal­tun­gen zu unter­schiedlichen The­men geben, die sich mit Kon­ti­nu­itäten aus dem Nation­al­sozial­is­mus (Fort­führung von Denkmustern und Hand­lun­gen) beschäftigen.
Höhep­unk­te, bei denen die Über­leben­den und Betrof­fe­nen von Aus­gren­zung selb­st zu Wort kom­men, sind die Lesun­gen „Kinder von KZ-Häftlin­gen- eine vergessene Gen­er­a­tion” (Prochnow/Böhnisch); “Ich hat­te vier Müt­ter und drei Väter … und dazwis­chen war Haus Son­nen­schein” (Helms­dorf); „Erin­nerun­gen“ (Bejara­no), sowie ein Gespräch mit Über­leben­den des Jugend-Konzen­tra­tionlagers ?ód?. Der Abschluss wird im SO 36 mit dem Konz­ert von Bejara­nos & Micro­phone Mafia stat­tfind­en. Alle Ver­anstal­tun­gen sind kosten­frei, Spenden sind erwünscht.
Das Gelände des ehe­ma­li­gen Konzen­tra­tionslagers Uck­er­mark liegt ca. 90 km nord-östlich von Berlin. An diesem Ort waren zwis­chen 1942 — 1945 Mäd­chen und junge Frauen inhaftiert, die im Nation­al­sozial­is­mus als “asozial” beze­ich­net wurden.
Poli­tisch Ver­fol­gte, Par­ti­sanin­nen aus Slowe­nien sowie Sin­ti- und Romamäd­chen gehörten eben­falls zu den Häftlin­gen. Das KZ Uck­er­mark wurde lange Zeit in der Öffentlichkeit nicht wahrgenom­men und bis heute haben die meis­ten ehemaligen
Häftlinge keine öffentliche Anerken­nung erfahren. Die Ini­tia­tive für einen Gedenko­rt ehe­ma­liges KZ Uck­er­mark e.V. set­zt sich seit 1997 dafür ein, auf dem ehe­ma­li­gen KZ — Gelände einen würdi­gen Gedenko­rt zu gestalten.
Die voll­ständi­gen Ter­mine und Orte find­en Sie im Inter­net unter:
http://www.gedenkort-kz-uckermark.de/info/2014_reihe-in-berlin.htm,
Bitte beacht­en Sie, dass bei eini­gen Ver­anstal­tun­gen eine Anmel­dung erforder­lich ist
Kon­takt unter: veranstaltungen-kz-uckermark@gmx.de, Tel.: 01573 743169

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Antifaschismus

Wiederholte Angriffe und Einschüchterungsversuche gegen alternative Projekte

[metaslid­er id=619064]Bereits zum zweit­en Mal in diesem Monat grif­f­en mut­maßliche Neon­azis alter­na­tive Pro­jek­te in Pots­dam an.
In ein­er Pressemit­teilung berichtete das linke Wohn­pro­jekt „Zep­pi 25“ über einen Angriff in der Nacht zum 2. August 2014: Unbekan­nte war­fen in den Mor­gen­stun­den mit Steinen auf mehrere Scheiben der Häuser in der Zep­pelin­straße 25 und 26. Mehrere Scheiben von Zim­mern, in denen sich zu diesem Zeit­punkt auch Per­so­n­en aufhiel­ten, wur­den zer­stört. Ver­let­zt wurde glück­licher­weise niemand.
Nach den Stein­wür­fen flüchteten die ver­mummten Angreifer_innen. In der sel­ben Nacht wur­den eben­falls vor dem Haus „White Power“-Parolen aus einem Auto her­aus gebrüllt.
Dieser Angriff scheint geplant und koor­diniert durchge­führt wor­den zu sein. Die Steine wur­den vor dem Angriff offen­bar gere­inigt, um Spuren zu ver­nicht­en und stam­men ver­mut­lich nicht aus der unmitel­baren Umge­bung der Zep­pelin­straße. Die vier angreifend­en Per­so­n­en waren sportlich und dunkel gekleidet.

In der Nacht zum 23. August 2014 ver­sucht­en nun vier Per­so­n­en, eine Scheiben der alter­na­tiv­en Kneipe „Olga“ in der Char­lot­ten­straße 28 zu zerstören.
Die Per­so­n­en kamen mit bere­its auf­fäl­lig dro­hen­der Hal­tung in das Lokal und bestell­ten sich jew­eils ein Getränk. Drei der Per­so­n­en ver­ließen die Olga, ein­er blieb und ging auf die Toi­lette. Als dieser zurück­kehrte, griff er nach einem Stuhl und warf diesen von Innen gegen eine Scheiben der „Olga“. Im Anschluss ver­mummte er sich und ran­nte nach draußen und dann in Rich­tung Dor­tus­traße. Dort warteten bere­its die übri­gen drei Per­so­n­en auf ihn und begrüßten ihn johlend. Gemein­sam zeigten sie Dro­hge­bär­den in Rich­tung der Kneipe bevor sie sich entfernten.
Gäste der „Olga“ wur­den bei dem Vor­fall nicht ver­let­zt. Auch die Scheiben hiel­ten den gewor­fe­nen Stühlen stand.
Am Vor­mit­tag des 23. August 2014 wurde außer­dem zum wieder­holten Male eine Plas­tik­tüte mit einem Pflaster­stein an das Tor der Zep­pelin­straße 25 gehangen. Unbekan­nte hin­ter­ließen bere­its in den ver­gan­genen Jahren Steine als Dro­hge­bärde vor dem Wohnprojekt.

Diese Vor­fälle erin­nern an die Anschläge im Früh­jahr 2013, als Angriffe auf das „Kon­text“, das „Archiv“ und die „Olga“ eine Bedro­hungslage erzeugten, die so vorher nicht zu verze­ich­nen war. Am 3. Feb­ru­ar 2013 verübten mut­maßliche Neon­azis einen Bran­dan­schlag auf das Archiv. In der sel­ben Nacht zer­störte ein Mann ein Fen­ster des „Kon­text“ in der Her­mann-Elflein-Straße. Die Polizei spielte bei­de Vor­fälle herunter und sah trotz verklebter Neon­azi­stick­er in der Umge­bung kein poli­tis­ches Motiv für die Taten.
Am frühen Mor­gen des 10. April 2013 zer­störten zwei Unbekan­nte eine große Schaufen­ster­scheibe der Szenekneipe „Olga” in der Char­lot­ten­straße. Im Innen­raum hin­ter­ließen sie einen gefüll­ten Dieselka­nis­ter. Möglicher­weise sollte ein Brand gelegt werden.
Regelmäßig wur­den und wer­den Gäste des „Black Fleck“ in der Zep­pelin­straße 26 von Per­so­n­en, meist aus Autos her­aus, belei­digt, bedro­ht oder angegriffen.

Die Chroniken neon­azis­tis­ch­er Aktiv­itäten der let­zten Jahre zeigen, dass die Pots­damer Innen­stadt, neben der Wald­stadt, ein ein­deutiger Schw­er­punkt von Angrif­f­en, Bedro­hun­gen und Pro­pa­gan­daak­tio­nen ist.

Glasbruch an einem der Fenster des Hausprojektes “Zeppi25? am 3. August 2014
Glas­bruch an einem der Fen­ster des Haus­pro­jek­tes “Zeppi25? am 3. August 2014
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(Anti-)Rassismus Antifaschismus Law & Order

Einigeln, kontrollieren und ausgrenzen. Die “Alternative für Deutschland“ will Frankfurt (Oder) „sicherer“ machen

Die AfD erre­ichte in Frank­furt (Oder) mit 12,8 % bzw. 11,6 % bei den diesjähri­gen Europa- und Kom­mu­nal­wahlen ihr bun­desweit zweitbestes Ergeb­nis. Anlässlich des Land­tagswahlkampfes richtete sie ver­gan­genen Mon­tag in ihrem neuen Büro eine Ver­anstal­tung zum The­ma „Sicher­heit in der Gren­zre­gion“ aus. In unmit­tel­bar­er Nähe der S?ubice und Frank­furt (Oder) verbinden­den Stadt­brücke sprach sich der Lan­desvor­sitzende Alexan­der Gauland dafür aus, über die Wiedere­in­führung von Passkon­trollen nachzu­denken. Der AfD-Stadtverord­nete und Lan­despolizist Frank Nick­el beklagte zudem die schlechte Ausstat­tung der Sicher­heit­skräfte, die nicht aus­re­iche, die Gren­zkrim­i­nal­ität wirk­sam zu bekämpfen. Um die gefühlte Sicher­heit der Frank­furter Bürger_innen zu erhöhen, soll dem Vorschlag von Nick­els Parteifre­und und Bun­de­spolizis­ten Wilko Möller zufolge das Ord­nungsamt in Zukun­ft „polizeiähn­liche Uni­for­men“ tra­gen und dadurch mehr Präsenz zeigen. Die
AfD ver­suchte sich bei der Ver­anstal­tung als unide­ol­o­gis­che Partei zu verkaufen, die im Ver­gle­ich zu anderen Parteien an sach­lichen Prob­lem­lö­sun­gen und an der Zusam­me­nar­beit mit Ver­wal­tung und anderen Parteien inter­essiert sei. Genau deshalb betonte Möller, dass die Beige­ord­nete für Hauptver­wal­tung, Finanzen, Ord­nung und Sicher­heit, Clau­dia Pos­sardt, sich „begeis­tert“ von der Idee der AfD zeigte, mehr Polizeikon­trollen am Kau­fland im Zen­trum durchzuführen.
Diese betonte Sach­lichkeit darf aber nicht über die recht­spop­ulis­tis­che, neokon­ser­v­a­tive Grun­daus­rich­tung der Partei hin­wegtäuschen. Die AfD benutzt kom­plexe The­men wie die Gren­zkrim­i­nal­ität, um, anstatt den realen sozialen Prob­le­men beizukom­men, ein­seit­ig einen repres­siv­en Polizeis­taat zu fordern und – wie auch in der Eurokrise – Nationalismus,
Aus­gren­zung und Leis­tungszwang als Antworten zu präsen­tieren. Der Utopia e.V. ruft daher alle demokratis­chen Parteien und Amtsträger_innen in der Stadtverord­neten­ver­samm­lung auf, die Zusam­me­nar­beit mit der AfD zu ver­weigern. Wer sozial Schwache aus­gren­zt, Zuwanderer_innen nach ihrem Mark­twert beurteilt und Frank­furt (Oder) aus sein­er europäis­chen, transna­tionalen Umge­bung her­aus­reißen will, hat vielle­icht Sitze, aber keinen Platz in Parlamenten.
Denn wenn die AfD, wie am Mon­tag geschehen, einen Zusam­men­hang zwis­chen „kul­turellem Hin­ter­grund“ und Krim­i­nal­ität her­stellt und die jüng­sten anti­semi­tis­chen Vor­fälle auf Demon­stra­tio­nen bezüglich des Nahost-Kon­flik­tes als Belege dafür bemüht, dann nur, um die „kul­turell Anderen“ in Ver­ruf zu brin­gen. Da ist der Anti­semitismus von „Deutschen“ nicht der Rede wert und die Offen­heit für Recht­sradikale in der AfD kein Prob­lem. Alle wis­sen, dass bei Wahlen mit Ras­sis­mus und sozialer Aus­gren­zung wichtige Zuwächse errun­gen wer­den kön­nen. Wie die Ergebnisse
der AfD bei den let­zten Wahlen zeigen, trifft dies für Frank­furt (Oder) lei­der ganz beson­ders zu.

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Antifaschismus

13.09. Demo in Fürstenwalde: Ein Ruhiges Hinterland (darf es nicht geben)

Fürstenwalde/Spree, Kle­in­stadt, 31.000 Ein­wohn­er, Berlin­er Vorort, Ostbrandenburg.
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In Bahn­hof­s­nähe in der Eisen­bahn­straße lädt der Thor-Steinar-Laden „British Cor­ner“ zum Bum­mel ein, in den Straßen tauchen immer wieder Neon­azi­aufk­le­ber auf, Recht­sex­treme gehören zum Stadt­bild. Die NPD het­zt immer wieder gegen die zwei hiesi­gen Flüchtling­sheime. Für örtliche Antifaschist*innen gehören Anfein­dun­gen, Pöbeleien und per­sön­liche Bedro­hun­gen zum Alltag.
Organ­isierte fürsten­walder Recht­sex­treme gehören über­re­gion­al zum harten Kern auf Demonstrationen.
Die Antwort auf diese Zustände kann und muss die Organ­i­sa­tion des Wider­stands und der kraftvolle Schritt auf die Straße sein. Im Kampf um eine befre­ite Welt darf es kein ruhiges Hin­ter­land geben, wir laden daher jeden sich als antifaschis­tisch ver­ste­hen­den Men­schen ein, zusam­men mit uns am 13. Sep­tem­ber hier auf die Straße zu gehen.
Bringt mit was ihr kön­nt, lasst euch nicht ein­schüchtern, reist zusammen.
13.09.15:00 Gras­nick­brun­nen, Sammelpunkt

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Antifaschismus Law & Order

Bußgeldprozess in Potsdam verschoben

Achtung, der für Mi 20.8 in Pots­dam angekündigte erste Bußgeld­prozess wurde kurzfristig abge­sagt. Hier­mit ent­fällt auch die angekündigte Kundge­bung vor dem Amts­gericht in Pots­dam. Die näch­sten Prozesster­mine sind für den 8.9 um 15.15 Uhr und den 11.9 angekündigt. Wir wer­den selb­stver­ständlich dann zum näch­sten Porzesster­min wieder da sein. Und wir wer­den uns selb­stver­ständlich immer und über­all den Nazis ent­ge­gen stellen, eure Gerichte kön­nen uns davon nicht abhalten.
Zu den Hintergründen
Der Ind­yartikel zu den Bußgeldern:
Am 20. August 2014 begin­nen in Pots­dam die Ver­hand­lun­gen gegen über hun­dert frank­furter Antifaschist*innen. Zusam­men mit tausenden Anderen block­ierten wir die Anreise der Nazis am ersten Mai 2013, so dass diese ihre Demon­stra­tion in Frank­furt absagen mussten. Dabei haben wir neben anderen Zufahrtswe­gen, auch ganz bewusst und über Stun­den den Bah­nan­reiseweg der Nazis block­iert. Die anschließende Räu­mung der Gleise durch die Bullen sorgte für einige Ver­let­zte und Strafanzeigen, außer­dem wur­den von allen einzeln die Per­son­alien fest­gestellt. Gegen alle 1000 Blockierer*innen auf den Gleißen ver­hängte die Bun­de­spolizei Ver­warn und Bußgelder Am. Doch über hun­dert ver­weigern sich dem!
Wir sind nicht bere­it Nazis und ihrer men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie zu akzep­tieren und wer­den uns ihnen immer ent­ge­gen­stellen. Genau­sowenig sind wir bere­it dem Staat der die Nazis beschützt und ihnen den Weg ebnet noch Geld für unsere Block­aden zu zahlen. Deshalb begin­nen am 20. August die Prozesse gegen uns am Sitz der Bun­de­spolizei in Pots­dam. Des weit­eren begin­nen am 13. August Ver­hand­lun­gen gegen Jugendliche Gleisblockierer*innen auf­grund des Wohnort­prinzips in Frankfurt/M und Mainz. Wir sind mit den gelade­nen Leuten sol­i­darisch und rufen dazu auf, die Ver­hand­lun­gen gemein­sam zu besuchen. Denn die Betrof­fe­nen ste­hen nicht wegen 35 Euro Ver­war­nungs­geld vor der Bußgeldrich­terIn, son­dern auf­grund ein­er legit­i­men antifaschis­tis­chen Aktion, die eine Nazikundge­bung in Frank­furt ver­hin­dert hat und von vie­len Men­schen und Grup­pen getra­gen, unter­stützt und befür­wortet wurde. Was immer auch am Ende der Ver­hand­lun­gen her­auskommt: Es bleibt richtig, sich den Nazis, wo immer sie auch auf­tauchen, offen­siv in den Weg zu stellen. Und es ist kon­se­quent, die dafür ver­hängten staatlichen Sank­tio­nen nicht ein­fach zu akzep­tieren. Wir freuen uns über eure Sol­i­dar­ität, kommt vor­bei! Anti­naz­i­block­aden bleiben legitim!
Genauere Infos zu den Ver­fahren gibt es bei der Roten Hil­fe Frank­furt (Main).
http://plenum1mai.blogsport.de/

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Antifaschismus Law & Order

Bußgeldprozesse in Potsdam und Frankfurt am Main wegen Antinaziblockade in Frankfurt am Main.

Zusam­men mit tausenden Anderen block­ierten wir die Anreise der Nazis am ersten Mai 2013 so dass diese ihre Demon­stra­tion in Frank­furt absagen mussten. Dabei haben wir neben anderen Zufahrtswe­gen, auch ganz bewusst und über Stun­den den Bah­nan­reiseweg der Nazis blockiert.
Die anschließende Räu­mung der Gleise durch die Bullen sorgte für einige Ver­let­zte und Strafanzeigen, außer­dem wur­den von allen einzeln die Per­son­alien fest­gestellt. Gegen alle 1000 Blockierer*innen auf den Gleißen ver­hängte die Bun­de­spolizei Ver­warn und Bußgelder. Doch über hun­dert ver­weigern sich dem!
Wir sind nicht bere­it Nazis und ihrer men­schen­ver­ach­t­en­den Ide­olo­gie zu akzep­tieren und wer­den uns ihnen immer ent­ge­gen­stellen. Genau­sowenig sind wir bere­it dem Staat der die Nazis beschützt und ihnen den Weg ebnet noch Geld für unsere Block­aden zu zahlen. Deshalb begin­nen am 20.8 die Prozesse gegen uns am Sitz der Bun­de­spolizei in Potsdam.
Des weit­eren begin­nen am 13.8 Ver­hand­lun­gen gegen Jugendliche Gleisblockierer*innen auf­grund des Wohnort­prinzips in Frankfurt/M und Mainz. Wir sind mit den gelade­nen Leuten sol­i­darisch und rufen dazu auf, die Ver­hand­lun­gen gemein­sam zu besuchen.
Denn die Betrof­fe­nen ste­hen nicht wegen 35 Euro Ver­war­nungs­geld vor der Bußgeldrich­terIn, son­dern auf­grund ein­er legit­i­men antifaschis­tis­chen Aktion, die eine Nazikundge­bung in Frank­furt ver­hin­dert hat und von vie­len Men­schen und Grup­pen getra­gen, unter­stützt und befür­wortet wurde. Was immer auch am Ende der Ver­hand­lun­gen her­auskommt: Es bleibt richtig, sich den Nazis, wo immer sie auch auf­tauchen, offen­siv in den Weg zu stellen. Und es ist kon­se­quent, die dafür ver­hängten staatlichen Sank­tio­nen nicht ein­fach zu akzeptieren.
Wir freuen uns über eure Sol­i­dar­ität, kommt vor­bei! Anti­naz­i­block­aden bleiben legit­im! Kommt zu den Ver­hand­lun­gen am 13. August 2014 in Frank­furt am Main und am 20. August 2014 in Potsdam!
Der erste uns bekan­nte Prozess begin­nt um 10 Uhr vor dem Amts­gericht Frank­furt, Gerichts­ge­bäude E, Ham­mels­gasse 1, Raum 3 E, 1. OG. — Alle Ver­hand­lun­gen gegen Per­so­n­en zwis­chen 18 und 21 Jahren sind öffentlich —  Tre­f­fen zur *Prozess­be­gleitung um****9.30 Uhr***am Gerichts­ge­bäude E, Kon­rad-Ade­nauer-Straße, Ecke Seil­er­straße (Nähe Konstablerwache)
Der Prozess im Pots­damer Amts­gericht begin­nt um 13.15 Uhr und ist eben­falls für die Öffentlichkeit zugänglich!
Genauere Infos find­et ihr wie immer unter www.frankfurt.rote-hilfe.de

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Antifaschismus

Provokation endete mit Rauswurf

Neu­rup­pin­er (Neo)nazis fie­len bei Konz­ert in Berlin auf /
Mögliche Pro­pa­gan­daak­tio­nen für TDDZ oder NPD unterbunden
Mit dem Auss­chluss von der Ver­anstal­tung endete ein Konz­ertabend am ver­gan­genen Sam­stag für eine Gruppe (Neo)nazis aus den Bran­den­bur­gis­chen Land­kreisen Prig­nitz, Ost­prig­nitz-Rup­pin und Havel­land im Berlin­er Bezirk Span­dau. Warum? Die Damen und Her­ren, die in der Ver­gan­gen­heit als Rädelsführer_innen der „Freien Kräfte Neu­rup­pin / Osthavel­land“ (NSFKN) auf­trat­en, hat­ten sich ein­fach das falsche Konz­ert aus­ge­sucht. Mit „Feine Sahne Fis­chfilet“ trat näm­lich eine Band auf, die vom Inlands­ge­heim­di­enst „Ver­fas­sungss­chutz Meck­len­burg-Vor­pom­mern“ bere­its mehrfach das Prädikat „link­sex­trem­istisch“ ver­liehen bekam. Und auch der eigentliche Haup­tact, die Düs­sel­dor­fer Punk & Oi Com­bo „Broil­ers“, dis­tanzierte sich in der Ver­gan­gen­heit klar von (Neo)nazis.
Offen­bar hält dies (Neo)nazis aber nicht davon ab, deren Musik zu kon­sum­ieren. Ger­ade die autonomen Quer­frontler aus den „Freien Kräfte Neu­rup­pin / Osthavel­land“ sind ja dafür bekan­nt, auch son­der­bare Wege zu gehen, um Men­schen für ihre wirre Weltan­schau­ung zu agitieren.
Kon­se­quentes Han­deln gegen gezielte Provokation
Im Vor­feld wurde deshalb bere­its gewitzelt, ob die Neu­rup­pin­er (Neo)nazis möglicher­weise an der Konz­ertver­anstal­tung in Berlin-Span­dau teil­nehmen wür­den. Dass sie tat­säch­lich kamen, verblüffte dann schon. Zumin­d­est diejeni­gen Fans von „Feine Sahne Fis­chfilet“ und „Broil­ers“, die eben­falls aus Neu­rup­pin angereist waren und sich in ihrer Heimat­stadt gegen (neo)nazistische Umtriebe und für eine bunte Stadt engagieren.
Die Verblüf­fung erstar­rte allerd­ings nicht zur Ohn­macht. Im Gegen­teil, sofort wur­den Bands und Secu­ri­ty ver­ständigt und die (Neo)nazis, darunter auch der Neu­rup­pin­er Stadtverord­nete Dave Trick (NPD), der Ver­anstal­tung ver­wiesen. Ein klar­er Auswärtssieg für Team bunt.
Das es sich bei der Aktion der (Neo)nazis um eine klare Pro­voka­tion han­delt, wird indes durch ein State­ment auf der Inter­net­seite der „Freien Kräfte Neu­rup­pin / Osthavel­land“ deut­lich. Es sei ihnen näm­lich „bewusst, dass manche finanziellen Mit­tel, die wir beim Kauf der Karten für Oi-Mucke aus­geben direkt in den Kampf gegen uns fließen“, so NFSKN. Den­noch lasse man sich es „nicht nehmen diese [Konz­erte] zu besuchen, da dieses Affenthe­ater mit durchgestrich­enen Hak­enkreuzen und von Frei­heit gröh­len­den Punks (…) doch irgend­wie reizt“, so die (Neo)nazis in ihrer Erk­lärung weit­er. Fern­er beab­sichtigte NSFKN seinen „ Wirkungskreis“ zu erweit­ern und sich zu „bespaßen“, wobei mit „Bespaßung“ im (Neo)nazijargon auch die Suche nach gewalt­täti­gen Auseinan­der­set­zun­gen gemeint sein kann.
Pro­pa­gan­dakam­pagne für TDDZ und NPD
Offen­bar nutzt die (Neo)nazigruppe zurzeit jede Gele­gen­heit, um sich zu pro­fil­ieren. Schließlich ist NSFKN im näch­sten Jahr Aus­richter des so genan­nten „Tages der deutschen Zukun­ft“ (TDDZ), ein­er ras­sis­tis­chen Kam­pagne deren Höhep­unkt in der Ver­gan­gen­heit immer ein Marsch in ein­er nord­deutschen Großs­tadt war. Im Jahr 2014 fand die Ver­anstal­tung erst­mals im ost­deutschen Raum, in Dres­den, statt. Im Juni 2015 soll es dann erst­mals in eine Mit­tel­stadt, ins Bran­den­bur­gis­che Neu­rup­pin, gehen.
Dafür wird bere­its jet­zt kräftig die Wer­be­trom­mel gerührt. So fan­den beispiel­sweise bere­its Fly­er­ak­tio­nen, Info­tis­che und Kundge­bun­gen zum TDDZ 2015 in Salzwedel (Sach­sen-Anhalt), Gera (Thürin­gen), Prem­nitz (Bran­den­burg) und Neu­rup­pin statt.
Auch das Konz­ert von „Broil­ers“ und „Feine Sahne Fis­chfilet“ war somit in Gefahr, als poten­tielle Pro­pa­gand­abühne für dieses Event oder zum Wohl der NPD, die ja mit Dave Trick, eben­falls vertreten war, zu wer­den. Dies wurde aber kon­se­quent verhindert.
Es bleibt zu hof­fen, dass es im näch­sten Jahr in Neu­rup­pin, anlässlich des von den (Neo)nazis aus­gerufe­nen TDDZs, eben­falls gelingt, die zu erwartende, große Pro­pa­gan­dashow zu unterbinden und den „Tag der deutschen Zukun­ft“ erst­mals scheit­ern zu lassen. Wir laden jeden­falls alle inter­essierten Men­schen ein, uns dabei im näch­sten Jahr zu unter­stützen. Näheres folgt. 
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Antifaschismus Geschichte & Gedenken

Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges und die Unterstützung der SPD für diesen Krieg

Und endlich ist kein andr­er Krieg für Preußen-Deutsch­land mehr möglich als ein Weltkrieg, und zwar ein Weltkrieg von ein­er bish­er nie geah­n­ten Aus­dehnung und Heftigkeit. Acht bis zehn Mil­lio­nen Sol­dat­en wer­den sich untere­inan­der abwür­gen […]. Die Ver­wüs­tun­gen des Dreißigjähri­gen Kriegs zusam­menge­drängt in drei bis vier Jahre und über den ganzen Kon­ti­nent ver­bre­it­et; Hunger­snot, Seuchen, all­ge­meine, durch akute Not her­vorgerufene Ver­wilderung der Heere wie der Volks­massen“. Friedrich Engels 1887
Nahezu 30 Jahre vor dem Aus­bruch des ersten Weltkrieges zeigte Friedrich Engels dem Deutschen Reich das Bild sein­er eige­nen Zukun­ft. Engels war sich­er kein Wahrsager und erst recht kein Prophet. Er ver­fügte aber über das Werkzeug für eine Analyse kap­i­tal­is­tis­ch­er Konkur­renz, impe­ri­aler Macht­poli­tik und der gesellschaftlichen Ver­hält­nisse inner­halb des Deutschen Reiches.
Der bürg­er­lichen Geschichtswis­senschaft hinge­gen fehlt diese Per­spek­tive. So ste­ht sie staunend vor solchen „Prophezeiun­gen“, entwick­elt immer neue The­o­rien und kommt let­ztlich zu dem plumpen Schluss, dass die Gesellschaften in diesen Krieg irgend­wie hinein geschlit­tert wären. Aktuell lässt sich das an der Begeis­terung fest­machen, welche Christo­pher Clarkes revi­sion­is­tis­ches Buch „Die Schlafwan­dler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ bei­der Mehrheit der deutschen Journalist_innen auslöst.
Ein Armut­szeug­nis für das bürg­er­liche Geschichts­bild und ein Beweis dafür, dass dieser Krieg ohne einen Begriff vom Kap­i­tal­is­mus und der deutschen Mis­ere nicht zu ver­ste­hen ist.
Anti­mil­i­taris­mus ist ohne eine radikale Kri­tik an Staat, Nation und Kap­i­tal nicht zu denken. Nicht damals und nicht heute. Und deshalb wollen wir am 4. August denen gedenken, die sich gegen den deutschen Mief und die Volksgenossen ihrer Partei gestellt haben. An diesem Mon­tag jährt sich zum 100. Mal die Zus­tim­mung der SPD zu den Kriegskred­iten und zu einem von Deutsch­land her­beige­führten Krieg. Mit der öffentlich verkün­de­ten Zus­tim­mung der SPD im Deutschen Reich­stag wurde der bis zum Ende des Weltkrieges durchge­hal­tene Burgfriede besiegelt. Diese macht­poli­tis­che Entschei­dung war der erste Vor­bote ein­er kom­menden Volks­ge­mein­schaft. Der Nation­al­is­mus inner­halb der Arbeiter_innenklasse wurde von der SPD nicht kri­tisiert son­dern geschürt – zu Gun­sten der deutschen Nation und ihrer Eliten. Sie nahm damit Mil­lio­nen von Toten in Kauf.
Dessen wollen wir mit euch gemein­sam am Mon­tag dem 4. August um 19.00 Uhr in der Hege­lallee Ecke H‑Elflein-Straße erinnern.

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